Interne und externe Kommunikation sind gleich wichtig –
4 Tipps wie man sie verbessert

Interne und externe Kommunikation sind gleich wichtig –
4 Tipps wie man sie verbessert

Angel Pearce

Angel Pearce

Corona hat viele Mitarbeiter:innen an die Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. Mehrarbeit und Kinderbetreuung im Homeoffice und kaum soziale Kontakte stellen eine erhebliche Belastung dar.

Als Unternehmer:in muss man sich bewusst sein, dass unglückliche Mitarbeiter:innen eine Gefahr für die Reputation des Unternehmens darstellen. Dabei müssen es keine großen Skandale sein. Der Ruf eines Unternehmens basiert auf allem was über es gesagt wird – extern und intern. Etwas, das der Fall Goldmann Sachs beispielhaft aufzeigt: Aufgrund „inhumaner“ Arbeitszeiten von jüngeren Mitarbeiter:innen, die durch eine öffentlich gewordenen interne Umfrage aufgedeckt wurden, schenkte das Unternehmen diesen „Beileidskörbe“. Aber ein Mitarbeiter war der Meinung, dass das Unternehmen „mehr tun sollte“. Diese Diskussion wurde öffentlich und hat der Reputation von Goldmann Sachs als Arbeitgeber erheblichen Schaden zugefügt und vielleicht auch darüber hinaus.

Doch was können Unternehmen tun, damit sich Mitarbeiter:innen wertgeschätzt fühlen? Wichtig dabei ist, Probleme anzuerkennen, zu analysieren und aktiv dagegen vorzugehen. Die interne Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Der Status Quo als Startpunkt

Eine starke interne Kommunikation kann dazu beitragen, die Unternehmenskultur zu fördern, Engagement aufzubauen und den Mitarbeiter:innen zu helfen, sich sowohl physisch als auch emotional sicher zu fühlen. Bevor Sie sich jedoch daran machen, die internen Probleme eines Unternehmens anzugehen, müssen Sie die aktuelle Stimmung in der Belegschaft verstehen.

Dafür müssen Sie mit den Menschen zu sprechen, die es direkt betrifft – den Mitarbeiter:innen. Im Fall von Goldman Sachs ist es unwahrscheinlich, dass diese alle freiwillig lange arbeiten. Wahrscheinlicher ist, dass dies eine in der Unternehmenskultur verwurzelte Erwartung ist. Doch solche internen Erwartungshaltungen können auch kurzfristig entstehen, zum Beispiel durch große Veränderungen in den Arbeitsweisen. Die Pandemie hat die Arbeitskultur in zahlreichen Unternehmen letztes Jahr nachhaltig verändert. Die Herausforderung besteht nun darin, den kulturellen Status-Quo herauszufinden.

In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, zu prüfen, wie die aktuelle Mission und Vision des Unternehmens innerhalb der Belegschaft resonieren und ob die Mitarbeiter:innen den Wert ihrer Arbeit verstehen. In diesen Gesprächen lässt sich zudem herausfinden, welche Verhaltensweisen unter Kolleg:innen belohnt werden und welche nicht. Aus den Ergebnissen können dann überzogene kulturelle Erwartungen herausgelesen und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ehrlichkeit braucht Sicherheit

Damit Mitarbeiter:innen ihre Meinung offen und eventuell kritisch äußern, müssen Sie eine Umgebung schaffen, in der sie psychologisch sicher sind und verschiedene und einfache Möglichkeiten anbieten, diese Gespräche zu führen. Denn nicht jeder Mensch ist gleich. Daher wollen manche lieber persönlich oder per Telefon sprechen, andere wollen sich eher schriftlich ausdrücken. Unternehmen sollten deshalb so viele Kommunikationswege anbieten wie möglich und das auch anonym. Anonymes Feedback ist oft ehrlicher sowie direkter und daher aufschlussreicher. Um auch Momentaufnahmen zu bekommen, können zudem Echtzeit-Plattformen eingerichtet werden, die Mitarbeiter:innen ermöglichen, sich direkt in dem Moment, wenn Ihnen etwas negativ oder positiv auffällt, zu äußern. Bleiben Mitarbeiter:innen auf Problemen sitzen, vergessen sie sie entweder oder sie werden größer.

Eine zusätzliche Möglichkeit, ist ein Feedback-Prozess nach dem “ Start- Stop-Continue”-Prinzip. So können die Mitarbeiter ansprechen, was für sie funktioniert, was nicht, und welche neuen Ergänzungen oder Methoden für sie hilfreich wären. Auf diese Weise ist es viel einfacher, Probleme zu diagnostizieren und gleichzeitig Lösungen zu finden - zwei Fliegen mit einer Klappe!

4 Tipps für gute interne Kommunikation

Sobald die Probleme erkannt wurden, ist es an der Zeit, über die interne Kommunikation nachzudenken. Bevor Sie entscheiden, was gesagt werden soll, überlegen Sie, wer es sagen soll. Sollte die Ankündigung von Teamleiter oder Teamleiterin kommen oder ist sie eher für eine Person aus der Geschäftsführung geeignet? Die Mitarbeiter:innen werden diese Interaktionen auf unterschiedliche Weise aufnehmen. Das Zuschneiden der internen Sprecher:innen auf bestimmte Arten der Kommunikation ist dabei sehr hilfreich, um die richtigen Reaktionen auszulösen.

Zudem geht es bei der internen Kommunikation nicht nur darum, auf Probleme zu reagieren oder wichtige Unternehmensankündigungen zu kommunizieren. Sie ist ein Weg, um die Belegschaft verbunden, engagiert und begeistert zu halten.

Hier sind vier Tipps für eine langfristig bessere interne Kommunikation:

  1. Teilen Sie alle Nachrichten auch intern: Die Distribution von Nachrichten an externe Quellen ist enorm wichtig und ein großer Teil der Arbeit von Kommunikationsexpert:innen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass der interne Austausch von Neuigkeiten genauso wichtig ist. Dabei müssen die Ankündigungen nicht immer groß sein, halten Sie einfach alle auf dem Laufenden.
  2. Nehmen Sie sich Zeit, um die kleinen Erfolge zu feiern: Wir konzentrieren uns oft nur auf die großen Erfolge. Aber nehmen Sie sich auch für die kleinen Erfolge Zeit. Für viele Mitarbeiter:innen sind sie es, die den Arbeitsalltag zu etwas besonderem machen.
  3. Machen Sie Feedback zu Ihrem besten Freund: Feedback ist alles. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Feedback von den Mitarbeiter:innen zu bekommen, versuchen Sie vielleicht, ein neues Umfragetool einzuführen oder den Feedback-Prozess zu incentivieren. Sie müssen das Problem kennen, bevor sie es beheben können.
  4. Stellen Sie die Mitarbeiter:innen in den Mittelpunkt: Bei allem, was Sie tun, sollten die Mitarbeiter:innen immer an erster Stelle stehen. Das Ziel ist ein Arbeitsplatz, an dem sich die Mitarbeiter:innen sowohl physisch als auch emotional sicher fühlen. Engagierte und glückliche Mitarbeiter:innen führen zu einer gesunden internen Arbeitskultur!

Wenn Sie Hilfe bei Ihrer internen Kommunikation benötigen, werfen Sie einen Blick auf unseren Leitfaden interne Kommunikation oder unsere Services. Oder kontaktieren Sie uns einfach.

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