6 Tipps für gelungene PR-Bilder

6 Tipps für gelungene PR-Bilder

Judith Hente

Judith Hente

Bilder sagen mehr als tausend Worte... Gerade in der Weihnachtszeit könnte man meinen, dass diese Plattitüde stimmt. Gut designte Plakate oder die immer populärer werdenden Weihnachtsspots werden von vielen Unternehmen für das Weihnachtsgeschäft eingesetzt. Dieser visuelle Content hat den Vorteil, dass er uns direkt und ohne Aufwand unsererseits anspricht. Wir müssen uns weniger konzentrieren und nehmen Bilder auch im Vorbeigehen wahr. Im Vergleich dazu wirkt ein Text fast kompliziert und anstrengend, denn Lesen verlangt Aufmerksamkeit und Zeit. Zwei Dinge, die in unserer Gesellschaft häufig fehlen – jedenfalls im stressigen Alltag.

Facebook, Instagram und Twitter, setzen schon längst auf farbenfrohe Fotos, um ihre User bei der Stange zu halten. Auch generell wäre das Internet ein sehr trister Ort, wäre es vollkommen frei von Bildern. Wahrscheinlich würden wir es uns dann eher wieder mit einem Buch vorm Kamin gemütlich machen, als planlos durch die Tiefen der Onlinetexte zu irren – denn das würde uns auf Dauer wohl zu langweilig werden. Kehrt man das Ganze allerdings um, wäre es auch nicht viel aufregender. Bilder allein bieten häufig nicht die Informationen, die wir uns wünschen.

Gerade in der PR geraten wir oft in diese Zwickmühle, denn Texte sind noch immer ein wichtiges Medium, mit dem wir kommunizieren, aber gerade in den letzten Jahren ist der Einfluss von Bildern, Grafiken und Videos auch in unserer Branche enorm gestiegen. Deshalb ist es wichtig, die richtige Kombination aus Text und Bild zu finden und damit Aufmerksamkeit bei seiner Zielgruppe zu erregen. Doch was ist wirklich wichtig für ein gutes Bild? Die folgenden Schritte sollen Sie dabei unterstützen, passende Bild für Ihre Pressearbeit zu wählen und damit bessere Erfolge zu erzielen.

 

  1. Authentisch statt perfekt

Wir kennen es alle. Von Fotos lächeln uns häufig perfekte Models entgegen, die, wenn überhaupt, nur wenig mit dem Kontext zu tun haben. Zudem gaukeln gephotoshopte Bilder dem Betrachter eine Welt vor, die, wie jeder weiß, in der Realität nicht existiert. Mit solchen Fotos machen Sie sich unglaubwürdig und werten Ihren Content ab, anstatt ihm das gewisse Extra zu verleihen. Gestellte und inszenierte Fotos schrecken ab. Nutzen Sie authentische Motive, die das untermauern, was Sie sagen wollen.

  1. Ihr Bild, Ihre Geschichte

Oft fehlt es an Budget, Zeit oder Kreativität, um eigene Bilder zu produzieren. Deshalb ist es in Ordnung, sich an öffentlichen und kostenlosen Bilderplattformen zu bedienen, denn dort findet man zu fast jedem Thema ein passendes Bild. Doch aufgepasst: Man läuft auch Gefahr, nicht der Einzige zu sein, der das Bild nutzt. Wenn man sich ein wenig im Netz umschaut, sieht man immer wieder gleiche Bilder, die in einem ähnlichen Kontext verwendet werden. Wenn Sie das vermeiden wollen, sollten Sie in wirklich individuelle Fotos investieren. Diese erzählen dann Ihre Geschichte und gehören allein zu Ihrem Markenauftritt.

  1. Mobile first

Da wir uns immer mehr von einem stationären Leben verabschieden und Arbeitsleben sowie Freizeit flexibler und mobiler werden, sollte in der heutigen Zeit immer nach der Devise „mobile first“ gehandelt werden. Für Ihre Bilder bedeutet das, dass sie sich ohne Probleme auf dem Smartphone öffnen lassen müssen und sich auf den Bildschirm anpassen. Denn was bringt Ihnen ein fantastisches Bild, wenn es niemand sieht?

  1. Geeignet für soziale Medien

Gleiches gilt auch für diesen Punkt. Soziale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und egal, ob sich im Silicon Valley gerade so etwas wie eine Gegenbewegung etabliert, werden wir uns wohl so schnell nicht von Facebook und Co. verabschieden. Deshalb müssen sich Bilder und Inhalte immer teilen lassen und das so schnell und unkompliziert wie möglich.

  1. Format, Größe und Beschreibung

Damit sowohl die mobile Nutzung, als auch das Teilen auf den Social-Media-Kanälen reibungslos funktioniert, sollten Sie sich auch Gedanken über Format und Größe Ihrer Bilder machen. Page gibt dazu eine Übersicht. Zudem ist eine gute Bildunterschrift, die kurz und knapp erklärt, was man sieht, hilfreich für das Verständnis. Journalisten, Leser und Follower werden diese extra Mühe schätzen.

  1. Infografik – zwischen Bild und Text

Auch wenn Bilder unsere Emotionen gezielter Ansprechen und sie Raum für Assoziationen bieten, ist es, gerade bei komplexen Themen, nicht möglich, alle Informationen in einem Bild unterzubringen. Aus diesem Grund sind in den letzten Jahren Infografiken immer beliebter geworden. Die Mischung aus Bild und Text kommt beim Publikum gut an, denn eine Infografik ist kein dekoratives Image, sondern eines mit Informationsgehalt. Eine Umfrage des Infografik-Tools Venngage, bei der 300 Content-Marketer zum Thema visuelles Marketing befragt wurden, ergab, dass Infografiken mit Abstand das größte Engagement hervorrufen (41,5 %), gefolgt von Tabellen und Datenvisualisierung (25,7 %) und Videos und Präsentationen (20,2 %).

 

Fazit

Bild, Botschaft und Kontext müssen zueinander passen, sonst hilft auch das beste Foto nicht dabei, Ihren Content aufzuwerten. Die oben genannten Tipps sollen Sie dabei unterstützen, Bilder für Ihre Zwecke einzusetzen. Sie können Ihnen zu mehr Präsenz verhelfen und Ihre Messages unterstreichen. Bilder sagen vielleicht nicht mehr als tausend Worte, aber sie können Ihnen mit Sicherheit dabei helfen, eine Botschaft schneller und gezielter zu übermitteln und mehr Menschen zu erreichen.

 

Weihnachtsextra

Da das Fest der Liebe vor der Tür steht und damit auch die Zeit der Familienfotos finden Sie hier noch 5 Tipps für gelungene Fotos unterm Weihnachtsbaum. Viel Spaß beim Knipsen und ein fröhliches Weihnachtsfest.

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