Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut. Das Online-Leben kann süchtig machen und das Informationsuniversum ist schier endlos. Wir leben in ewiger Erwartung auf das ‘next big thing’, was vor allem die Reputation von Marken gefährdet. Auch deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, Ihre Unternehmenskommunikation zu priorisieren und authentische und fesselnde PR-Strategien zu entwickeln. Das Zusammenspiel einer guten Unternehmensreputation, einer positiven Unternehmenskultur und der ehrlichen Bemühung um die eigenen Mitarbeitenden erregt Aufmerksamkeit und bringt Menschen dazu zuzuhören.

Die Aufmerksamkeitsspanne ist die Zeit, die man sich auf ein konkretes Thema konzentrieren kann, ohne abgelenkt zu werden. In der Wissenschaft nennt man eine kurze Aufmerksamkeitsspanne auch “Aufmerksamkeitsdefizit”.  Im Wesentlichen wird dabei untersucht, warum wir beispielsweise so leicht und häufig zu jedem Zeitpunkt des Tages zum Smartphone greifen, ohne uns bewusst dafür zu entscheiden. Die Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, und Berichten zufolge sind die Menschen bereits um 25 Prozent weniger konzentriert als noch vor ein paar Jahren.

Forscher in Dänemark haben eine Reihe von Medientypen und ihr jeweiliges Kaufverhalten untersucht: Erhoben wurden Daten zum Kauf von Kinokarten oder Büchern, aber auch Messungen beim Lesen von Tweets oder Wikipedia-Artikeln. Die Ergebnisse zeigten, dass die Aktualität der Informationen, die individuelle Relevanz und der Wunsch nach neuen Themen vom Medienformat abhängen. Während Twitter beispielsweise heute auf den jüngsten Elon-Musk-Vorstandsskandal fixiert ist, gehen die Nutzer morgen bereits zum nächsten Thema über. Auf Wikipedia andererseits, verbringen die Nutzer oft längere Zeit mit einem einzelnen Thema.

Wie können wir dieses Aufmerksamkeitsdefizit überwinden? Um abgelenkte Zielgruppen anzusprechen, müssen wir unsere Kommunikationsstrategie kürzer, personalisierter und authentischer gestalten. Je Trendunabhängiger diese sind, desto besser. Das gilt nicht nur bei der Kommunikation mit der eigenen Zielgruppe, sondern auch bei Ihrer internen Kommunikation. Fesselnde Kommunikationsstrategien ziehen die Aufmerksamkeit auf sich – nach Innen wie nach Außen.    

Positivität fesselt das Publikum und bringt Ihre Reputation zum Strahlen.

Positive Inhalte gehen eher viral als andere. Authentische und originelle menschliche Geschichten, die auf Emotionen basieren, heben sich von der Masse ab. 

Brandon Stanton, der Schöpfer des viralen Storytelling-Accounts Humans of New York, betont beim Verfassen seiner persönlichen Profile, dass er die Menschen nicht mit Adjektiven beschreibt, sondern vielmehr die Handlungen ihres Lebens. Schließlich sagen Taten mehr als Worte. Wenn man sich sein Portfolio auf den sozialen Kanälen ansieht (mit 20 Millionen Followern!), kommt er ohne große Erklärungen oder Einleitungen direkt auf den Punkt. Auch Ihr Publikum ist klug genug, um das Wesentliche zu verstehen. 

Kommunikation profitiert von guten Geschichten

Forscher haben herausgefunden, dass Menschen Informationen auf Papier ganz anders lesen als online. Allein die Menge an Daten, die sie auf einer einzelnen Buchseite aufnehmen müssen, ist weitaus geringer ist als auf einer belebten Website. Diese langsame und lineare Reise eines Buches macht es so erfreulich das Ende zu erreichen (keine Spoiler, bitte!). Ihre Online-Inhalte sollten sich daran orientieren und immer eine spannende, erzählerische Reise bieten.   

Auch wenn es offensichtlich erscheint, ist es hilfreich, sich zu verdeutlichen, dass wir in unserem Denken einfachen Mustern, wie Anfang, Mitte und Ende folgen, um Lösungen für Herausforderungen zu finden. Versuchen Sie sich für alle Inhalte, die Sie kreieren und für jegliche Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe, auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und schauen Sie während des Schreibens nicht auf Ihr Handy – widerstehen Sie dem Drang, wenn Sie können. 

Möchten Sie mehr über Reputation Shaping erfahren?

2020 hielten nur 19 Prozent der Teilnehmer*innen einer deutschlandweiten Umfrage des Statista Global Consumer Surveys Cancel Culture für ein Problem. Recht wenig, wenn man bedenkt, dass Medien heute fast täglich über neue Fälle berichten und kaum ein Tag vergeht an dem kein Name in den Social Media Trends zu finden ist. An einem Tag ist es die Gewürzmarke Ankerkraut, da sie sich mit Nestlé zusammenschließt, am nächsten Tag eine Umweltaktivistin mit Dreadlocks. Darin liegt auch die Schwierigkeit der Cancel Culture. Es kann jeden treffen, egal ob Marke, Unternehmen, Partei oder Einzelpersonen.

Wer selbst auf Social Media unterwegs ist (und gerne bei den Trends up to date ist), stellt schnell fest, dass diese öffentlichkeitswirksame Ächtung gar nicht so unvorhersehbar ist. Die Gründe der Kritik sind häufig sogar nachvollziehbar:

Sind die Ursache für die Mehrheit dieser Vorfälle.

Das Problem der Cancel Culture besteht also oft nicht darin, dass sie kritisiert, sondern wie sie kritisiert. Denn mit Kritik hat das in vielen Fällen wenig zu tun. Das Problem dabei steckt bereits im Namen. Sie „cancelt“, also das Beenden oder Absagen von etwas. Das Canceln passiert in zwei Schritten:

  1.  „Call-Out-Culture“: Dem Verbreiten des Fehlverhaltens durch Teilen von Videos, Bildern, Hashtags oder Storys auf verschiedensten Social-Media-Kanälen. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad verbreiten sich solche Meldungen wie ein Lauffeuer. Es bleibt also nicht in dem kleinen „Fan“ Kreis, der bis zu einem gewissen Grad berechtigte Kritik äußert.
  2.  „Cancel-Cultur“: Die Reaktion auf das Fehlverhalten ist also gleichzusetzen mit dem wütenden Mob, der auf diese Aussage hin auftaucht und im Grunde nichts mit der Marke oder auch Person zu tun hat. Viele der Nutzer, haben ihren Erstkontakt erst durch den Fehltritt. Schnell artet die berechtigte Kritik von „Fans“ in „Hass“ von Fremden aus.

Was sind die Auswirkungen?

Diese Bewegung im Netz kann zum Boykott führen, also der Weigerung, das „Opfer“ der Cancel Culture weiter zu unterstützen oder die Zukunft gar zu erschweren. Ankerkraut hat nach ihrer Kooperation mit Nestle beispielsweise nicht nur viele Fans der Marke, sondern auch fast alle Kooperationen mit Influencern und die damit verbundene Reichweite verloren. Wer hier einmal einen Einblick braucht, kann gerne die Kommentare zu der Ankündigung auf Twitter lesen:

Nestlé ist neuer Mehrheitseigentümer von Ankerkraut! Wir bleiben eigenständig: als Unternehmen und Marke. Die Gründer Anne und Stefan, sowie die Geschäftsleitung, bleiben als relevant beteiligte Gesellschafter an Bord und am operativen Geschäft wird sich nichts ändern.

— Ankerkraut GmbH (@ankerkraut) April 13, 2022

Wenn Konsument*innen oder Kund*innen aufhören die Produkte zu kaufen, Dienstleistungen wahrzunehmen, Bücher, Filme oder Musik zu konsumieren, Texte zu lesen und Veranstaltungen zu besuchen, kann natürlich nachhaltig das Geschäft darunter leiden, vor allem, wenn der geschäftliche Erfolg auf Social Media Reichweite beruht. Sie werden von einer gesellschaftlichen Gruppe gecancelt, was einerseits einer öffentlichen Ächtung gleichkommt, aber andererseits weiteren wirtschaftlichen Erfolg nicht zwangsläufig ausschließt. Klar ist, dass so ein Vorfall, egal in welchem Ausmaß, der Reputation langfristig schaden kann.

Zudem entwickelt sich die Cancel Culture immer mehr zum Trend. Es werden verstärkt Fehltritte gesucht, um einen künstlichen Shitstorm zu generieren. Jahre alte Tweets werden recherchiert und veröffentlich oder auch einfach Behauptungen aufgestellt, um den nächsten Skandal zu schaffen.

Was lernen wir aus der Cancel Culture?

Die Zeit der großen Imagekampagnen und Werbeversprechen ist vorbei. Nur zu predigen, ohne zu handeln, wird bei einem wachsenden kritischen Bewusstsein der immer jünger werdenden Kund*innen zunehmend schwieriger. Marketingversprechen müssen auf allen Unternehmensebenen erfüllt werden, sonst geht schnell die Glaubwürdigkeit verloren. Unternehmen können beispielsweise nicht für Diversität einstehen, während im Hintergrund weiterhin weder gleichberechtigte Strukturen bestehen noch faire Löhne gezahlt werden.

In Zeiten von Cancel Culture verlangen kritische Kunden von Unternehmen mehr, als nur noch unternehmerisch zu handeln. Der Mehrwert eines Unternehmens bemisst sich am Mehrwert, den es für uns alle kreiert, nicht wie früher nur für Kund*innen oder das Unternehmen selbst.

Auf was Sie bei der Kommunikationsplanung achten müssen, können Sie hier auf unserem Blog nachlesen.


Schätzungen zufolge gibt es weltweit zwischen 3,2 und 37,8 Millionen Social-Media-Influencer*innen. Das sind Millionen von Menschen, die auf ihre persönliche Marke (auch Personal Brand) setzen, um Follower zu gewinnen, sich lukrative Verträge zu sichern und die Interaktionen auf ihren jeweiligen Plattformen zu erhöhen. Obwohl viele von uns bei Menschen, die sich selbst als „Influencer*innen“ oder „Content Creator*innen“ bezeichnen, die Nase rümpfen oder sie belächeln, lässt sich nicht leugnen, dass diejenigen, die ihr Personal Branding richtig betreiben, damit ausgesprochen erfolgreich sind und die Lorbeeren ernten.

Ein gutes Beispiel dafür ist Logan Paul. Der US-Amerikaner hat bereits im Alter von 10 Jahren damit begonnen, Videos zu drehen. Sein Erfolg auf YouTube und Vine hat ihn berühmt gemacht. Im Alter von nur 27 Jahren ist er bereits 35 Millionen Dollar schwer. Nicht gerade wenig für ein „paar Videos“ und eine starke persönliche Marke, oder?

Im Zeitalter der Digitalisierung (apropos, hat jemand nach der Arbeit Lust auf ein virtuelles Bier?) könnten Unternehmen vielleicht doch ein oder zwei Sachen von den Personen lernen, die mit ihrem persönlichen Online-Markenauftritt so erfolgreich sind. Sieht man mal genauer hin, unterscheidet sich die Pflege der Personal Brand gar nicht so sehr von der Pflege einer starken Unternehmensmarke. In beiden Fällen geht es schließlich darum, mit Trends Schritt zu halten, relevante Inhalte zu produzieren und die Zielgruppe anzusprechen.

Für Forbes hat Goldie Chan ihre 10 goldene Regeln für das Personal Branding ausgearbeitet. 3 davon finde ich besonders relevant – auch für Unternehmen:

  1. Setzen Sie einen Schwerpunkt
  2. Seien Sie authentisch
  3. Seien Sie konsistent

Warum ein Fokus, Authentizität und Konsistenz für das Personal Branding so wichtig sind

Wir alle wissen, dass Technologie das Marketing fortwährend revolutioniert. Vieles lässt sich bereits automatisieren und Daten geben Marketingexpert*innen tiefe Einblicke in ihre Zielgruppen. Doch nicht alles kann der Technologie überlassen werden. Sie müssen einen Schwerpunkt setzten. Sie müssen wissen, wie Sie sich online verkaufen wollen und was Ihre Botschaften wirklich aussagen sollen.

Generell berichten Influencer*innen eher positiv über ihr Leben. Oft verherrlichen sie ihre Lebensumstände sogar, indem sie Fotos und Posts bearbeiten (hallo Filter!) und ihr Leben damit für Außenstehende perfekt und unerreichbar erscheint. Diese Posts sind zwar schön anzuschauen, können aber dazu führen, dass sich bei den Follower*innen ein Gefühl von „die“ und „ich“ entwickelt. Wenn das, was Sie posten, keinen Bezug zu Ihrer Zielgruppe hat, bauen Sie nur eine oberflächliche Verbindung zu Ihren Follower*innen auf.

Viele Influencer*innen haben das erkannt und verzichten teilweise oder gänzlich auf Filter und Photoshop. Sie zeigen ihr Leben stattdessen so, wie es ist – ungefiltert, das Gute und das Schlechte. Diese authentischeren Beiträge machen aus dem „sie“ und „ich“ ein „uns“. Beim Personal Branding geht es auch immer darum, dass Ihre Follower*innen sich leicht mit Ihren Beiträgen identifizieren können und sie dazu einladen, sich an Diskussionen und einem offenen Austausch zu beteiligen.

Was können Unternehmen also für sich mitnehmen?

Vor allem eines: dass sich Ehrlichkeit und Authentizität auszahlen. Wenn eine Marke nicht transparent ist, werden Kund*innen zögern, Ihrem Unternehmen zu vertrauen, besonders wenn es noch unbekannt ist. Denn das Risiko enttäuscht zu werden (oder Schlimmeres), ist einfach zu groß. So wichtig Ästhetik und Image auch sein mögen, Unternehmen sollten sich bei ihrer Kundenansprache nicht allein auf diese Punkte verlassen.

Auf dem Weg in die digitale Zukunft können Unternehmen viel von Influencer*innen und Content Creator*innen lernen. Sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen müssen ihre Marke fokussiert, authentisch und konsistent aufbauen und weiterentwickeln. Sie müssen wissen, wer zur Zielgruppe zählt und wie diese am besten angesprochen wird. Halten Sie Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke doch einmal den Spiegel vor und prüfen Sie genau, was Sie wirklich sagen und zeigen. Wenn Ihnen nicht gefällt, was Sie sehen, kann es sich wirklich lohnen, in der wunderbaren Welt der Influencer*innen nach kreativer Inspiration für Ihr Personal Branding zu suchen!

Sie wollen noch mehr zum Thema Personal Branding erfahren? In unserem Beitrag Das “Ich” als Marke – Tipps für den Aufbau der Personal Brand finden Sie weitere Infos und Anregungen.

Sprache erzeugt Bilder – schöne und hässliche, messerscharfe und verschwommene sowie diskriminierende und inklusive. Studien zeigen, dass Menschen bei „Bürger” und „Bürgerinnen und Bürger” teilweise völlig verschiedene Bilder im Kopf haben. Die eine Gruppe ist primär männlich, die andere umfasst Männer und Frauen gleichermaßen. Diese Vorstellungen manifestieren sich und können langfristig zum Aufbau diskriminierender Strukturen beitragen. Aus dieser Beobachtung heraus ist die Forderung entstanden, unsere Sprache inklusiver zu gestalten. Inzwischen ist die Debatte um gendergerechtes Schreiben zu einem echten Politikum geworden, was im Alltag zu Verunsicherung führen kann. Geschlechtsneutrale Formulierung, Paarform, mit Binnen-I oder doch gleich mit Gender Gap?

Wie es in Deutschland zu erwarten war, gibt es auch für diese Fragen ein Gremium. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat zuletzt im März 2021 Empfehlungen für „geschlechtergerechte Schreibung” ausgesprochen. Demnach sollen Texte 

  • sachlich korrekt 
  • eindeutig 
  • verständlich 
  • gut lesbar und 
  • vorlesbar sein. 

Welche der vielen verschiedenen Schreibweisen diesem Anspruch am nächsten kommt, zeigen wir im Folgenden.  

Bilder im Kopf – Stereotype entstehen durch den Versuch, die Komplexität der Welt zu vereinfachen (Quelle: CPB London)

Das Auge liest mit

Fangen wir mit den Basics an. Grundsätzlich lassen sich drei Formen des gendergerechten Schreibens unterscheiden:

  1. Genderneutrale Formulierung oder Adjektiv-/Partizip-Form
  2. Binäre Form: Paarform, Binnen-I oder Schrägstrichform
  3. Gender Gap: mit Doppelpunkt, mit Sternchen oder mit Unterstrich

Klingt nicht gerade nach angenehm lesbarem Fließtext? Stimmt, doch gibt es bezüglich Lesbarkeit und Eindeutigkeit große Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen. Klar ersichtlich werden diese anhand von Beispielen.

Wandel braucht neue Worte?

Bei der Verwendung geschlechtsneutraler Formulierungen treffen sich nicht „die Kollegen”, sondern „das Team” zum Mittagessen. Diese unpersönlichen Umschreibungen lassen sich allerdings nicht in jedem Kontext verwenden. Bei der Adjektivform werden „Ärzte“ zu „fachärztlichem Personal“, bei der Partizipform „Studenten“ zu „Studierenden“. Diese  Variante des gendergerechten Schreibens verzichtet gänzlich auf Sonderzeichen. Allerdings ist diese Schreibweise nicht für alle Begriffe möglich.

Gut, aber nicht inklusiv genug?

Die wohl am stärksten verbreitete Schreibweise ist die Paarform: „Bürgerinnen und Bürger“. Diese Variante ist grammatikalisch einwandfrei und im alltäglichen Sprachgebrauch bereits weitgehend etabliert, doch birgt sie ein entscheidendes Problem: Menschen nicht binären Geschlechts schließt sie nicht mit ein. Auch das Binnen-I etwa in „BürgerInnen“ oder „Bürger/innen“ vermag diese Lücke nicht zu schließen. Zudem gibt es auch hier grammatikalische Schwierigkeiten sowie Verwechslungsgefahren zwischen dem kleinen „L“ und großen „I“ (l=L und I=i).

Gendergerechtes Schreiben fordert Mut zur Lücke

MIND THE GAP weißt Menschen darauf hin, auf die Lücke zwischen Bahnsteig und Zug zu achten. Der Gap ist auch für die gendergerechte Sprache wichtig, um alle Geschlechter auf respektvolle Art und Weise anzusprechen.
Doppelpunkt, Unterstrich oder Sternchen – kleine Lücke, große Wirkung!

Die dritte Form des gendergerechten Schreibens setzt auf die sogenannte Gender Gap. Diese Lücke soll all jene Personen repräsentieren, die sich von den beiden binären Geschlechtsformen nicht angesprochen fühlen. Der Gedanke der Offenheit und Inklusion wird bei dieser Form also sehr konsequent verfolgt. Um die Lücke zu kennzeichnen, werden entweder ein Doppelpunkt (:), ein Unterstrich (_) oder ein Sternchen (*) verwendet. Beide Varianten sind grammatikalisch korrekt und ermöglichen eine einheitliche Schreibweise. Allerdings können sie den Lesefluss stören.

Wie man es auch macht, macht man es falsch?

Nein! Wichtig ist, dass man sich der Vor- und Nachteile der verschiedenen Schreibweisen bewusst ist und darauf basierend eine reflektierte Entscheidung trifft. Die Richtlinien des Rats der deutschen Rechtschreibung geben dabei tatsächlich eine gute Orientierung. Aufgrund der Einheitlichkeit sowie der bisher klarsten sprachlichen Umsetzung des Inklusionsgedankens, haben wir uns bei Firefly Communications übrigens für das Gendersternchen entschieden.

Wie setzen Sie gendergerechtes Schreiben um?

Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche gendergerechte Schreibform verwenden Sie und warum? Verwenden Sie immer die gleiche oder machen Sie Ihre Wahl vom Kontext abhängig? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne über die Kommentarfunktion!

Übrigens das Gendern hat es auch in unsere Liste der wichtigsten Kommunikationstrends für das Jahr 2022 geschafft.

Jeder kennt es: Zum Jahreswechsel werden neue Pläne geschmiedet, Vorsätze gemacht und neue Ziele festgelegt. Das gilt im Privaten genauso wie im Berufsleben. Und auch in der PR-Branche ist es üblich, sich am Anfang des Jahres an die Kommunikationsplanung zu setzten und so neue Prioritäten zu festzulegen, frische Projekte zu starten oder alte weiter voranzutreiben.

Nun sind zwar bereits einige Tage ins Land gegangen – wir nähern uns schließlich mit großen Schritten dem Ende des ersten Quartals – doch nach den beiden vergangenen Pandemie-Jahren, bringt der nahende Frühling nun endlich etwas mehr Normalität zurück und damit etwas mehr Planungssicherheit. Es ist nun an der Zeit, aus der Krise zu lernen und das neu gewonnene Wissen so anzuwenden, dass wir mit unseren Kampagnen das Beste für unsere Reputation herausholen und 2022 zu einem erfolgreichen Jahr machen.

Damit das gelingt, habe ich drei Themen für Sie zusammengestellt, die für die Kommunikationsplanung 2022 in keinem Unternehmen fehlen dürfen:  

In Klimaschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit investieren

Da sowohl Verbraucher*innen als auch Investor*innen immer mehr Wert auf entschlossenes Handeln in Sachen Klimaschutz legen, können es sich Unternehmen nicht länger leisten, Klimaziele lediglich zu verkünden, dann aber keine geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Unternehmen werden inzwischen mehr denn je auf ihren Umgang mit der Umwelt und ihre Engagement gegen den Klimawandel geprüft. Sie sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Handlungen mit dem übereinstimmen, was sie nach außen kommunizieren. Eine klimaorientierte PR-Kampagne wird schließlich nicht funktionieren, wenn sie nicht authentisch ist.

Egal wie optimistisch Ihre externe Kommunikation auch sein mag, richtig authentisch wird sie erst, wenn auch wahres Engagement dahintersteckt. Ist das nicht der Fall, werden externe Stakeholder*innen die Illusion leicht durchschauen. Heutzutage sind Konsument*innen und Investor*innen leider daran gewöhnt, dass es sich bei Klimaschutzmaßnahmen oft um Greenwashing handelt und gerade deshalb wird ganz genau hingeschaut. Da der Druck von außen aber immer stärker wächst, sollten Unternehmen, die wenig bis gar keine Erfahrung in diesem Bereich haben, ihre Zeit effektiv nutzen und sich beispielsweise bei externen Berater*innen Unterstützung suchen. Sie können dem Unternehmen dann dabei helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen und konkrete, wirkungsvolle Maßnahmen vorschlagen.

Durch den Regel-Dschungel der sozialen Medien navigieren

Soziale Medien sind inzwischen ein Kernbestandteil jeder guten PR-Strategie und dürfen auch bei der Kommunikationsplanung nicht fehlen. Doch mit der zunehmenden Verbreitung und Nutzung wächst auch der Dschungel an Regularien. Die Aussage der Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen vor dem US-Senat 2021 machte auf den Schaden, den der Social-Media-Riese seinen Nutzern zufügt, aufmerksam, was wiederum dazu führt, dass Gesetze wie die Online Safety Bill im Vereinigten Königreich von Gesetzgebern intensiv geprüft werden.

Der Gesetzesentwurf besagt, dass Social-Media-Plattformen eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Nutzer*innen haben, um sie vor potenziell schädlichen Inhalten zu schützen. Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung für eine verantwortungsvolle Nutzung von sozialen Medien. Da Unternehmen verstärkt kontrolliert werden, müssen sie sicherstellen, dass sie bei rechtlichen Änderungen oder Regulationen immer auf dem neuesten Stand sind. Das bedeutet, dass sich Unternehmen mit den Richtlinien auseinandersetzen, sie verstehen und einhalten müssen, um soziale Medien als festen Kanal in ihre Kommunikationsplanung integrieren zu können.

Durch Mitarbeiterkommunikation Synergien schaffen

Nachdem Mitarbeiter*innen in den letzten beiden Jahren, die Vorteile des hybriden Arbeitens kennengelernt haben, bleibt es für die Mehrheit auch künftig das bevorzugte Modell, wie eine Studie von Slack zeigt. Viele Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter*innen bereits entscheiden, welches Modell sich am besten für sie eignet, also wann sie im Homeoffice, remote oder im Büro arbeiten möchten. Damit verbunden ändert sich allerdings auch die Kollaboration und der Austausch in den Teams.

Durch hybrides Arbeiten wird es Mitarbeiter*innen ermöglicht, ihre Arbeit mit dem eigenen Lebensstil in Einklang zu bringen. Das kann zu höherer Produktivität führen und das eigene Wohlbefinden positiv beeinflussen. Gleichzeitig kann es aber auch das Team spalten. Eine solche Spaltung ist sicherlich nicht die alleinige Schuld des Unternehmens oder der einzelnen Mitarbeiter*innen, sondern vielmehr eine natürliche Entwicklung, die durch den unregelmäßigen persönlichen Kontakt auftreten kann. Die Lösung für das Problem ist jedoch nicht unbedingt die Einführung einer Büro-Pflicht. Es geht vielmehr darum, die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern. Vor allem Änderungen innerhalb des Unternehmens sollten regelmäßig an alle Mitarbeiter*innen weitergegeben werden. Genau dieses Thema wird 2022 wichtiger denn je, denn hybrides Arbeiten ist nicht länger eine Zwischenlösung in der Hochphase der Pandemie, sondern ein festes Modell im Arbeitsalltag vieler Menschen. Ihre Kommunikationsplanung sollte also nicht nur die externe, sondern auch die interne Kommunikation berücksichtigen.  

Bei Firefly haben unsere Mitarbeiter*innen ebenfalls die Möglichkeit, frei zu entscheiden, wo sie arbeiten möchten. Ob vollständig remote oder vereinzelt im Homeoffice – alles ist möglich. Doch wir freuen uns auch immer, wenn wir uns live und in Farbe in unseren schönen Büros sehen. Zusätzlich wird über alle Ebenen hinweg regelmäßig und transparent kommuniziert, damit alle über die aktuellen Entwicklungen informiert sind und keine Missverständnisse aufkommen.

Auch wenn das Jahr schon wieder ein paar Tage alt ist, eignet sich der Zeitpunkt gut, um den eigenen Kommunikationsplan zu überarbeiten und seine Reputation zu verbessern. Wollen Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihre Reputation gestalten können? Dann laden Sie sich hier unseren Leitfaden zum Reputationsmanagement herunter.

Professionelle Kommunikation hat im Zuge der Pandemie stark an Bedeutung hinzugewonnen – das belegen Studien. Höchste Zeit also einen Blick auf die wichtigsten Trends und Entwicklungen in der Kommunikationsbranche zu werfen, let’s go! 

1. Ist Gendern schon normal?

Das Thema Gendern ist in der profesionnellen Kommunikation allgegenwärtig. Dennoch verfügen gerade einmal 20 Prozent der Unternehmen über verbindliche Regelungen in Bezug auf inklusives Schreiben. Diversität und Inklusion sind weitaus mehr als nur ein „nice to have“. Sie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Kultur und den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Wie lange es noch dauern wird, bis sich große Reden von Gerechtigkeit und Inklusion auch in unserem Schreiben stärker niederschlagen, bleibt abzuwarten. In jedem Fall wird Gendern immer wichtiger und professionelle Kommunikator*innen sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Initiativen wie das Projekt “andererseits” leisten hier bereits einen sehr wertvollen Beitrag. 

2. Mit Jürgen Habermas TikTok besser verstehen

Der Erfolg von TikTok ist kaum zu fassen. Um ihn doch etwas greifbarer zu machen, hilft ein Blick auf folgende Zahlen: TikTok war 2021 nicht nur die meist heruntergeladene App, sondern stieß bei Seitenaufrufen zusätzlich den Tech-Riesen Google vom Thron. Wer nach wie vor glaubt, dass TikTok kein relevanter Kanal für die professionelle Kommunikation ist, verpasst einen wichtigen Trend. Tagesschau und Co machen es vor: “PoliTikTok” – TikTok als Medium für politische Meinungsbilung

Was hat das nun mit Jürgen Habermas zu tun? Der Philosoph und Soziologe hat seine bahnbrechende Studie zum „Strukturwandel der Öffentlichkeit” von 1962 an die Mediengesellschaft 2.0 angepasst. Laut Habermas leben wir dank sozialer Medien in einer „redaktionellen Gesellschaft“, in der jede/r Einzelne die Möglichkeit hat, den öffentlichen Diskurs aktiv mitzubestimmen. Um in dieser Flut an neuen „Redakteur*innen“ auf Plattformen wie TikTok nicht unterzugehen, gilt es für professionelle Kommunikator*innen also mehr denn je zu zeigen, dass sie ihre Zielgruppen genau kennen und mit relevanten, qualitativ hochwertigen Inhalten versorgen.  

3. Bewegtbilder, weil Bilder bewegen

Auf Social Media erfolgreiche Unternehmen machen es vor: Kaum ein Post ohne die Einbindung von bewegten Bildern. Der Erfolg dieses leicht konsumierbaren Contents lässt sich leicht mit einem Blick auf unser Gehirn erklären. Das menschliche Gehirn ist grundsätzlich faul. Da es trotz seiner geringen Größe (2 Prozent der Gesamtmasse des menschlichen Körpers) für ein Fünftel des Energieverbrauchs verantwortlich ist, versucht es möglichst effizient vorzugehen. Kurze Videos verbrauchen wenig Kapazitäten und werden damit vom Gehirn bevorzugt konsumiert. Diese Muster des Gehirns muss professionelle Kommunikation bedienen, um erfolgreich zu sein. Ein Ausflug in die Neurowissenschaften lohnt sich also definitiv, um seine Kommunikation zu optimieren. Hier finden Sie einen ersten Einstieg in das Thema: Neurowissenschaften und Public Relations (PR) | Prof. Dr. Dieter Georg Adlmaier-Herbst 

Zwei Sekunden reichen und schon hat man sich verliebt, oder?

4. Thought Leadership bleibt die Königsdisziplin

In der Kommunikationsbranche geht es sehr viel um Personen und Formate, doch steht am Anfang jeder Art der Kommunikation nach wie vor eines: Die Botschaft. Um sich auf einem hochkompetitiven Markt zu positionieren, braucht es in aller erster Linie klar definierte Themen und entsprechende Expertise. Das gilt insbesondere auf den schnelllebigen Social-Media-Plattformen, wo man sich als Thought Leader von anderen Millionen von Micro-Influencern abheben muss. Wenn der Content relevant ist, nehmen sich gerade Entscheider*innen auch die erforderliche Zeit. Laut einer Studie investieren 54 Prozent der Entscheider*innen wöchentlich mehr als eine Stunde, um sich mit Thought-Leadership-Beiträge auseinanderzusetzen. Generell gilt: Aufmerksamkeit folgt Mehrwert. Das Ziel der Themenführerschaft sollte also in jeder kommunikativen Strategie eine zentrale Rolle einnehmen.  

5. Keine Relevanz ohne Purpose

Im Zuge der Digitalisierung und Globalisierung gleichen sich die Produkte und Dienstleistungen verschiedener Unternehmen zunehmend. Dementsprechend werden die übergeordneten Ziele und Werte eines Unternehmens immer wichtiger. Laut einer aktuellen Studie würden 57 Prozent der Befragten mehr für Produkte eines Unternehmens zahlen, das ihre Werte teilt. Für die Kommunikationsbranche folgt daraus, dass die jeweiligen Teilöffentlichkeiten mehr über das Unternehmen und dessen Geschichte(n) erfahren möchten. Also weniger ellenlange Produktbeschreibungen und mehr aussagekräftige Stories über den Purpose eines Unternehmens. 

Wie Sie sehen, tut sich in der Kommunikationsbranche einiges. Sicherlich könnte man diese Liste noch um ein Vielfaches erweitern, doch haben wir ja gelernt, dass unsere Gehirne echte Energiesparer sind. Schlank denken kann man sich außerdem auch nicht, insofern war’s das an dieser Stelle. 

Unsere 11 Top-Listen des Jahres 2021

Zahlen, Fakten und Analysen sind wichtige Bestandteile einer guten Content-Strategie. Der Blick nach hinten hilft deshalb häufig auch für die Planung nach vorne. Und für alle, die aus dem Rückblick für die Zukunft lernen wollen (oder nur Spaß an Jahreszusammenfassungen haben), hier ein (vorerst) letzter Blick zurück in das Jahr 2021 auf ein paar interessante, überraschende und ungewöhnliche Rankings*. Anschnallen, es geht los.

*vornehmlich aus Deutschland

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Von Faulheit und Fails

Das Top-Thema Cyber Security wird uns auch in Zukunft weiterhin begleiten. Wehe dem, der ein schwaches Passwort zur Sicherung seines Twitter-, E-Mail- oder gar Bank-Accounts verwendet. Derartige ‚Einladungen‘ knackt der Profi innerhalb von Sekunden.



Die häufigsten Passwort-Sünden des Jahres 2021

Platz 1: 123456

Platz 2: 123456789

Platz 3: 12345678

Ohne Worte! Nicht ganz. Das schlechte Passwort, das am vierthäufigsten verwendet wurde, lautet „Passwort“. Wortwörtlich.

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Erstmals überholt TikTok Google 2021 bei den Seitenaufrufen

Platz da, Google!

Unglaublich, aber wahr: 2021 hat TikTok Google vom Thron gestoßen. Zumindest in Sachen Seitenaufrufe. Cloudfare listet jährlich die beliebtesten Domains. 2020 noch auf Platz 7, ist TikTok 2021 der unbestrittene Platz 1. Sicherlich auch ein Pandemie-Profiteur, denn in tristen Zeiten verlangt es den Menschen nach lustigen, nachdenklichen, herzergreifenden und – letztlich – unterhaltsamen Videos, inklusive Soundtrack.


Die Top-Webseiten 2021

1.           TikTok.com

2.           Google.com

3.           Facebook.com

4.           Microsoft.com

5.           Apple.com

6.           Amazon.com

7.           Netflix.com

8.           YouTube.com

9.           Twitter.com

10.         WhatsApp.com

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Corona und Crypto

Hashtags sind das Schmieröl der Kommunikation auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram, TikTok, LinkedIn & Co. Jede Plattform hat seine eigenen Regeln, aber eins gilt für alle: #Hastags steigern Auffindbar- und Sichtbarkeit und damit auch das so wichtige Engagement der Community.


Die Top 10 der Hashtags auf Twitter

1             #corona

2             #bitcoin

3             #laschet

4             #impfung

5             #cdu

6             #btw21

7             #nft

8             #twitch

9             #berlin

10          #merkel


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Tolle Tweets teilen

Oder auch Neudeutsch: retweeten. Wer die meisten Retweets verzeichnen konnte? Drei politische Forderungen machen im Superwahl-, Corona- und Fußballjahr 2021 das Rennen.

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Youtuber Rezo meldet sich zur Bundestagswahl wieder zu Wort



Am häufigsten geteilte Tweets 2021

1.           YouTuber und Polit-Influencer Rezo

2.           Brief an die Bundesregierung vom Twitter-Nutzer René Engel

3.           Kevin Albrecht mit seinem Aufruf Farben der Regenbogenflagge zum EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn zu tragen

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What’s hot im Hier und Jetzt?

Was wird wo genau jetzt gesucht? Trend-Suchen sind die „hot topics“ des Augenblicks: Abrufbar in Echtzeit und nach Regionen filterbar. Bei sinnvoller Nutzung können sie wertvolle Informationen für Marketing und Suchmaschinenoptimierung liefern. So kann man beispielsweise die „content freshness“ der eigenen Inhalte überprüfen und alte Inhalte gegebenenfalls aktualisieren. Auch ein Rädchen im großen SEO-Getriebe.

Was hier und jetzt heiß ist, findet man hier. Was 2021 heiß war hier:


Meistgesuchten Begriffe bei Google

1.           EM 2021

2.           Bundestagswahl 2021

3.           Corona

4.           Bundesliga

5.           Olympia


Häufigste Schlagzeilen Suchbegriffe 2021

1.           Bundestagswahl 2021

2.           Corona

3.           Zapfenstreich Merkel

4.           Afghanistan

5.           Israel

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Wieso, weshalb, warum?

Besonders beliebte und häufige Longtail-Suchen sind Fragen. Die Suchenden wollen wissen, wie etwas funktioniert oder warum etwas so ist, wie es ist. Antworten finden Sie dann meist, häufig, manchmal auf Google.



Warum-Fragen

1.           Warum geht Whatsapp nicht?

2.           Warum trägt Rüdiger eine Maske?

3.           Warum ist Dieter Bohlen nicht mehr bei DSDS?

4.           Warum geht Roblox nicht?

5.           Warum ist der Himmel gelb?

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Zwei Trends sind stärker als einer: Spieleplaltform Roblox trifft auf Netflix Serien-Hype Squid Game


Was-Fragen

1.           Was kostet ein PCR-Test?

2.           Was ist das Kuba-Syndrom?

3.           Was ist mit Whatsapp los?

4.           Was ist 2G plus?

5.           Was bedeutet rawr?


Wie-Fragen

1.           Wie lange ist ein Schnelltest gültig?

2.           Wie alt ist die Queen?

3.           Wie lange dauert ein PCR-Test?

4.           Wie alt ist Thomas Gottschalk?

5.           Wie alt ist Helene Fischer?

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Auf der Meta-Ebene

Im Metaverse hat sich 2021 einiges getan. Hier aber mal die Highlight-Themen der Social-Media-Plattformen nach Unternehmensaussage.

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Top Themen auf Facebook und Instagram (in no particular order / in keiner bestimmten Reihenfolge)

•             Bundestagswahl

•             Fußball (EM und DFB Pokal)

•             Corona und impfen

•             Umweltschutz

•             Der Berliner Flughafen

•             LGBTIQ+.

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Bewegtbild des kleinen Mannes

Ob im Blog-Post, Social-Media-Kommentar oder Group-Chat: GIFs (gifs oder jifs?) sind das Next-Level-Emoji der lockeren Kommunikation. Auch wenn unter 30-jährige dem Trend wohl bereits abschwören. Die Plattform Giphy listet die Top-Favoriten aus 2021.

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Baby Yoda tanzt sich auf Platz 10 der Giphy-Charts 2021


Die 10 beliebtesten GIFs des Jahres

1.           Langeweile bei The Office

2.           Der müde Kater Tom

3.           Schock beim British Bake off

4.           Trauriger Pikachu

5.           Zwinkerer von Agnes Harkness (ein Disney+-Serien Charakter)

6.           „Happy Birthday“ von Peppa Pig

7.           The Weekend beim Superbowl

8.           Daphne Bridgerton

9.           Tanzendes Küken

10.         Happy Baby Yoda

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Was denken Sie? Sind diese Listen spannend, interessant, nützlich oder schlicht amüsant?

Welche Top-Listen fehlen? Welche würden Sie sich wünschen? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare.

Im Sommer 1962 sang Nat King Cole über Those Lazy, Hazy, Crazy Days of Summer“ (Die faulen, schwülen, verrückten Tage des Sommers).

Seitdem hat sich vieles geändert, manches ist aber auch gleich geblieben. Trotz immer mehr Klimaanlagen werden wir immer noch von der Helligkeit und Wärme der Sonne von unseren Schreibtischen weggelockt – und das ist auch gut so. In Europa befinden wir uns jetzt in der Hochsommerzeit. Entweder warten wir darauf, in unseren wohlverdienten Urlaub zu gehen oder wir vertreten unsere Kolleg:innen, die genau das tun. Ganz gleich, ob Sie in einem Airbnb am Meer übernachten oder Ihren Laptop für einen Urlaub einmotten, diese Zeit wird oft als Sommerloch bezeichnet. In Deutschland gibt es im August keine vollständige Betriebsruhe wie immer noch teilweise in Südeuropa, aber Projekte und Abgabetermine werden gerne um ein paar Wochen verschoben. Folgend finden Sie ein paar Tipps, wie Sie die Sommermonate genießen können und Ihre Kommunikation trotzdem aufrechterhalten.

Faul? Ja, bitte.

Urlaub ist die Zeit, in der Sie sich eine digitale Auszeit gönnen, Ihre Zehen ins Meer tauchen, in einem Gebirgsbach waten, einfach die Natur genießen und sich erfrischen und verjüngen. Die bekannte US-Amerikanische Sängerin Dolly Parton sagte einmal: „Seien Sie nicht so sehr damit beschäftigt, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, dass Sie vergessen, sich um Ihr Leben zu kümmern.“ Denken Sie jedoch daran, dass Ihre Kommunikations- und Marketingaktivitäten keinen Sommerurlaub machen können. Auch in den Sommermonaten muss die Marke gepflegt und die Reputation des Unternehmens weiter ausgebaut werden. Nehmen Sie sich persönlich eine Auszeit, aber halten Sie den Kommunikationsschwung des Unternehmens aufrecht. Bringen Sie Ihre Kampagnen auf den Weg oder stellen Sie sie in die Warteschlange, insbesondere für die oft verrückte Zeit im September.

Die Sommermonate bieten oft auch eine gute Möglichkeit, sich mit der Personalabteilung zusammenzusetzen, um die Meinungen und Bedenken der Mitarbeiter zu hören – und, was noch wichtiger ist, darauf zu reagieren. Wenn Sie die Kommunikation nutzen, um einen guten internen Ruf aufrechtzuerhalten, wird sich dieser auch nach außen hin widerspiegeln.

Schwül? Ja, sicher, aber bitte den Fokus behalten

Es ist schon eine Weile her, dass Sie Ihren Plan für 2021 erstellt haben –  sieben Monate sind vergangen. Erinnern Sie sich und Ihr Team daran, was Sie sich für dieses Jahr vorgenommen haben und erreichen wollen. Sie haben noch fünf Monate vor sich, einschließlich August. Konzentrieren Sie sich. Womit müssen Sie beginnen, womit sollten Sie aufhören, was sollten Sie verstärken, um Ihre Kommunikationsziele für 2021 zu erreichen?

Ihr Marktanteil oder Ihr Branchenanteil mag heiß sein wie die Mittagssonne, aber werden Sie nicht zu selbstgefällig. Wahrscheinlich haben Ihre Konkurrenten bemerkt, wie gut es Ihnen geht, und wollen Sie nun in den Schatten stellen. Stellen Sie sicher, dass Sie über Markttrends auf dem Laufenden bleiben und Ihre Sprecher:innen in die wichtigsten aktuellen Gespräche einbeziehen, um zu zeigen, dass Sie immer noch ein Ohr am Puls der Zeit haben und den Weg vorgeben. Der Sommer ist da, aber die Welt steht ganz sicher nicht still – und das kann sich auch kein Unternehmen leisten.

Verrückt? Der September ist jedes Jahr ein verrückter Monat.

Der September ist zwar immer noch ein Sommermonat, aber es finden mehr Meetings statt, Vertriebs- und Marketingkampagnen nehmen an Umfang zu, viele Initiativen, die pausiert wurden, werden wieder aufgenommen. Und das alles, weil die Menschen nach ihrem Urlaub wieder an die Arbeit gehen. Der Terminkalender für Networking und Veranstaltungen beginnt sich zu füllen, und dieses Mal werden es wahrscheinlich mehr physische Veranstaltungen sein und nicht nur virtuelle.

Es ist an der Zeit, wieder eine gute Routine zu etablieren, super produktiv zu sein und das Beste aus den verbleibenden vier Monaten bis zum Jahresende zu machen.

Meine Tipps für hohe Produktivität:

  • Achten Sie auf ausreichend Schlaf. Je nach Typ zwischen 6-8 Stunden. Verlassen Sie das Bett und beginnen Sie den Tag mit Feuer und Flamme!
  • Gönnen Sie sich kleine Pausen oder eine kleine Auszeit, um sich aufzuladen. Ein 20-minütiger Mittagsschlaf wirkt Wunder.
  • Frühstücken Sie wie ein:e König:in, essen Sie zu Mittag wie ein:e Prinz:essin und zu Abend wie ein armer Schlucker. Das vertreibt die Lethargie und bringt den Motor in Schwung.
  • Wenn Sie wieder pendeln müssen, nutzen Sie Ihre Auszeiten. Hören Sie während der Fahrt Podcasts oder Hörbücher. Lesen Sie und nähren Sie Ihren Geist
  • Nehmen Sie sich ein Beispiel an Elon Musk: Nehmen Sie nicht an Meetings teil, wenn Sie nichts beizutragen haben. Meetings können fünf Minuten lang sein und müssen selten länger als 45 Minuten dauern.
  • Schaffen Sie die schwierigen Dinge aus dem Weg, bevor sie Sie auffressen. Führen Sie eine To-Do-Liste und streichen Sie jeden Tag ein paar schwierige Aufgaben.
  • Seien Sie rücksichtslos mit Ihrer Zeit, niemals mit Menschen.

Die B-Seite von „Lazy, Crazy Days” ist „In the Cool of the Day”

Oft sind es die Sommermonate, in denen Strategien und Pläne überarbeitet und neue Instrumente ausprobiert und getestet werden können.

Wenn Sie z. B. eine neue Strategie für soziale Medien ausprobieren, legen Sie nicht einfach den Schalter um und schalten die alte aus. Verlagern Sie nicht alle Bemühungen auf andere Kanäle oder ändern Sie Ihren Tonfall komplett. Führen Sie kleine Pilotversuche durch und achten Sie darauf, die Ergebnisse zu überprüfen und zu analysieren. Wenn sie gut sind, bauen Sie die neue Strategie aus. Bleibt es bei den besseren Ergebnissen, ist es an der Zeit, Ihre Social-Media-Strategie komplett zu überarbeiten. Jede größere Veränderung dieser Art muss auf einer Analyse beruhen, nicht auf bloßen Vermutungen.

Genießen Sie den Rest des Sommers, genießen Sie die faulen, schwülen, verrückten Tage….

Wir sind heute in der Lage, 24 Stunden am Tag, 7 Tagen die Wochen zu sehen, hören oder lesen, was in der Welt passiert. Dank der sozialen Medien können wir zudem sofort auf Geschichten und Trends reagieren. Sei es mit einem Like, einem Kommentar, einem eigenen Post oder der Teilnahme an einer Diskussion. Jede:r kann heute Sender sein und sich zu Nachrichten äußern. Das gilt genauso auch für Unternehmen und Marken. Tatsächlich sehen wir immer häufiger, dass Marken zu polarisierenden Themen Stellung beziehen, um zu zeigen, dass auch sie einen Standpunkt vertreten. Doch manchmal sind Unternehmen und Marken zu schnell mit ihren Kommentaren bei der Hand. Oder sie denken nicht richtig darüber nach, weil sie zu sehr darauf bedacht sind, in die Diskussion einzusteigen, bevor sie abebbt. Wie bei jeder Kommunikation gilt auch hier: Das kann sich auf die Reputation des Unternehmens auswirken.

Viele erinnern sich wahrscheinlich noch an die umstrittene Pepsi-Werbung von Kendall Jenner, die in den sozialen Medien für Empörung sorgte, weil sie die Black-Lives-Matter-Bewegung verharmloste oder an die VW-Werbung auf Instagram, in der ein dunkelhäutiger Mann von einer weißen Hand weggeschnippt wurde. Auch der Zeitpunkt ist ein entscheidender Faktor: Als am Tag des Endspiels der EURO 2020 der Brite Richard Branson mit seiner Rakete kurz die Erde verlassen hat, haben das wahrscheinlich nur wenige Bürger:innen im Vereinigten Königreich mitbekommen. Es war sicherlich ein großer Moment für Virgin und Richard Branson, aber wenn man mit dem Finale eines Fußballspiels konkurriert, an dem ein  Land seit 55 Jahren nicht mehr teilgenommen hat, wird man in den Medien wahrscheinlich nicht viel Beachtung finden. Die Menschen haben erst nach dem Wochenende bemerkt, dass Branson ins All geflogen ist, aber da war der Moment schon vorbei.

Nicht jede Kampagne zu gesellschaftlich relevanten Themen führt zu überragenden Ergebnissen oder erreicht jedes Mal die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ganz ehrlich, wenn wir die Nachrichtenagenda eine Woche im Voraus vorhersagen könnten, dann wäre das der Gamechanger in der PR. Was wir stattdessen machen, ist, unsere Kampagnen strategisch zu planen und Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass sie nicht völlig ins Leere laufen. Dabei hilft uns auch die folgende Checkliste:

Vorsicht bei der Themenwahl

Sich bei der eigenen Kommunikation an der Nachrichtenagenda zu orientieren gleicht einem Spießroutenlauf. Wenn man sich an heikle Themen anhängt, dann kann das auch ziemlich in die Hose gehen. Letztes Jahr haben viele Marken auf den Tod von George Floyd und die Proteste von Black Lives Matters reagiert und sich solidarisch gezeigt. Doch für einige Unternehmen war das wie ein Stich in ein Wespennest. In der Folge brachten Mitarbeiter:innen und Kunden Geschichten darüber an die Öffentlichkeit, wie das Unternehmen Minderheiten diskriminiert. Wenn Sie sich also für ein heikles Thema entscheiden, sollten Sie sicher sein, dass Ihre Kommunikation identisch mit Ihren Handlungen ist. Wenn nicht, wird die Öffentlichkeit schnell durchschauen, dass Sie nur ein aktuell großes Thema für Ihre Marke nutzen wollen.

Nehmen Sie sich Zeit für Details

In der heutigen schnelllebigen digitalen Welt wollen Marken und Unternehmen Nachrichten so schnell wie möglich für sich nutzen. Sie wollen sicherstellen, dass sie Teil des Gesprächs werden, solange das Thema heiß ist. Aber wenn wir schnell arbeiten, sehen wir manchmal nicht die Details. Achten Sie darauf, dass immer Korrektur gelesen wird, um inhaltliche oder Rechtschreibfehler sowie Zeichensetzung zu überprüfen.

Viele Hände machen die Arbeit leichter und oft besser

Wenn wir eine große PR-Idee oder -Kampagne planen, dann versuchen wir die Meinung möglichst vieler Menschen, auch aus anderen Bereichen, einzuholen. Denn oft ist man selbst von einer Idee so überzeugt, dass mögliche Folgen oder Stolperfallen ausgeblendet werden. Unabhängig davon, ob es sich um interne oder externe Personen handelt, sollten Sie darauf achten, dass Sie Meinungen und Feedback von verschiedenen Ethnien, Geschlechtern und Nationalitäten einholen.

Passen Sie Ihre Kampagne an jedes Land an

Wenn Sie an einer internationalen Kampagne arbeiten, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie nicht einfach einen pauschalen Ansatz wählen können. Jedes Land hat zum Beispiel seinen eigenen Humor, eine unterschiedliche Kultur und ganz generell verschiedene Arten der Kommunikation miteinander. Was in einem Land oder einer Region harmlos neutral ist, kann in einem anderen Land oder einer anderen Region beleidigend sein. Informieren Sie sich also und lassen Sie sich von Kolleg:innen oder Agenturpartnern dabei helfen, herauszufinden, was funktioniert.

Behalten Sie die Nachrichten im Auge

2020 wurden aufgrund des Coronavirus alle unsere Marketing- und Kommunikationspläne über den Haufen geworfen. Die Pandemie hat auch dazu geführt, dass Marketer achtsamer und bewusster Planen, weil sie wissen, wie schnell sich Pläne ändern können. Dabei ist es immer eine gute Idee, die Nachrichten im Auge zu behalten, um zu sehen, ob aktuelle Meldungen Ihre Kampagne beeinflussen und Ihre Marke oder Ihr Unternehmen unsensibel erscheinen lassen könnten. Und wenn Sie auf ein bestimmtes Ergebnis setzen, z. B. bei einem Fußballspiel, sollten Sie einen Plan B haben oder sogar zwei Kampagnen vorbereiten, damit Sie auf beide Ergebnisse vorbereitet sind.

Planen Sie für das Worst-Case-Szenario

Egal wie gut Sie sich vorbereiten, ein Unsicherheitsfaktor bleibt immer: Sie können nicht genau vorhersagen, wie Ihre Kampagne beim Publikum ankommen wird. Daher ist es wichtig, auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein und einen Plan zu haben, um schnell auf Gegenwind oder Negativität zu reagieren. Wie Sie zum Beispiel ihren CEO besser auf ein Krisenszenario vorbereiten, erfahren Sie im Blogbeitrag von unserer CEO Claire Walker.

Wie groß oder klein Ihre Kampagne oder PR-Idee auch sein mag, Sie können nicht immer alles richtig oder es allen recht machen. Aber es hilft, vorsichtig zu sein und immer wieder zu überprüfen, ob es wirklich das ist, was Sie Ihrem Publikum sagen wollen. Da heute jede:r über die sozialen Medien und das Internet mitsprechen kann, werden Fehler mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgegriffen, egal wie klein sie sind. Dann kommt es darauf an, wie Sie darauf vorbereitet sind und reagieren.

Corona hat viele Mitarbeiter:innen an die Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. Mehrarbeit und Kinderbetreuung im Homeoffice und kaum soziale Kontakte stellen eine erhebliche Belastung dar.

Als Unternehmer:in muss man sich bewusst sein, dass unglückliche Mitarbeiter:innen eine Gefahr für die Reputation des Unternehmens darstellen. Dabei müssen es keine großen Skandale sein. Der Ruf eines Unternehmens basiert auf allem was über es gesagt wird – extern und intern. Etwas, das der Fall Goldmann Sachs beispielhaft aufzeigt: Aufgrund „inhumaner“ Arbeitszeiten von jüngeren Mitarbeiter:innen, die durch eine öffentlich gewordenen interne Umfrage aufgedeckt wurden, schenkte das Unternehmen diesen „Beileidskörbe“. Aber ein Mitarbeiter war der Meinung, dass das Unternehmen „mehr tun sollte“. Diese Diskussion wurde öffentlich und hat der Reputation von Goldmann Sachs als Arbeitgeber erheblichen Schaden zugefügt und vielleicht auch darüber hinaus.

Doch was können Unternehmen tun, damit sich Mitarbeiter:innen wertgeschätzt fühlen? Wichtig dabei ist, Probleme anzuerkennen, zu analysieren und aktiv dagegen vorzugehen. Die interne Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Der Status Quo als Startpunkt

Eine starke interne Kommunikation kann dazu beitragen, die Unternehmenskultur zu fördern, Engagement aufzubauen und den Mitarbeiter:innen zu helfen, sich sowohl physisch als auch emotional sicher zu fühlen. Bevor Sie sich jedoch daran machen, die internen Probleme eines Unternehmens anzugehen, müssen Sie die aktuelle Stimmung in der Belegschaft verstehen.

Dafür müssen Sie mit den Menschen zu sprechen, die es direkt betrifft – den Mitarbeiter:innen. Im Fall von Goldman Sachs ist es unwahrscheinlich, dass diese alle freiwillig lange arbeiten. Wahrscheinlicher ist, dass dies eine in der Unternehmenskultur verwurzelte Erwartung ist. Doch solche internen Erwartungshaltungen können auch kurzfristig entstehen, zum Beispiel durch große Veränderungen in den Arbeitsweisen. Die Pandemie hat die Arbeitskultur in zahlreichen Unternehmen letztes Jahr nachhaltig verändert. Die Herausforderung besteht nun darin, den kulturellen Status-Quo herauszufinden.

In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, zu prüfen, wie die aktuelle Mission und Vision des Unternehmens innerhalb der Belegschaft resonieren und ob die Mitarbeiter:innen den Wert ihrer Arbeit verstehen. In diesen Gesprächen lässt sich zudem herausfinden, welche Verhaltensweisen unter Kolleg:innen belohnt werden und welche nicht. Aus den Ergebnissen können dann überzogene kulturelle Erwartungen herausgelesen und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ehrlichkeit braucht Sicherheit

Damit Mitarbeiter:innen ihre Meinung offen und eventuell kritisch äußern, müssen Sie eine Umgebung schaffen, in der sie psychologisch sicher sind und verschiedene und einfache Möglichkeiten anbieten, diese Gespräche zu führen. Denn nicht jeder Mensch ist gleich. Daher wollen manche lieber persönlich oder per Telefon sprechen, andere wollen sich eher schriftlich ausdrücken. Unternehmen sollten deshalb so viele Kommunikationswege anbieten wie möglich und das auch anonym. Anonymes Feedback ist oft ehrlicher sowie direkter und daher aufschlussreicher. Um auch Momentaufnahmen zu bekommen, können zudem Echtzeit-Plattformen eingerichtet werden, die Mitarbeiter:innen ermöglichen, sich direkt in dem Moment, wenn Ihnen etwas negativ oder positiv auffällt, zu äußern. Bleiben Mitarbeiter:innen auf Problemen sitzen, vergessen sie sie entweder oder sie werden größer.

Eine zusätzliche Möglichkeit, ist ein Feedback-Prozess nach dem “ Start- Stop-Continue”-Prinzip. So können die Mitarbeiter ansprechen, was für sie funktioniert, was nicht, und welche neuen Ergänzungen oder Methoden für sie hilfreich wären. Auf diese Weise ist es viel einfacher, Probleme zu diagnostizieren und gleichzeitig Lösungen zu finden – zwei Fliegen mit einer Klappe!

4 Tipps für gute interne Kommunikation

Sobald die Probleme erkannt wurden, ist es an der Zeit, über die interne Kommunikation nachzudenken. Bevor Sie entscheiden, was gesagt werden soll, überlegen Sie, wer es sagen soll. Sollte die Ankündigung von Teamleiter oder Teamleiterin kommen oder ist sie eher für eine Person aus der Geschäftsführung geeignet? Die Mitarbeiter:innen werden diese Interaktionen auf unterschiedliche Weise aufnehmen. Das Zuschneiden der internen Sprecher:innen auf bestimmte Arten der Kommunikation ist dabei sehr hilfreich, um die richtigen Reaktionen auszulösen.

Zudem geht es bei der internen Kommunikation nicht nur darum, auf Probleme zu reagieren oder wichtige Unternehmensankündigungen zu kommunizieren. Sie ist ein Weg, um die Belegschaft verbunden, engagiert und begeistert zu halten.

Hier sind vier Tipps für eine langfristig bessere interne Kommunikation:

  1. Teilen Sie alle Nachrichten auch intern: Die Distribution von Nachrichten an externe Quellen ist enorm wichtig und ein großer Teil der Arbeit von Kommunikationsexpert:innen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass der interne Austausch von Neuigkeiten genauso wichtig ist. Dabei müssen die Ankündigungen nicht immer groß sein, halten Sie einfach alle auf dem Laufenden.
  2. Nehmen Sie sich Zeit, um die kleinen Erfolge zu feiern: Wir konzentrieren uns oft nur auf die großen Erfolge. Aber nehmen Sie sich auch für die kleinen Erfolge Zeit. Für viele Mitarbeiter:innen sind sie es, die den Arbeitsalltag zu etwas besonderem machen.
  3. Machen Sie Feedback zu Ihrem besten Freund: Feedback ist alles. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Feedback von den Mitarbeiter:innen zu bekommen, versuchen Sie vielleicht, ein neues Umfragetool einzuführen oder den Feedback-Prozess zu incentivieren. Sie müssen das Problem kennen, bevor sie es beheben können.
  4. Stellen Sie die Mitarbeiter:innen in den Mittelpunkt: Bei allem, was Sie tun, sollten die Mitarbeiter:innen immer an erster Stelle stehen. Das Ziel ist ein Arbeitsplatz, an dem sich die Mitarbeiter:innen sowohl physisch als auch emotional sicher fühlen. Engagierte und glückliche Mitarbeiter:innen führen zu einer gesunden internen Arbeitskultur!

Wenn Sie Hilfe bei Ihrer internen Kommunikation benötigen, werfen Sie einen Blick auf unseren Leitfaden interne Kommunikation oder unsere Services. Oder kontaktieren Sie uns einfach.

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