Facebook hat in seinem relativ kurzen, dafür aber turbulenten Bestehen bereits eine ganze Reihe von Krisen erlebt. Zuletzt geriet der Social-Media-Riese durch die Whistleblowerin Frances Haugen unter Druck. Sie enthüllte den negativen Einfluss, den der Algorithmus des Unternehmens auf die Welt hat. Er führe zu Gewalt und  Spalte die Gesellschaft. Zudem sprach sie darüber, wie schädlich die Plattform Instagram für die psychische Gesundheit ist (Quelle: Handelsblatt). Trotz dieser negativen Schlagzeilen gab Facebook Anfang des Jahres seine Umbenennung in Meta bekannt. Verbunden mit diesem Rebranding will sich der Konzern folglich stärker auf das Metaverse konzentrieren und weniger auf soziale Medien.

Mehr Infos zum Metaverse finden Sie in einem Beitrag unseres UK-Teams: The metaverse: fear or freedom for humanity and communication?

Während es aus Facebooks Sicht logisch erscheint, ein Rebranding durchzuführen – üblicherweise passiert das bei Unternehmen alle 7 bis 10 Jahre (Firefly eingeschlossen!) – denken Facebook-Skeptiker wahrscheinlich, dass es sich dabei lediglich um einen kosmetischen Eingriff handelt, um eine Reihe von Missständen und Fehlern zu vertuschen. Ein Rebranding ergibt durchaus Sinn, wenn ein Unternehmen eine neue Vision und neue Ziele verfolgt. Deshalb ist auch die Umbenennung von Facebook in Meta nachvollziehbar, denn die Ziele und Visionen richten sich nun am Metaverse aus. Doch bei Facebook (und vielen anderen, auf die ich noch zu sprechen komme), kann das Rebranding auch eine Maßnahme zur Rettung der eigenen Reputation sein, was mich wiederum zu der Frage führt, ob das tatsächlich möglich ist.

Mit der Zeit gehen – Warum Unternehmen ein Rebranding durchführen 

Facebook ist nicht das erste und wird auch nicht das letzte Unternehmen sein, dass ein Rebranding durchführt. Insbesondere in Folge von negativen Schlagzeilen. Tatsächlich nehmen viele Unternehmen im Laufe der Zeit eine Komplettüberholung vor. Und oft ist genau das der Grund, weshalb sich große Marken so lange halten. Als McDonalds beschloss, seine Restaurants von der verspielten Ronald-McDonald-Kinder-Kultur in eine moderne Café-Kultur zu verwandeln, befand sich das Unternehmen in einer großen Krise. Der Dokumentarfilm „Super Size Me“ deckte verschiedene gesundheitliche Bedenken im Zusammenhang mit den Produkten von McDonalds auf. Das führte zu Gewinneinbrüchen und hatte bei den Verbraucher*innen einen schlechten Beigeschmack (kein Wortspiel beabsichtigt).

Der Gillette-Werbespot von 2019, der den neuen Slogan der Marke ankündigte und auf die Diskussionen um #MeToo und toxische Männlichkeit Bezug nahm, spaltete die Meinungen. Einige sahen in der Änderung des 30 Jahre alten Slogans einen frischen „Look“. Andere wiederum beschlossen, die Marke zu boykottieren, da sie die Neuausrichtung als „feministische Propaganda“ und „Entmannung“ wahrnahmen. Gillette verteidigte die Kampagne und hielt trotz der Empörung an dem neuen Auftritt fest. 

Ein Rebranding kann auch durch eine*n neue*n CEO, ein neues Führungsteam oder eine Fusion oder Übernahme eines anderen Unternehmens angestoßen werden. Auch der Wunsch nach globaler Expansion, zieht häufig ein Rebranding mit sich, um das neue Publikum besser anzusprechen. Unabhängig davon, aus welchem Grund sich ein Unternehmen für ein Rebranding entscheidet, kann es von vielen Reputationsvorteilen profitieren. Wenn es allerdings nicht richtig umgesetzt wird, birgt es zahlreiche Risiken.

Achten Sie nicht nur auf die Optik  

Eine beschädigte Reputation durch ein Rebranding zu retten, braucht vollsten Einsatz und jeder Schritt sollte sorgfältig geprüft werden. Ein Rebranding ist schließlich weit mehr als eine optische Veränderung. Ihre Zielgruppe wird sofort erkennen, wenn es sich um eine oberflächliche Maßnahme statt einen ganzheitlichen Wandel handelt. Denken Sie also daran, innerhalb und außerhalb des Unternehmens tiefgreifende Veränderungen voranzutreiben.

Sollten Sie über diesen Schritt für Ihr Unternehmen nachdenken, helfen die folgenden Tipps dabei, das Rebranding durchzuführen und Ihre Reputation zu verbessern:

  1. Stellen Sie sicher, dass alle Stimmen vertreten sind. Ein Rebranding ist ein riesiges Projekt, vor allem, wenn es sich um ein großes Unternehmen handelt. Es ist wichtig, dass solche Entscheidungen gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Unternehmen getroffen werden. Basecamp musste dies auf die harte Tour erfahren, als ein Drittel der Mitarbeitenden kündigte, nachdem der CEO in einem Blog gesellschaftliche und politische Gespräche am Arbeitsplatz untersagt hatte.
  2. Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Es ist schön und gut, in den sozialen Medien und in der Presse die großen Veränderungen in Ihrem Unternehmen anzukündigen. Doch wenn diese Änderungen im Unternehmen nicht schnell zu spüren sind, werden sich die Mitarbeitenden gegen Sie stellen. Ist beispielsweise Diversity der Fokus, stellen Sie sich die Frage, ob Ihr Vorstand ein gutes Beispiel für Vielfalt in der Belegschaft ist. Wollen Sie Ihr Unternehmen nachhaltiger gestalten? Legen Sie offen, welche Schritte Sie unternehmen, damit Mitarbeitende und die Öffentlichkeit Ihre Pläne verstehen und verfolgen können.
  3. Definieren Sie Ihr Messaging. Es ist wichtig, dass Sie den Ton für Ihr neuausgerichtetes Unternehmen angeben. Überlegen Sie genau, wie Sie über Ihr Unternehmen sprechen wollen und wie die Stakeholder*innen diese Botschaften unterstützen können.
  4. Nutzen Sie das Momentum. Wenn ihr Rebranding in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt hat, sollten Sie das unbedingt nutzen und die Kommunikation aufrechterhalten. Verbreiten Sie Ihr neues Messaging und bleiben Sie dran. Es kann etwas dauern, bis sich die Menschen daran gewöhnt haben.
  5. Bereiten Sie sich auf (kleine) Rückschläge vor. Ein Rebranding ist kompliziert und birgt große Risiken – selbst die größten Unternehmen tun sich damit schwer. Sie sollten deshalb sicherstellen, dass Sie ein Rebranding aus den richtigen Gründen durchführen. Und kalkulieren Sie Reaktionen oder mögliche Rückschläge seitens der Mitarbeitenden oder der Öffentlichkeit unbedingt ein. 

Im Sommer 1962 sang Nat King Cole über Those Lazy, Hazy, Crazy Days of Summer“ (Die faulen, schwülen, verrückten Tage des Sommers).

Seitdem hat sich vieles geändert, manches ist aber auch gleich geblieben. Trotz immer mehr Klimaanlagen werden wir immer noch von der Helligkeit und Wärme der Sonne von unseren Schreibtischen weggelockt – und das ist auch gut so. In Europa befinden wir uns jetzt in der Hochsommerzeit. Entweder warten wir darauf, in unseren wohlverdienten Urlaub zu gehen oder wir vertreten unsere Kolleg:innen, die genau das tun. Ganz gleich, ob Sie in einem Airbnb am Meer übernachten oder Ihren Laptop für einen Urlaub einmotten, diese Zeit wird oft als Sommerloch bezeichnet. In Deutschland gibt es im August keine vollständige Betriebsruhe wie immer noch teilweise in Südeuropa, aber Projekte und Abgabetermine werden gerne um ein paar Wochen verschoben. Folgend finden Sie ein paar Tipps, wie Sie die Sommermonate genießen können und Ihre Kommunikation trotzdem aufrechterhalten.

Faul? Ja, bitte.

Urlaub ist die Zeit, in der Sie sich eine digitale Auszeit gönnen, Ihre Zehen ins Meer tauchen, in einem Gebirgsbach waten, einfach die Natur genießen und sich erfrischen und verjüngen. Die bekannte US-Amerikanische Sängerin Dolly Parton sagte einmal: „Seien Sie nicht so sehr damit beschäftigt, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, dass Sie vergessen, sich um Ihr Leben zu kümmern.“ Denken Sie jedoch daran, dass Ihre Kommunikations- und Marketingaktivitäten keinen Sommerurlaub machen können. Auch in den Sommermonaten muss die Marke gepflegt und die Reputation des Unternehmens weiter ausgebaut werden. Nehmen Sie sich persönlich eine Auszeit, aber halten Sie den Kommunikationsschwung des Unternehmens aufrecht. Bringen Sie Ihre Kampagnen auf den Weg oder stellen Sie sie in die Warteschlange, insbesondere für die oft verrückte Zeit im September.

Die Sommermonate bieten oft auch eine gute Möglichkeit, sich mit der Personalabteilung zusammenzusetzen, um die Meinungen und Bedenken der Mitarbeiter zu hören – und, was noch wichtiger ist, darauf zu reagieren. Wenn Sie die Kommunikation nutzen, um einen guten internen Ruf aufrechtzuerhalten, wird sich dieser auch nach außen hin widerspiegeln.

Schwül? Ja, sicher, aber bitte den Fokus behalten

Es ist schon eine Weile her, dass Sie Ihren Plan für 2021 erstellt haben –  sieben Monate sind vergangen. Erinnern Sie sich und Ihr Team daran, was Sie sich für dieses Jahr vorgenommen haben und erreichen wollen. Sie haben noch fünf Monate vor sich, einschließlich August. Konzentrieren Sie sich. Womit müssen Sie beginnen, womit sollten Sie aufhören, was sollten Sie verstärken, um Ihre Kommunikationsziele für 2021 zu erreichen?

Ihr Marktanteil oder Ihr Branchenanteil mag heiß sein wie die Mittagssonne, aber werden Sie nicht zu selbstgefällig. Wahrscheinlich haben Ihre Konkurrenten bemerkt, wie gut es Ihnen geht, und wollen Sie nun in den Schatten stellen. Stellen Sie sicher, dass Sie über Markttrends auf dem Laufenden bleiben und Ihre Sprecher:innen in die wichtigsten aktuellen Gespräche einbeziehen, um zu zeigen, dass Sie immer noch ein Ohr am Puls der Zeit haben und den Weg vorgeben. Der Sommer ist da, aber die Welt steht ganz sicher nicht still – und das kann sich auch kein Unternehmen leisten.

Verrückt? Der September ist jedes Jahr ein verrückter Monat.

Der September ist zwar immer noch ein Sommermonat, aber es finden mehr Meetings statt, Vertriebs- und Marketingkampagnen nehmen an Umfang zu, viele Initiativen, die pausiert wurden, werden wieder aufgenommen. Und das alles, weil die Menschen nach ihrem Urlaub wieder an die Arbeit gehen. Der Terminkalender für Networking und Veranstaltungen beginnt sich zu füllen, und dieses Mal werden es wahrscheinlich mehr physische Veranstaltungen sein und nicht nur virtuelle.

Es ist an der Zeit, wieder eine gute Routine zu etablieren, super produktiv zu sein und das Beste aus den verbleibenden vier Monaten bis zum Jahresende zu machen.

Meine Tipps für hohe Produktivität:

  • Achten Sie auf ausreichend Schlaf. Je nach Typ zwischen 6-8 Stunden. Verlassen Sie das Bett und beginnen Sie den Tag mit Feuer und Flamme!
  • Gönnen Sie sich kleine Pausen oder eine kleine Auszeit, um sich aufzuladen. Ein 20-minütiger Mittagsschlaf wirkt Wunder.
  • Frühstücken Sie wie ein:e König:in, essen Sie zu Mittag wie ein:e Prinz:essin und zu Abend wie ein armer Schlucker. Das vertreibt die Lethargie und bringt den Motor in Schwung.
  • Wenn Sie wieder pendeln müssen, nutzen Sie Ihre Auszeiten. Hören Sie während der Fahrt Podcasts oder Hörbücher. Lesen Sie und nähren Sie Ihren Geist
  • Nehmen Sie sich ein Beispiel an Elon Musk: Nehmen Sie nicht an Meetings teil, wenn Sie nichts beizutragen haben. Meetings können fünf Minuten lang sein und müssen selten länger als 45 Minuten dauern.
  • Schaffen Sie die schwierigen Dinge aus dem Weg, bevor sie Sie auffressen. Führen Sie eine To-Do-Liste und streichen Sie jeden Tag ein paar schwierige Aufgaben.
  • Seien Sie rücksichtslos mit Ihrer Zeit, niemals mit Menschen.

Die B-Seite von „Lazy, Crazy Days” ist „In the Cool of the Day”

Oft sind es die Sommermonate, in denen Strategien und Pläne überarbeitet und neue Instrumente ausprobiert und getestet werden können.

Wenn Sie z. B. eine neue Strategie für soziale Medien ausprobieren, legen Sie nicht einfach den Schalter um und schalten die alte aus. Verlagern Sie nicht alle Bemühungen auf andere Kanäle oder ändern Sie Ihren Tonfall komplett. Führen Sie kleine Pilotversuche durch und achten Sie darauf, die Ergebnisse zu überprüfen und zu analysieren. Wenn sie gut sind, bauen Sie die neue Strategie aus. Bleibt es bei den besseren Ergebnissen, ist es an der Zeit, Ihre Social-Media-Strategie komplett zu überarbeiten. Jede größere Veränderung dieser Art muss auf einer Analyse beruhen, nicht auf bloßen Vermutungen.

Genießen Sie den Rest des Sommers, genießen Sie die faulen, schwülen, verrückten Tage….

Wir sind heute in der Lage, 24 Stunden am Tag, 7 Tagen die Wochen zu sehen, hören oder lesen, was in der Welt passiert. Dank der sozialen Medien können wir zudem sofort auf Geschichten und Trends reagieren. Sei es mit einem Like, einem Kommentar, einem eigenen Post oder der Teilnahme an einer Diskussion. Jede:r kann heute Sender sein und sich zu Nachrichten äußern. Das gilt genauso auch für Unternehmen und Marken. Tatsächlich sehen wir immer häufiger, dass Marken zu polarisierenden Themen Stellung beziehen, um zu zeigen, dass auch sie einen Standpunkt vertreten. Doch manchmal sind Unternehmen und Marken zu schnell mit ihren Kommentaren bei der Hand. Oder sie denken nicht richtig darüber nach, weil sie zu sehr darauf bedacht sind, in die Diskussion einzusteigen, bevor sie abebbt. Wie bei jeder Kommunikation gilt auch hier: Das kann sich auf die Reputation des Unternehmens auswirken.

Viele erinnern sich wahrscheinlich noch an die umstrittene Pepsi-Werbung von Kendall Jenner, die in den sozialen Medien für Empörung sorgte, weil sie die Black-Lives-Matter-Bewegung verharmloste oder an die VW-Werbung auf Instagram, in der ein dunkelhäutiger Mann von einer weißen Hand weggeschnippt wurde. Auch der Zeitpunkt ist ein entscheidender Faktor: Als am Tag des Endspiels der EURO 2020 der Brite Richard Branson mit seiner Rakete kurz die Erde verlassen hat, haben das wahrscheinlich nur wenige Bürger:innen im Vereinigten Königreich mitbekommen. Es war sicherlich ein großer Moment für Virgin und Richard Branson, aber wenn man mit dem Finale eines Fußballspiels konkurriert, an dem ein  Land seit 55 Jahren nicht mehr teilgenommen hat, wird man in den Medien wahrscheinlich nicht viel Beachtung finden. Die Menschen haben erst nach dem Wochenende bemerkt, dass Branson ins All geflogen ist, aber da war der Moment schon vorbei.

Nicht jede Kampagne zu gesellschaftlich relevanten Themen führt zu überragenden Ergebnissen oder erreicht jedes Mal die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ganz ehrlich, wenn wir die Nachrichtenagenda eine Woche im Voraus vorhersagen könnten, dann wäre das der Gamechanger in der PR. Was wir stattdessen machen, ist, unsere Kampagnen strategisch zu planen und Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass sie nicht völlig ins Leere laufen. Dabei hilft uns auch die folgende Checkliste:

Vorsicht bei der Themenwahl

Sich bei der eigenen Kommunikation an der Nachrichtenagenda zu orientieren gleicht einem Spießroutenlauf. Wenn man sich an heikle Themen anhängt, dann kann das auch ziemlich in die Hose gehen. Letztes Jahr haben viele Marken auf den Tod von George Floyd und die Proteste von Black Lives Matters reagiert und sich solidarisch gezeigt. Doch für einige Unternehmen war das wie ein Stich in ein Wespennest. In der Folge brachten Mitarbeiter:innen und Kunden Geschichten darüber an die Öffentlichkeit, wie das Unternehmen Minderheiten diskriminiert. Wenn Sie sich also für ein heikles Thema entscheiden, sollten Sie sicher sein, dass Ihre Kommunikation identisch mit Ihren Handlungen ist. Wenn nicht, wird die Öffentlichkeit schnell durchschauen, dass Sie nur ein aktuell großes Thema für Ihre Marke nutzen wollen.

Nehmen Sie sich Zeit für Details

In der heutigen schnelllebigen digitalen Welt wollen Marken und Unternehmen Nachrichten so schnell wie möglich für sich nutzen. Sie wollen sicherstellen, dass sie Teil des Gesprächs werden, solange das Thema heiß ist. Aber wenn wir schnell arbeiten, sehen wir manchmal nicht die Details. Achten Sie darauf, dass immer Korrektur gelesen wird, um inhaltliche oder Rechtschreibfehler sowie Zeichensetzung zu überprüfen.

Viele Hände machen die Arbeit leichter und oft besser

Wenn wir eine große PR-Idee oder -Kampagne planen, dann versuchen wir die Meinung möglichst vieler Menschen, auch aus anderen Bereichen, einzuholen. Denn oft ist man selbst von einer Idee so überzeugt, dass mögliche Folgen oder Stolperfallen ausgeblendet werden. Unabhängig davon, ob es sich um interne oder externe Personen handelt, sollten Sie darauf achten, dass Sie Meinungen und Feedback von verschiedenen Ethnien, Geschlechtern und Nationalitäten einholen.

Passen Sie Ihre Kampagne an jedes Land an

Wenn Sie an einer internationalen Kampagne arbeiten, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie nicht einfach einen pauschalen Ansatz wählen können. Jedes Land hat zum Beispiel seinen eigenen Humor, eine unterschiedliche Kultur und ganz generell verschiedene Arten der Kommunikation miteinander. Was in einem Land oder einer Region harmlos neutral ist, kann in einem anderen Land oder einer anderen Region beleidigend sein. Informieren Sie sich also und lassen Sie sich von Kolleg:innen oder Agenturpartnern dabei helfen, herauszufinden, was funktioniert.

Behalten Sie die Nachrichten im Auge

2020 wurden aufgrund des Coronavirus alle unsere Marketing- und Kommunikationspläne über den Haufen geworfen. Die Pandemie hat auch dazu geführt, dass Marketer achtsamer und bewusster Planen, weil sie wissen, wie schnell sich Pläne ändern können. Dabei ist es immer eine gute Idee, die Nachrichten im Auge zu behalten, um zu sehen, ob aktuelle Meldungen Ihre Kampagne beeinflussen und Ihre Marke oder Ihr Unternehmen unsensibel erscheinen lassen könnten. Und wenn Sie auf ein bestimmtes Ergebnis setzen, z. B. bei einem Fußballspiel, sollten Sie einen Plan B haben oder sogar zwei Kampagnen vorbereiten, damit Sie auf beide Ergebnisse vorbereitet sind.

Planen Sie für das Worst-Case-Szenario

Egal wie gut Sie sich vorbereiten, ein Unsicherheitsfaktor bleibt immer: Sie können nicht genau vorhersagen, wie Ihre Kampagne beim Publikum ankommen wird. Daher ist es wichtig, auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein und einen Plan zu haben, um schnell auf Gegenwind oder Negativität zu reagieren. Wie Sie zum Beispiel ihren CEO besser auf ein Krisenszenario vorbereiten, erfahren Sie im Blogbeitrag von unserer CEO Claire Walker.

Wie groß oder klein Ihre Kampagne oder PR-Idee auch sein mag, Sie können nicht immer alles richtig oder es allen recht machen. Aber es hilft, vorsichtig zu sein und immer wieder zu überprüfen, ob es wirklich das ist, was Sie Ihrem Publikum sagen wollen. Da heute jede:r über die sozialen Medien und das Internet mitsprechen kann, werden Fehler mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgegriffen, egal wie klein sie sind. Dann kommt es darauf an, wie Sie darauf vorbereitet sind und reagieren.

Corona hat viele Mitarbeiter:innen an die Grenze ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. Mehrarbeit und Kinderbetreuung im Homeoffice und kaum soziale Kontakte stellen eine erhebliche Belastung dar.

Als Unternehmer:in muss man sich bewusst sein, dass unglückliche Mitarbeiter:innen eine Gefahr für die Reputation des Unternehmens darstellen. Dabei müssen es keine großen Skandale sein. Der Ruf eines Unternehmens basiert auf allem was über es gesagt wird – extern und intern. Etwas, das der Fall Goldmann Sachs beispielhaft aufzeigt: Aufgrund „inhumaner“ Arbeitszeiten von jüngeren Mitarbeiter:innen, die durch eine öffentlich gewordenen interne Umfrage aufgedeckt wurden, schenkte das Unternehmen diesen „Beileidskörbe“. Aber ein Mitarbeiter war der Meinung, dass das Unternehmen „mehr tun sollte“. Diese Diskussion wurde öffentlich und hat der Reputation von Goldmann Sachs als Arbeitgeber erheblichen Schaden zugefügt und vielleicht auch darüber hinaus.

Doch was können Unternehmen tun, damit sich Mitarbeiter:innen wertgeschätzt fühlen? Wichtig dabei ist, Probleme anzuerkennen, zu analysieren und aktiv dagegen vorzugehen. Die interne Kommunikation spielt dabei eine zentrale Rolle.

Der Status Quo als Startpunkt

Eine starke interne Kommunikation kann dazu beitragen, die Unternehmenskultur zu fördern, Engagement aufzubauen und den Mitarbeiter:innen zu helfen, sich sowohl physisch als auch emotional sicher zu fühlen. Bevor Sie sich jedoch daran machen, die internen Probleme eines Unternehmens anzugehen, müssen Sie die aktuelle Stimmung in der Belegschaft verstehen.

Dafür müssen Sie mit den Menschen zu sprechen, die es direkt betrifft – den Mitarbeiter:innen. Im Fall von Goldman Sachs ist es unwahrscheinlich, dass diese alle freiwillig lange arbeiten. Wahrscheinlicher ist, dass dies eine in der Unternehmenskultur verwurzelte Erwartung ist. Doch solche internen Erwartungshaltungen können auch kurzfristig entstehen, zum Beispiel durch große Veränderungen in den Arbeitsweisen. Die Pandemie hat die Arbeitskultur in zahlreichen Unternehmen letztes Jahr nachhaltig verändert. Die Herausforderung besteht nun darin, den kulturellen Status-Quo herauszufinden.

In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, zu prüfen, wie die aktuelle Mission und Vision des Unternehmens innerhalb der Belegschaft resonieren und ob die Mitarbeiter:innen den Wert ihrer Arbeit verstehen. In diesen Gesprächen lässt sich zudem herausfinden, welche Verhaltensweisen unter Kolleg:innen belohnt werden und welche nicht. Aus den Ergebnissen können dann überzogene kulturelle Erwartungen herausgelesen und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ehrlichkeit braucht Sicherheit

Damit Mitarbeiter:innen ihre Meinung offen und eventuell kritisch äußern, müssen Sie eine Umgebung schaffen, in der sie psychologisch sicher sind und verschiedene und einfache Möglichkeiten anbieten, diese Gespräche zu führen. Denn nicht jeder Mensch ist gleich. Daher wollen manche lieber persönlich oder per Telefon sprechen, andere wollen sich eher schriftlich ausdrücken. Unternehmen sollten deshalb so viele Kommunikationswege anbieten wie möglich und das auch anonym. Anonymes Feedback ist oft ehrlicher sowie direkter und daher aufschlussreicher. Um auch Momentaufnahmen zu bekommen, können zudem Echtzeit-Plattformen eingerichtet werden, die Mitarbeiter:innen ermöglichen, sich direkt in dem Moment, wenn Ihnen etwas negativ oder positiv auffällt, zu äußern. Bleiben Mitarbeiter:innen auf Problemen sitzen, vergessen sie sie entweder oder sie werden größer.

Eine zusätzliche Möglichkeit, ist ein Feedback-Prozess nach dem “ Start- Stop-Continue”-Prinzip. So können die Mitarbeiter ansprechen, was für sie funktioniert, was nicht, und welche neuen Ergänzungen oder Methoden für sie hilfreich wären. Auf diese Weise ist es viel einfacher, Probleme zu diagnostizieren und gleichzeitig Lösungen zu finden – zwei Fliegen mit einer Klappe!

4 Tipps für gute interne Kommunikation

Sobald die Probleme erkannt wurden, ist es an der Zeit, über die interne Kommunikation nachzudenken. Bevor Sie entscheiden, was gesagt werden soll, überlegen Sie, wer es sagen soll. Sollte die Ankündigung von Teamleiter oder Teamleiterin kommen oder ist sie eher für eine Person aus der Geschäftsführung geeignet? Die Mitarbeiter:innen werden diese Interaktionen auf unterschiedliche Weise aufnehmen. Das Zuschneiden der internen Sprecher:innen auf bestimmte Arten der Kommunikation ist dabei sehr hilfreich, um die richtigen Reaktionen auszulösen.

Zudem geht es bei der internen Kommunikation nicht nur darum, auf Probleme zu reagieren oder wichtige Unternehmensankündigungen zu kommunizieren. Sie ist ein Weg, um die Belegschaft verbunden, engagiert und begeistert zu halten.

Hier sind vier Tipps für eine langfristig bessere interne Kommunikation:

  1. Teilen Sie alle Nachrichten auch intern: Die Distribution von Nachrichten an externe Quellen ist enorm wichtig und ein großer Teil der Arbeit von Kommunikationsexpert:innen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass der interne Austausch von Neuigkeiten genauso wichtig ist. Dabei müssen die Ankündigungen nicht immer groß sein, halten Sie einfach alle auf dem Laufenden.
  2. Nehmen Sie sich Zeit, um die kleinen Erfolge zu feiern: Wir konzentrieren uns oft nur auf die großen Erfolge. Aber nehmen Sie sich auch für die kleinen Erfolge Zeit. Für viele Mitarbeiter:innen sind sie es, die den Arbeitsalltag zu etwas besonderem machen.
  3. Machen Sie Feedback zu Ihrem besten Freund: Feedback ist alles. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Feedback von den Mitarbeiter:innen zu bekommen, versuchen Sie vielleicht, ein neues Umfragetool einzuführen oder den Feedback-Prozess zu incentivieren. Sie müssen das Problem kennen, bevor sie es beheben können.
  4. Stellen Sie die Mitarbeiter:innen in den Mittelpunkt: Bei allem, was Sie tun, sollten die Mitarbeiter:innen immer an erster Stelle stehen. Das Ziel ist ein Arbeitsplatz, an dem sich die Mitarbeiter:innen sowohl physisch als auch emotional sicher fühlen. Engagierte und glückliche Mitarbeiter:innen führen zu einer gesunden internen Arbeitskultur!

Wenn Sie Hilfe bei Ihrer internen Kommunikation benötigen, werfen Sie einen Blick auf unseren Leitfaden interne Kommunikation oder unsere Services. Oder kontaktieren Sie uns einfach.

Versicherungen gibt es inzwischen für die unglaublichsten Dinge: Whitney Houston versicherte ihre Stimme versichert, Jennifer Lopez ihren Hintern und Mariah Carey ihre Beine. Die in unserer Branche übliche Reputation ist dabei weniger greifbar, aber nichts desto trotz versicherbar!

Ist das absurd? Eher nicht.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 repräsentiert Reputation bis zu 41 Prozent des Financial Times Stock Exchange 100 (FTSE 100). Und Indeed hat herausgefunden, dass für 83 Prozent der Jobsuchenden die Reputation des Unternehmens bei der Auswahl des neuen Jobs wichtig ist. Gleichzeitig nehmen laut Reputation Institute für jede 5 Punkte positivere Reputation die Kaufintention um 6,3 Prozent und die Verkäufe um 5 Prozent zu.

Klar ist also, Reputation ist wertvoll. Und wir alle haben schonmal davon gehört, wie schlechte Kommunikation oder schlechter Kundenservice Marken innerhalb weniger Stunden erheblichen Schaden zugefügt hat. Aktuellere Beispiele sind die Kommunikation der Deutschen Bahn zu Greta Thunberg (nicht dass die DB schon davor eine sehr gute Reputation hatte…) und von Adidas während der aktuellen COVID-19-Krise. Auch ein Beispiel des Pizzalieferanten Domino’s von 2009 zeigt, wie schnell Reputation verloren gehen kann und sich dieser Verlust direkt auf den Umsatz auswirken kann. Mitarbeiter hatten ein ekliges, aber als Scherz gemeintes, Video auf Youtube gepostet.

Ein Reputationsschaden kann verheerend sein, aber bekannte und große Marken haben oft eine hohe Resilienz und können die ein oder andere Krise wegstecken. Ein Beispiel dafür ist Tesla. Obwohl Elon Musk regelmäßig negativ auffällt, sei es, wenn er einen Rettungstaucher in Thailand als Pädophilen bezeichnet oder er in einem Interview Marihuana raucht, der Aktienkurs von Tesla leidet darunter eher selten.

Als PR-Agentur befürworten wir es, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, aber man kann nicht für jede Situation planen. Und ein Krisenplan, der mit der Geschäftsführung und dem Kommunikationsteam entwickelt wurde und die schwerwiegendsten und wahrscheinlichsten Szenarien berücksichtigt, verschwindet beim Kunden oft schnell in einer Schublade und wird vergessen.

Das ist gefährlich, denn die Zukunft ist unvorhersehbar. Doch neben vorausschauender Planung gibt es noch eine weitere Möglichkeit, sich besser für Krisen zu wappnen.

Das Unvorhersehbare vorhersehen

Wie schon erwähnt: Man kann nicht alles vorhersehen. Nicht jede Reaktion eines Mitarbeiters auf eine Datenpanne kann antizipiert werden. Nicht jede Resonanz eines Zulieferers oder Vertriebspartners auf einen unethischen Deal, den ein Unternehmen in der Vergangenheit geschlossen hat, lässt sich vorhersagen. Zudem kann zwar das Vertrauen der Anteilseigner einfach durch Aktienpreise gemessen werden, aber schwierige oder feindselige Fragen auf der Jahreshauptversammlung oder einem Panel sind schwer zu prognostizieren.

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Sie tatsächlich für das Schlimmste geplant haben (wenn nicht, finden Sie unten ein paar hilfreiche Tipps), empfehlen wir zudem, dass Sie sich an der internationalen Diplomatie orientieren. Wie Margaret Heffernan in ihrem TED Talk sagt: Kleine Länder wissen oft, dass sie nicht die Schlagkraft haben, andere Nationen zu zwingen, das zu tun, was sie wollen. Deshalb versuchen sie, mit jedem befreundet zu sein. Eine robuste Strategie, die zwar zeitaufwändig ist, aber sich am Ende auszahlt.

Auch für Unternehmen ist die Strategie, sich mit jedem Gut zu stellen, sehr aufwändig. Positive Beziehungen zu Zulieferern, Vertriebspartnern, Kunden, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern aufzubauen, benötigt viel Zeit.

Haben Sie aber eine robuste Reputation etabliert, dann werden Ihre Partner und Kunden im Zweifel eher für statt gegen Ihr Unternehmen handeln. Auf jeden Fall kommen sie bei einem Problem erst auf Sie zu und geben Ihnen die Chance, es zu beheben, anstatt sich, ohne dass Sie davon wissen, an die Presse (oder schlimmer) zu wenden. Freundlich und zuvorkommend zu sein und die eigenen Geschäftspartner wertzuschätzen, kann ins Geld gehen, aber im Falle einer Krise, zahlt es sich aus.

Der Weg zu einer robusten Reputation

Was ist also der beste Weg, um eine gute Reputation sicherzustellen? Zunächst ist es wichtig, zu wissen, welche Beziehungen man pflegen oder verbessern muss. Dabei müssen neben den oben genannten externen Stakeholdern auch interne Abteilungen und Personen bedacht werden. Weitere Schritte und Tipps, um eine robustere Reputation aufzubauen, finden Sie auch in den folgenden Artikeln auf unserem Blog:

Noch haben wir kein Unternehmen gesehen, dass seine Reputation versichert hat, aber es ist ein interessanter Gedanke. Menschen erinnern sich sehr lange an negative Erlebnisse. Auch wenn Domino’s heute wieder positiv gesehen wird, anstatt  als „der dreckige Pizzaladen“, hätten wir gerne gesehen, wie ein Versicherungsunternehmen ihnen geholfen hätte, die Reputation wiederherzustellen.

Wenn Sie keine Versicherung ins Auge fassen, dann ist das Sicherstellen einer guten Reputation für Sie die beste Herangehensweise. Investieren Sie in das Vertrauen ihrer eigenen Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden und anderer Stakeholder. Überprüfen Sie Ihre Lieferketten und Arbeitsbedingungen regelmäßig. Das ist ein aufwändiger Prozess, aber wenn ein Zulieferer eine vorschnelle Entscheidung trifft oder ein Sprecher einen katastrophalen Witz reißt, werden Sie froh sein, dass Sie diesen Aufwand betrieben haben.

Das wird der ALLERBESTE Blogpost, den Sie jemals gelesen haben!!!!!

Haben Sie noch Lust weiterzulesen? Eher nicht. Außer Sie kennen mich und wundern sich, warum ich so verzweifelt bin. Und genau darauf will ich hinaus. Großbuchstaben, Ausrufezeichen und Superlative klingen verzweifelt. Die Aufmerksamkeit und das Interesse Ihrer Leser wecken Sie anders.

Hinter Übertreibungen lauert eine Gefahr

Weihnachten und der Trubel zum Jahresende sind vorbei und inzwischen ist jeder wieder im Alltagstrott angekommen. Gerade zu Beginn des Jahres ist die Stimmung bei manchen etwas gedrückt, denn das Wetter ist trist, die Tage sind kurz und die Menschen allgemein eher trübselig. Zu diesem Zeitpunkt kommen aufgesetzte Übertreibungen daher noch schlechter beim Leser an. Dabei ist es egal, ob wir schreiben oder sprechen.

Ein Ausrufezeichen hier und da, das kann man schon mal machen. Doch selbst das ist eine Falle, in die vor allem positive Gemüter nur zu oft tappen. Denn eine übertrieben dramatische Interpunktion vermittelt meist nicht die richtige Botschaft. Das stellt besonders Marketing- und Kommunikationsabteilungen vor eine Herausforderung. Denn ihre Aufgabe ist es, mit Sprache zu überzeugen. Das gelingt jedoch nicht mit Ausrufezeichen, übertriebenen Adjektiven oder Superlativen.

Das sind die vier Faktoren, die Sie unbedingt beim Schreiben beachten sollten:

1. Ist ein Ausrufezeichen die richtige Botschaft?

Ein Ausrufezeichen ist das universelle Zeichen für Achtung. Wir alle kennen sie, diese E-Mails, die mit einem roten Ausrufezeichen versehen sind – Achtung, besonders wichtig. Doch mit welchem Gefühl lesen Sie diese E-Mails? In den meisten Fällen doch mit keinem guten, oder? Und ganz genauso werden auch Kunden und Interessenten auf Ihre durch Ausrufezeichen aufgebauschten Inhalte reagieren.

„Ein Ausrufezeichen ist wie über seinen eigenen Witz zu lachen“, erklärte der englische Schriftsteller F. Scott Fitzgerald einleuchtend. Sie haben etwas besonders Spannendes zu berichten? Nehmen Sie auch dann Abstand davon, Ausrufezeichen zu setzen. Denn damit bleiben Sie der Einzige, der das Geschriebene als spannend erachtet. Ihre Leser schrecken Sie tatsächlich eher ab und riskieren, dass sie nicht weiterlesen. Ist etwas wichtig oder aufregend, dann sind Worte ausreichend, um das zu kommunizieren.

Das gilt auch für offizielle Unternehmenskommunikation. Besonders hier haben Ausrufezeichen und Superlative nichts verloren. Die Bekanntgabe der neuesten Geschäftszahlen oder Nachrichten verlieren komplett an Glaubwürdigkeit und Wert, wenn sie Übertreibungen beinhalten. Die eigentliche Botschaft wird untergraben und nicht ernst genommen. Darunter leidet Ihre Unternehmensreputation.

Auch macht es einen Unterschied, wer der Autor und die Zielgruppe sind. Richtet sich der CEO Ihres Unternehmens an Stakeholder und Kunden oder spricht ein Mitarbeiter in einem Blogpost über den Firmenausflug? Interpunktion hat die Macht, den Ton des Textes komplett zu verändern und muss deshalb an Autor und Kontext angepasst werden. Ausrufezeichen tragen dabei keineswegs zur Glaubwürdigkeit bei. Ohne jetzt Namen zu nennen, ein gewisser US-Präsident ist großer Fan von Ausrufezeichen und Großbuchstaben. Über die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen dürfen Sie selbst urteilen.

2. Wo sind Ausrufezeichen und Großbuchstaben angebracht?

Soziale Medien sind ein besonders heißes Pflaster und hier ist äußerste Vorsicht geboten. Ein Ausrufezeichen kann schnell eine nicht beabsichtigte Diskussion entfachen. Sie hinterlassen zudem schnell einen falschen Eindruck, wenn Sie Kunden oder Interessenten schriftlich antworten und in Ihrer Sprache und Zeichensetzung sehr übertreiben.

Durch ihre unprofessionelle Wirkung sind Ausrufezeichen auf LinkedIn grundsätzlich nicht angebracht. Twitter und Instagram bieten sich da schon eher an. Hier kann ein Ausrufezeichen, Emotionen wecken und Ihre Marke menschlicher wirken lassen. Weiterhin wichtig ist, dass die Zeichensetzung zum gesamten Messaging und der einzelnen Botschaft passt. Nur dann wirkt die Kommunikation echt und kann reale Gefühle vermitteln. Doch ein Ausrufezeichen genügt. Werden es zu viele, wirken Ihre Aussagen schnell unaufrichtig.

Großbuchstaben sind auch in Social Media ein No-Go. Alles was über die korrekte Schreibweise hinausgeht, wird als Schreien wahrgenommen. Und niemand lässt sich gerne anschreien.

Mehr Tipps, wie Sie die sozialen Netzwerke richtig für die PR einsetzen, erhalten Sie in diesem Blogpost.

3. Ist das, was Sie erzählen, korrekt?

In vielen Pressemitteilungen liest man von der Weltneuheit und einer der innovativsten Ideen. Sind wir mal ehrlich, das ist in den wenigsten Fällen wirklich der Fall. Sie sollten so etwas nur kommunizieren, wenn es tatsächlich stimmt. Denn allzu oft sind das nur Phrasen, die mit der Zeit niemand mehr ernst nimmt. Auch reagieren viele Journalisten allergisch auf Übertreibungen und übernehmen in den seltensten Fällen die Formulierungen.

Genauso werden auch Ihre Kunden auf stetige Übertreibungen reagieren. Denn in einer Welt, in der jeder behauptet, der Erste, Beste und Innovativste zu sein, verlieren diese Worte schnell an Gewicht. Das endet dann damit, dass die Menschen nichts mehr glauben. Entscheidend ist auch nicht, ob Sie der Erste waren oder nicht. Denn was Ihre Leser wirklich interessiert ist, wie Sie es besser machen.

4. Haben Sie überhaupt etwas zu sagen?

Adjektive sind dazu da, etwas näher zu beschreiben. In der Grundschule lernen wir sie als Wie-Wörter kennen. Wir können uns durch Adjektive also eine bessere Vorstellung von dem Gesagten machen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Verwenden Sie übermäßig viele Adjektive, wirkt das kontraproduktiv und sie schwächen Ihre Aussage, anstatt sie zu verstärken. Überlegen Sie also genau, was sie sagen wollen und welche und wie viele Adjektive sich dafür eignen. Besonders auf Social Media gilt: „In der Kürze liegt die Würze.“ Ihre Leser erreichen Sie mit kurzen und prägnanten Aussagen.

Überflüssiger Inhalt oder zu viele Satzzeichen führen nicht zu einem besseren Verständnis. Scrollen Sie nochmal nach oben und lesen den Einstieg. Wissen Sie danach wovon dieser Blogpost handelt? Vermutlich nicht. Bedenken Sie also immer, welche Botschaft Ihr Text vermitteln soll und wie sie diese herausarbeiten können. Sie müssen dem Gebrauch von Ausrufezeichen, Superlativen und Großbuchstaben nicht komplett den Rücken kehren. Doch behalten Sie Ihre Leser im Hinterkopf und überlegen Sie sich vorher, welche Reaktion Sie damit hervorrufen.

Vielleicht haben Sie den Begriff „Bürokultur“ in letzter Zeit schön öfters gehört, denn viele Unternehmen haben begonnen, ihre eigene Bürokultur zu bewerben. Eventuell haben Sie sich dabei gewundert, was eine Bürokultur eigentlich ist und warum Sie versuchen sollten Ihre eigene zu verbessern. In diesem Beitrag finden Sie nicht nur Antworten auf diese Fragen, sondern auch ein paar Tipps und Tricks, wie Sie Ihre eigene Bürokultur verbessern.

Was also ist eine Bürokultur?

Obwohl es an sich schon immer eine Art Bürokultur gab, hat sich diese in den letzten Jahren zu einem regelrechten Trend entwickelt. Da es keine offizielle Definition des Begriffs Bürokultur gibt, ist es am einfachsten, diese so zu beschreiben: es geht um das Team, dessen Zusammenarbeit und den Umgang miteinander sowie die allgemeine Stimmung im Büro. All diese Kriterien sind höchst komplex und nur schwer messbar. Eine Bürokultur entsteht auf natürliche Weise, sobald es ein Unternehmen oder Team gibt. Sie lebt davon, wie Kollegen miteinander kommunizieren, von der Struktur im Büro und den Aktivitäten, die zwischen den Kollegen innerhalb und außerhalb der Arbeitszeiten stattfinden.

Warum sollten Sie sich um Ihre Bürokultur kümmern?

Die Bürodynamik ist sehr wichtig, damit Mitarbeiter effizient arbeiten. Eine gute Bürokultur kann entscheidend dafür sein, ob ein Auftrag zustande kommt oder nicht. Die Bürokultur umfasst also weit mehr als Events oder Weihnachtsgeld. Es geht darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Mitarbeiter verbunden fühlen, sowohl mit ihren Kollegen als auch mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen selbst. Entrepreneur gibt an, dass Unternehmen, die in eine Bürokultur investieren, die ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, 50 % weniger Fluktuation erfahren. Zudem wächst der Umsatz zweimal so schnell wie der ihrer Mitbewerber.

Wie können Sie Ihre Bürokultur verbessern?

Es gibt keine hundertprozentig wirkungsvollen Tricks, die garantieren Ihre Bürokultur zu verbessern. Doch mit unseren Tipps gelingt es Ihnen bestimmt, die Entwicklung Ihrer Bürokultur voranzutreiben.

Lassen Sie uns mit einer leicht umzusetzenden Idee beginnen: der Einführung von Büroaktivitäten. Diese Aktivitäten können alles umfassen – ein einfaches Abendessen bis hin zu der Herausforderung, gemeinsam einen Marathon zu laufen. Diese Aktivitäten ermutigen Mitarbeiter auf einem anderen Weg als bei der Arbeit, zusammen Zeit zu verbringen. Neue Mitarbeiter können so das Team kennenlernen. Zudem bieten Sie eine informelle Plattform, um weitere Aktivitäten abzusprechen.

Die Bürokultur betrifft jedoch nicht nur die Mitarbeiter. Sie kommt vielmehr aus der Chefetage. So rät auch Forbes in dem Artikel ‘Five Must Follow Rules for a Successful Office Culture‘, dass der Weg für eine erfolgreiche Bürokultur von oben kommen muss. Von dort aus sollte er sich durch das ganze Unternehmen ziehen. So benötigten alle Chefs einen PHD – jedoch nicht von der Uni. Leidenschaft (Passion), Herz (Heart) und Lust (Desire) sind vielmehr die Schlüsselqualifikationen, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Ein Chef muss sein Team begeistern. Wenn er keine Ziele oder Begeisterung für das hat, was er macht, ist es schwer für Mitarbeiter, sich mit der Entwicklung des Unternehmens verbunden zu fühlen. Mitarbeiter wollen Teil einer Vision, Teil eines organischen Systems sein und nicht als Produktionsmaschine gesehen werden. Forbes unterstreicht, dass ein Chef sowohl leidenschaftlich als auch fokussiert sein sollte. Es benötigt beides, Hingabe und Beständigkeit, denn obwohl Erfolg nicht alles ist, ist er dennoch ein großer Faktor, der die Büromoral beeinflusst.

Eine gute Bürokultur braucht nicht nur einen guten Chef, sie basiert auch auf vereinbarten Werten und Zielen. Dies ist auch themuse.com’s top Tipp für eine gute Büroatmosphäre. Teil eines symbiotischen Büroorganismus zu sein, bedeutet nicht nur die gleichen Ziele zu verfolgen, sondern auch die gleichen Werte für wichtig zu erachten. Wenn Mitarbeiter Einfluss auf Abläufe und die Ausrichtung des Unternehmens haben, investieren sie mehr und arbeiten konzentrierter.

Bürokultur ist zu einem großen Teil etwas Abstraktes und damit nicht greifbar, aber es gibt auch materielle Dinge, die ihr förderlich sind. Die Gestaltung eines ansprechenden und interaktiven Arbeitsbereichs ist ein wichtiges Element. Themuse.com gibt hier einen wichtigen Hinweis: Wenn Menschen die meiste Zeit auf der Arbeit verbringen, sollte die Atmosphäre dort das widerspiegeln, was sie glücklich macht. So könnte man beispielsweise den Arbeitsplatz dekorieren, in Sitzsäcke investieren oder ein firmeninternes Fahrrad zur Verfügung stellen – je nachdem was die Mitarbeiter schätzen.

Letztlich sollte die Verbesserung der Bürokultur nicht dazu missbraucht werden, die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens zu steigern. Ein solches Vorgehen ist eine falsche Auslegung von Bürokultur. Es ist nämlich nicht nur wichtig für die Teamflexibilität und -zusammenarbeit, dass eine gute Bürokultur existiert, sie ist genauso notwendig für jede Faser des Unternehmens. Sie verbindet Menschen und baut Beziehungen auf, die auch nach getaner Arbeit noch bestehen bleiben. Mitarbeiter bei obligatorischen Treffen mit dem Ziel erfolgreicher zu werden zu versammeln, wird niemals funktionieren. Wenn Mitarbeiter sich mit einem Unternehmen verbunden fühlen und mit anderen vernetzt sind, dann sind sie – als ein Nebenprodukt – auch stärker involviert und arbeiten härter.

Gleichzeitig, wie auch Entrepreneur bestätigt, muss der Spaß, den eine gute Bürokultur verspricht, immer im Gleichgewicht mit Arbeit sowie gegenseitigem Vertrauen und Unterstützung stehen. Die Atmosphäre im Büro sollte auf Respekt und Teamwork beruhen.

Bürokultur – so geht’s!

Man beginne mit guten Grundwerten sowie einem leidenschaftlichen und fokussierten Chef, investiere in Menschen und Aktivitäten, die echte Beziehungen entstehen lassen und schrecke nicht davor zurück, auch durch materielle Dinge den Stil und die Atmosphäre des Büros zu ändern. Et voilá, schon ist man Teil einer angenehmen und inspirierenden Bürokultur.

Anfangen können Sie ganz einfach, indem Sie herausfinden, was Ihre Mitarbeiter denken. Verschicken Sie Umfragen, um herauszufinden, wie Sie sich gerne im Bürogeschehen einbringen würden. Es ist wichtig, Ihre Mitarbeiter zu hören. Finden Sie heraus, was sie möchten, aber auch was sie brauchen. Das Schaffen einer Bürokultur benötigt Zeit und muss immer entsprechend an das Kommen und Gehen von Mitarbeitern angepasst werden. Eine Bürokultur ist ein Organismus, welcher ständiger Evaluation und Erneuerung bedarf.

Wir Fireflies aus dem Münchner Büro sprechen zum Beispiel regelmäßig in Team Meetings über unsere Ziele und Fortschritte. So wird sichergestellt, dass wir alle über die neuesten Entwicklungen Bescheid wissen. In diesen Meetings werden wir zudem ermutigt, unsere persönlichen Gedanken und Ideen mitzuteilen sowie zur Vision von Firefly beizutragen. Auch in Sachen Bürogestaltung tut sich momentan einiges. Ein neuer Anstrich soll unser Loft verschönern und zu einer noch besseren Arbeitsatmosphäre beitragen. Außerdem kann bei uns jeder seinen Arbeitsplatz nach eigenen Wünschen gestalten! Eine gute Bürokultur ist schließlich nicht nur abhängig von den Aktivitäten, die Mitarbeiter zusammenbringt und der Umgebung an sich, sie beginnt viel mehr bei jedem selbst.

Seien Sie also geduldig. Wenn Sie etwas experimentieren und in eine gute Atmosphäre investieren, dann wird eine großartige Bürokultur entstehen.

[dt_social_icons animation=”none” alignment=”default”][dt_social_icon target_blank=”true” icon=”facebook” link=”” /][dt_social_icon target_blank=”true” icon=”twitter” link=”” /][dt_social_icon target_blank=”true” icon=”google” link=”” /][/dt_social_icons]

 

Ist es an der Zeit, Ihre Reputation zu formen?

Wir arbeiten aus London, Paris und München und sind Teil eines weltweiten Netzwerks ähnlich denkender Partneragenturen.

Kontaktieren sie uns

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie Meinungsartikel von unserem Führungsteam, interessante Branchennachrichten und hilfreiche Guides, um Ihre Kommunikation zu verbessern.

Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Für weitere Details, lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung