Drei Wege, wie Sie Ihre PR-Ergebnisse optimieren

Drei Wege, wie Sie Ihre PR-Ergebnisse optimieren

Judith Hente

Judith Hente

PR-Manager: „Juhu, eine der großen nationalen Zeitungen mit einer Millionen Leser hat über euch berichtet!“

Technologieunternehmen: „Großartige Neuigkeiten! Und was jetzt?“

Gute Frage, was jetzt? Nach der Kampagnenplanung und erfolgreichen Ausführung, ist der nächste Schritt die Optimierung der Coverage. Denn sich über eine gute Berichterstattung zu freuen ist schön und gut, aber um die Ergebnisse zu maximieren, den Erfolg weiter auszubauen und so den ROI der Kampagne zu optimieren, kann die Arbeit hier nicht aufhören. Eine Optimierung bedeutet, dass mehr Menschen Ihre Beiträge sehen und Sie die Lebensdauer über den ursprünglichen Erscheinungszeitraum hinaus verlängern.

Viele Unternehmen nutzen ihren existierenden Content nicht, um Geschäftsziele zu erreichen und verzichten sogar auf die Basics. Content und Coverage weiter zu verbreiten, sollte aber Teil jeder Kampagne sein.

Das PESO-Modell – das für Paid, Earned, Shared und Owned Media steht – ist ein guter Wegweiser, um Ergebnisse zu optimieren. Aus PR-Sicht lohnt es sich, die Reihenfolge umzudrehen und Earned Content als Basis für eine Weiterverbreitung zu nutzen. Weiter geht es mit Owned Media und Shared. Danach ziehen Sie bezahlte Distribution (Paid Media) in Betracht.

Drei Tipps zur Optimierung Ihrer PR-Ergebnisse.

Owned

Wenn ein einflussreiches Medium Ihren Content veröffentlicht, ist der einfachste Weg, von dieser Publikation zu profitieren, diesen auf Ihrer Unternehmenswebsite oder Ihrem Blog zu veröffentlichen. In dem Sie den Link zur Veröffentlichung kuratieren, machen Sie ihre Webseite interessanter für Leser und damit auch Google. Denken Sie jedoch daran, dass das Urheberrecht und auch Google das Kopieren von Inhalten bestraft. Stellen Sie daher sicher, dass Sie ein kurzes Intro, wie zum Beispiel: „In der letzten Ausgabe der Süddeutschen wurden wir in einem Artikel über XYZ erwähnt" verwenden, bevor Sie ins Detail gehen. Riskieren Sie keinen Urheberrechtsstreit und stellen Sie keine Artikel zum Herunterladen zur Verfügung!

Auf Ihren eigenen Kanälen, insbesondere auf Ihrer Website und Ihrem Blog, sollten Sie unbedingt an die Suchmaschinenoptimierung (SEO) denken. Verwenden Sie Schlagworte so, dass es nicht nach Keyword-Stuffing aussieht. Ein Beispiel für Keyword-Stuffing wäre: „Kaufen Sie sich einen Kaffee und erfahren Sie, wie Starbucks Ihnen helfen kann, stärker von Ihrem Kaffee zu profitieren. Besuchen Sie ein Kaffeehaus in Ihrer Nähe.“ Websites sollten Schlüsselwörter enthalten, aber Ihr Text muss natürlich klingen. Es ist wichtig, das meiste aus Ihren Inhalten herauszuholen, um Ihre online SEO-Präsenz zu verbessern. Google unterstützt die Veröffentlichung von neuem und relevantem Content, und gute Coverage ist genau das!

Shared

Machen Sie jeden Content zum Volltreffer! Jeder Fachartikel kann auf LinkedIn gepostet und dem Autor zugeschrieben werden. Denken Sie nur daran, einen Link zu Ihrer Website einzufügen und etwas, wie „Ursprünglich veröffentlicht auf XYZ", dazu zu schreiben. Warten Sie eine Woche, bevor Sie Inhalte auf LinkedIn erneut veröffentlichen, wenn möglich mit kleinen Änderungen am Anfang und Ende des Artikels. Sie können noch einen Schritt weitergehen und Ihren LinkedIn-Artikel mit einem Update in einigen relevanten (nicht zu vielen!) Branchenforen auf LinkedIn oder Xing teilen.

Ihre Mitarbeiter sind Ihr wichtigstes Gut – auch in Sachen Shared Media. Promoten Sie die Veröffentlichung in einem Newsletter mit geplanten Tweets und Updates, die Ihre Mitarbeiter ganz einfach mit einem Klick teilen können. Ein weiteres nützliches Tool ist Everyone Social, in dem Administratoren Inhalte für Mitarbeiter zusammenstellen können. Diese wählen dann wiederum aus, was genau sie posten wollen. Die Inhalte lassen sich auch für das eigene Netzwerk personalisieren.

Paid

Sie haben den Content bereits auf den sozialen Kanälen Ihres Unternehmens veröffentlicht und auch auf Portalen wie LinkedIn geteilt? Außerdem haben sowohl Ihr Unternehmenssprecher und Ihre Mitarbeiter den Inhalt online gepostet und ihn in verschiedenen Gruppen veröffentlicht? Gut, dann ist der nächste Schritt, über bezahlte Optionen nachzudenken. Es könnte sich nämlich lohnen, zusätzlich in Social Media zu investieren. Jede Social-Media-Plattform ist anders und bietet unterschiedliche Formen der Personalisierung bei Anzeigen.

Investieren Sie zum Beispiel in einen Ihrer Beiträge auf LinkedIn. Mit Ihrem Unternehmensprofil können Sie gesponserten Content nutzen, um eine bestimmte Personengruppe, beispielsweise Marketing Manager in Einzelhandelsunternehmen, zu erreichen. Sie können das Budget festlegen, das Sie pro Tag und pro Kampagne ausgeben möchten. Mit einem verfolgbaren Link in Ihrem Artikel können Sie zudem herausfinden, wie viele Personen auf Ihre Website klicken und was sie sich noch auf Ihrer Seite ansehen.

PR sollte nicht bei Earned Content aufhören

Oft investieren Unternehmen viel Zeit in die Erstellung von Inhalten, aber sparen bei der Verbreitung. Das führt zu einem ‚create once, use once‘-Szenario. Dabei sollte es ein ‚create once, use many times‘-Szenario sein.

Nutzen Sie die Tipps einzeln oder in Kombination und stellen Sie damit sicher, dass Public Relations nicht endet, sobald ein Medium über Sie berichtet hat (Earned Media). Nutzen Sie die Ergebnisse weiter für sich und machen Sie den ROI für Ihre PR-Aktivitäten messbar. Mit dem PESO-Modell können Sie Ihre Earned Coverage aufwerten und Ihre Ergebnisse maximieren. Die Schritte lohnen sich nicht für jede Coverage, aber PESO sollte gerade bei besonders relevanten Veröffentlichungen zum Einsatz kommen.

Wenn Sie mehr über die Optimierung erfahren möchten, hat Firefly eine E-Book mit einer Reihe von Taktiken für Paid, Shared und Owned Media zusammengestellt. Sie helfen Ihnen bei der Verbreitung von PR-Content und Coverage. Das E-Book steht hier zum Herunterladen bereit.

Dieser Blogpost ist auch auf Englisch verfügbar.

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