Datenschutz, Mediengesetz und Extremsport – das sind die Tech-News im Februar

Datenschutz, Mediengesetz und Extremsport – das sind die Tech-News im Februar

Michaela Gramolla

Michaela Gramolla

Während uns inzwischen die Sonne den andauernden Lockdown etwas versüßt, hatte der Februar auch seine eisigen Tage. Wir blicken zurück auf einen Monat mit historischen Temperatursprüngen, neuen Gadgets für Extremsportler, Diskussionen rund um den Datenschutz und blockierten Nachrichtendienste.

Neuerscheinung für den Extremsportler

Einer meiner Neujahrsvorsätze besteht (mal wieder) darin, mehr Sport zu treiben. Denn besonders im Homeoffice kommt Bewegung schnell zu kurz. Der Weg von Bett über Bad und Küche an den Schreibtisch ist eben einfach nicht lang. Vor lauter Motivation habe ich mich dieses Jahr direkt für einen Halbmarathon angemeldet. Damit bin ich nicht die einzige: Der Laufsport hat im vergangenen Jahr viele Menschen begeistert und diese Entwicklung verfolgen auch die Tech-Unternehmen. So hat Garmin im Februar seine Smartwatch Enduro auf den Markt gebracht. Das neue Modell kann bis zu 70 Stunden lang GPS und Herzfrequenz aufzeichnen, das sind fast 3 volle Tage. Somit ist die Uhr die optimale Wahl für alle Ultramarathon-Läufer und Trailrunner. Über eine Solarladelinse hält der Akku bei Sonneneinstrahlung sogar noch länger durch. Hoffentlich bin ich dann doch schneller im Ziel.

Auch Facebook scheint an der Entwicklung einer Smartwatch zu arbeiten. Schon jetzt werden Bedenken zum Datenschutz geäußert. Mehr dazu auf golem.de.

Facebook und die Liebe unserer Daten

Die Facebook-Tochter WhatsApp hat es mit den neuen und umstrittenen Nutzungsbedingungen schon in unsere Januar-Nachrichten geschafft. Ursprünglich geplant für den 8. Februar, hat WhatsApp die Deadline des „Zwangsupdates“ nun auf den 15. Mai verschoben. Ab dann werden alle Daten des Messenger-Dienstes auch mit dem Konzern Facebook geteilt. Wer bis dahin nicht zustimmt, erhält für kurze Zeit weiterhin Nachrichten kann diese aber weder lesen noch beantworten, so t3n. Auf Netzwelt findet ihr eine Übersicht alternativer Messenger.

Keine News für Down Under

Der Streit zwischen Australien und Facebook ist im Februar eskaliert. Hintergrund ist ein neues Mediengesetz in Australien, das Facebook und Google dazu verpflichten soll, lokale Medien zu bezahlen, wenn deren Inhalte verbreitet werden. So sollen die Werbeeinnahmen der Tech-Riesen gerechter verteilt werden. Doch Facebook sperrte kurzerhand die Seiten aller Medienhäuser in Australien – darin eingeschlossen die Seiten wichtiger Behörden. Auch konnten die Nutzer der Social-Media-Plattform in dieser Zeit weder nationale noch internationale journalistische Inhalte teilen. Die ZEIT berichtet. Für Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), zeigte der Social-Media-Konzern mit dieser Aktion sein wahres Gesicht, Meinungs- und Pressefreiheit seien egal.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes scheint auch der Streit beigelegt. Facebook hat sich dem Mediengesetzt gebeugt und Vereinbarungen mit einigen Unternehmen abgeschlossen. Auch uns steht eine Reform der EU-Richtlinie zum Urheberrecht bevor. Weitere Informationen dazu findet ihr auf heise.

Alles nur Hype?

Im Januar startete Clubhouse mit einem Medienaufruhr der Extraklasse. Die Social-Audio-App erreichte im Februar 10 Millionen Downloads. Doch auch hier scheint Datenschutz nicht im Vordergrund zu stehen. Verschiedene Verstöße und unerkannte Mitschnitte sorgten für Aufregung (ComputerBild). Doch ist der Hype damit vorbei? Das wird sich zeigen.

Wer noch auf seine Einladung wartet oder schlicht kein iPhone hat, findet hier alternative Apps mit ähnlichen Funktionen. Dem Medienrummel um Clubhouse können sie jedoch lange nicht das Wasser reichen.

Ich bin gespannt, was der März zu bieten hat. Ihr wollt mehr Nachrichten aus der Kommunikations- und Technologiebranche? Folgt uns auf LinkedIn und bleibt auf dem Laufendem.

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