Meinungsfreiheit, Datenschutz und Exklusivität – Soziale Plattformen im Fokus der Januar-Nachrichten

Meinungsfreiheit, Datenschutz und Exklusivität – Soziale Plattformen im Fokus der Januar-Nachrichten

Judith Hente

Judith Hente

Während das öffentliche Leben in vielen Teilen der Erde noch immer weitestgehend stillsteht, haben sich in diesem Monat die Nachrichten der Tech-Welt wieder einmal überschlagen. Wer dachte, dass 2021 ruhig und besonnen startet, wurde schnell eines Besseren belehrt. Folgend findet ihr die aus meiner Sicht spannendsten Entwicklungen, die größten Aufreger und die faszinierendsten Meldungen der ersten Wochen dieses Jahres, in das wir alle mit viel Hoffnung, großen Erwartungen und Zuversicht gestartet sind.   

Anschlag auf die Demokratie löst Debatte um Meinungsfreiheit aus

Die erste weltweite Schlagzeile ließ nicht einmal eine Woche auf sich warten. Am 6. Januar gingen die schockierenden Bilder von Trump-Anhängern um die Welt, die sich gewaltsam Zutritt zum Kapitol der Vereinigten Staaten verschafft hatten. Als die Lage eskalierte, rief der nunmehr ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten seine Anhänger zwar über die sozialen Netzwerke, Twitter und Facebook, zum friedlichen Rückzug auf, gleichzeitig wiederholte er jedoch seine Vorwürfe zum Wahlbetrug und bezeichnete die Protestierenden als „etwas ganz besonderes“. Daraufhin sperrten die Netzwerke Trump, was wiederum eine größere Debatte über die Meinungsfreiheit auslöste. Darf ein Privatunternehmen bestimmen, welche Inhalte gezeigt werden und welche nicht? Welche Regeln gelten und wo sind die Grenzen? Sollte die Regierung diese Regeln festlegen oder würde das von weniger demokratischen Machtinhabern ausgenutzt werden? Diese Fragen beschäftigten auch die Journalisten von Tagesschau, Zeit und Co.

Datenschutz: Es bleibt doch in der Familie…

Auch das Thema Datenschutz ist häufig ein Diskussionspunkt bei sozialen Netzwerken. Im Januar sorgte die Facebook-Tochter WhatsApp für Furore. NutzerInnen wurden aufgefordert, bis zum 8. Februar geänderte Datenschutzbestimmungen zu akzeptieren, wenn sie den Messangerdienst auch weiterhin verwenden wollten. Viele sahen darin allerdings das Risiko, dass ihre Daten dann an den Mutterkonzern weitergeben werden und entschlossen sich ihre Chats von nun an auf anderen Plattformen fortzuführen. Mehr zum Thema liefert die Süddeutsche Zeitung. So schossen etwa die Downloads für Signal in die Höhe, so dass der Messanger am 15. Januar sogar kurzzeitig nicht mehr erreichbar war, wie Netzwelt berichtete. Ein weiterer Nutznießer der Lage ist ICQ (Stern). Könnt ihr euch noch erinnern? Vielleicht geht es euch auch so, dass allein beim Gedanken an das niedliche „Uh-Oh“ der Nachrichtenübermittlung des Services, das Herz voller Nostalgie einen Hüpfer macht… Das Netz ist jedenfalls voll von Optionen und Alternativen. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob eine von ihnen dem Riesen WhatsApp wirklich die Stirn bieten kann.

Welcome to the Club(House)

Beim Thema soziale Plattformen kam man im Januar auch nicht an Clubhouse vorbei. Seit circa zwei Wochen liest, schreibt und vor allem hört das Netz von und über die neue Social-Media-App, die Live-Podcast zum Mitdiskutieren bietet. InfluencerInnen, UnternehmerInnen und viele PolitikerInnen plaudern in zahlreichen Gesprächen um die Wette und laden zum Mitmachen ein. Aber genau hier ist auch der Haken, denn ohne Einladung geht nichts. Zudem werden kategorische alle Nicht-iPhone-Nutzer ausgeschlossen – sorry, die App gibt es noch nur für iOS – und eine Audio-Only-App verfolgt nicht gerade den inklusiven Ansatz, den man 2021 erwartet. Wie immer gehen die Meinungen auseinander. Focus, Zeit und t3n und (fast alle) anderen beleuchten die Vor- und Nachteile. Ich würde mir ein eigenes Bild machen, doch leider habe ich weder ein iPhone noch eine Einladung. Laut den Firmengründern sollte ich das erste Hindernis aber bald überwinden können, denn die Android-App ist wohl in Planung (Watson).

Sonst noch was?

Was soll ich sagen, der Monat hatte es in sich. Auf der CES stellten Unternehmen ihre neuesten Innovationen und Gadgets vor. Erstmals virtuell und auch sonst deutlich von der Pandemie geprägt. Das erkennt man zum Beispiel an den neuen Produkten, die etwa die Süddeutsche Zeitung zusammengefasst hat. KleinanlegerInnen bringen die Börse mit dem Kauf von GameStop-Aktien durcheinander und rebellieren gegen die großen Hedgefonds, mehr auf manager magazin. Und ganz nebenbei wurde Joe Biden vereidigt und drückte bereits bei vielen Beschlüssen seines Vorgängers auf die Rückspultaste. Diesen Arbeitseifer nahm die Welt direkt aufs Korn und titelte: Biden macht versehentlich Unabhängigkeit der USA rückgängig.

Chapeau 2021, das war ein fulminanter Start. Ich bin gespannt, was du noch bereithältst. Falls euch der monatliche Tech-Rückblick nicht ausreicht, folgt uns gerne auf LinkedIn.

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