Es werde Licht: Mit diesen vier Prinzipien bringen Sie Ihr Unternehmen zum Strahlen

Es werde Licht: Mit diesen vier Prinzipien bringen Sie Ihr Unternehmen zum Strahlen

Claire Walker

Claire Walker

Das Silicon Valley ist nach wie vor das Innovationszentrum der Welt und fungiert als globale Keimzelle für milliardenschwere Tech-Unternehmen wie Apple, Google, Netflix, Airbnb und Oracle. Diese Unternehmen sind nicht nur mit ihren Produkten und Dienstleistungen erfolgreich, sondern haben meist auch eine gute Reputation.

Vor kurzem habe ich von der ältesten Glühbirne der Welt gelesen und mir ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgegangen. Die 121 Jahre alte Glühbirne befindet sich wie die oben genannten Unternehmen ebenfalls in Kalifornien und hat schon mehr als eine Million Stunden auf dem Buckel. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, denn ich glaube, dass uns diese ewig leuchtende Glühbirne einiges über das Reputationsmanagement beibringen kann. Wir müssen nur ihrem „Geheimnis“ auf die Spur kommen.  

Um über 100 Jahre reibungslos zu funktionieren und zu strahlen, braucht es hochwertige Materialien, ständige Wartung und einen sorgfältigen Umgang mit der zerbrechlichen Lichtquelle. Zudem darf die Glühbirne nur selten aus- und wieder eingeschaltet werden. All diese Grundsätze gelten im übertragenen Sinne auch für das Reputationsmanagement. Sie glauben mir nicht?

Hier sind meine vier Prinzipien, mit denen Sie Ihre  Reputation – und Ihr Unternehmen – langanhaltend und hell zum Strahlen bringen.

1. Treiben Sie Ihr Unternehmen voran

Wie eine 121 Jahre alte Glühbirne muss auch eine gute Marke ständig gewartet werden. Es ist großartig, wenn Sie sich bereits einen großen Marktanteil gesichert haben oder Sie sich nicht über Ihren Share of Voice beklagen können. Doch wenn Sie nicht hart daran arbeiten, an der Spitze zu bleiben, werden Ihre Konkurrenten und neue Unternehmen aufholen und womöglich sogar an Ihnen vorbeiziehen. Menschen fühlen sich zu Marken hingezogen, die mit dem Markt und den Trends um sie herum Schritt halten. Und zu solchen, die sich an veränderte Gegebenheiten anpassen und neue Dinge ausprobieren.

Nutzen Sie Kommunikation, um an der Spitze zu bleiben. Sie sollten nämlich nicht davon ausgehen, dass Sie Ihr Unternehmen zum Strahlen bringen und Ihre gute Reputation bestehen bleibt, ohne dass Sie etwas dafür tun.

Netflix ist ein gutes Beispiel, um darzustellen, wie sich eine Marke über die Zeit entwickeln kann: Das Unternehmen startete Ende der 90er Jahre als bescheidener Videoverleih und ist heute einer der größten Streaming-Dienste. Netflix ist nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen, sondern gibt ebenfalls auf seine Reputation Acht. Indem Netflix auf Trends aufspringt und ständig neue Inhalte veröffentlicht, nutzt der Streaming-Dienst seine Stärken. Unternehmen sollten also ihre Stärken kennen und diese auch effektiv nutzen.

2.  Setzen Sie auf Ihre Stärken, aber seien Sie dabei vorsichtig

Im Laufe der Zeit werden Sie merken, dass Sie sich mit Ihrem Unternehmen in einigen Bereichen stärker positionieren als in anderen. Das kann bei der Neukundenakquise hilfreich sein. Doch es kann auch zu Problemen führen, nämlich dann, wenn eine Diskrepanz zwischen dem entsteht, wofür man Ihr Unternehmen kennt und wofür Sie eigentlich bekannt sein wollen.

Befindet sich Ihr Unternehmen noch in der Wachstumsphase, können Sie mit Hilfe von Kommunikation und einem gut überlegten Messaging die verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens fördern und zum Strahlen bringen. So verhindern Sie, dass Sie in eine bestimmte Schublade gesteckt werden. Wenn sich Ihr Unternehmen jedoch auf eine bestimmte Dienstleistung oder ein bestimmtes Produkt spezialisiert hat, können sie das ebenfalls zu Ihrem Vorteil nutzen. Gerade wenn es das ist, wodurch sie erfolgreich geworden sind.

Überlegen Sie bei all Ihren Maßnahmen, wie Kommunikation dazu beitragen kann, alte Produkte oder Dienstleistungen in einem helleren Licht erstrahlen zu lassen und sie auf die nächste Stufe zu heben. Lassen Sie sich bei der Planung Ihrer Strategie aber nicht von dem nächsten „Shiny Object“ ablenken.

3. Lassen Sie sich nicht blenden

Haben Sie schon mal vom „Shiny-Object-Syndrom“ gehört? Es beschreibt Folgendes: Menschen neigen häufig dazu, ihre Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was neu ist, nur um es direkt wieder aufzugeben, sobald es wieder etwas Neues gibt. Das Ganze könnte Folgendermaßen aussehen: Sie haben einen Ansatz für Ihre Social-Media-Strategie etabliert. Dieser funktioniert auch bisher gut. Doch dann hören Sie von einem brandneuen Ansatz, den Sie UNBEDINGT ausprobieren müssen. Er wurde bisher allerdings nicht ausreichend getestet. Macht ja nichts, er ist brandneu und wirkt vielversprechend, schließlich sprechen doch momentan alle über ihn! Dieser neue Ansatz ist Ihr Shiny Object. Das glänzende Neue, das Sie unglaublich anzieht. Sie können mir glauben, das Syndrom ist ziemlich weit verbreitet…

Sie sollten aber schon mal einen Schritt weiter denken. Was werden Sie mit diesem neuen Ansatz erreichen? Sie erlangen wahrscheinlich ein grundlegendes Verständnis über verschiedene Ansätze und Strategien für Ihre Kommunikationskampagne, doch das tiefe Wissen über einen bestimmten Ansatz bleibt aus. Dieses Know-how hätten Sie sich allerdings angeeignet, wären Sie Ihrem ursprünglichen Ansatz treugeblieben und hätten ihn weiter verfeinert. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie Ihrem Ansatz eine Chance geben und ihn nicht beim nächsten neuen Trend direkt verwerfen. Sie müssen ihn ausprobieren, sich Zeit nehmen, um die Ergebnisse zu analysieren und den Ansatz zu verbessern. Ein gewisses Maß an Experimentierfreude ist in Ordnung und auch sinnvoll. Es ist aber am besten, bestehende Ansätze immer wieder zu verfeinern, damit Sie langfristig etwas aus Ihren Kampagnen lernen, statt immer nur zu raten.

4. Finden Sie Ihre Energiequelle

All diese Bereiche sind wichtig, um Innovationen voranzutreiben, doch Ihr Unternehmen darf bei alledem die Menschen nicht vergessen, die diese Innovationen erst ermöglichen. Sie können einen größeren Einfluss auf die Reputation Ihres Unternehmens haben, als Sie vielleicht denken.

Wenn Sie beispielsweise an das Unternehmen Uber denken, kommen Ihnen vermutliche Worte wie innovativ und cool in den Sinn. Diese Reputation wurde allerdings in den vergangenen Jahren beschädigt, da immer mehr Fälle von sexueller Belästigung aufgedeckt wurden. Uber ist zwar immer noch ein Unternehmen, das vielerorts den Markt beherrscht, aber eine große Zahl von Kund*innen hat sich nach diesen Fällen entschieden, die Marke zu boykottieren.

Es ist deshalb wichtig eng mit Ihrem HR-Team zusammenzuarbeiten, um sich wirklich um die Mitarbeiter*innen – also den Treibstoff und die Energie Ihres Unternehmens – zu kümmern. Hören Sie sich ihre Anliegen an und gehen Sie auf sie ein. Es geht nicht nur darum, nach außen eine konsistente und aufregende Marke aufzubauen, sondern das Ganze auch intern umzusetzen. Denn die interne Situation spiegelt sich auch nach außen wider. Nutzen Sie Ihre Kommunikation in beide Richtungen.  

Natürlich kann nicht jedes Unternehmen so groß und bekannt werden, wie die Giganten aus dem Silicon Valley. Die Pflege der Reputation, die Demonstration Ihrer Innovationskraft und eine gute Führung und Betreuung Ihres Teams werden allerdings Ihre Resilienz fördern und Ihrem Unternehmen, egal wie groß oder klein, die besten Überlebenschancen sichern. Und das sowohl mit Blick auf Ihren Umsatz als auch auf Ihre Reputation.

Also, bringen Sie Ihr Unternehmen zum Strahlen, dimmen Sie nicht das Licht!

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