Mit dem September kommt normalerweise auch der Herbst. Da in diesem Jahr aber alles etwas anders ist, haben sich die ersten Wochen dieses Monats mit Temperaturen über 30 Grad noch stark nach Hochsommer angefühlt. Die in ganz Deutschland gemittelten Temperaturen lagen für den September 2020 mit 14,8 Grad Celsius 1,5 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Zudem regnete es zu wenig. (heise.de) Da sind die Worte der KlimaaktivistInnen von Fridays for Future leider sehr passend. Unter dem Motto „Kein Grad weiter!“ fand am 25.09.2020 – am Weltklimatag – erneut ein globaler Klimastreik statt, FAZ berichtete. Zeitgleich lief in New York die Climate Week. Hier trafen sich Branchenexperten und Unternehmen, um darüber zu diskutieren, wie eine C02-neutrale Wirtschaft gestaltet werden kann. Wie Nachhaltigkeit trotz Covid-19 ganz oben auf der Agenda von Unternehmen bleiben kann, erklärt unser Kunde ENGIE Impact in einem Beitrag im Rahmen der Klimawoche.  

Autofrei? Wohl eher nicht

Ein weiterer Tag im September, der im Zeichen des Klimaschutzes steht, ist der europäische Autofreie Tag am 22. September. Wie der Name schon sagt, soll an diesem Tag der Gebrach von Autos und anderen Kraftfahrzeugen eingeschränkt werden. Leider war davon nicht allzu viel zu spüren. Auf den Straßen waren wie jeden Tag zahlreiche Autos unterwegs. Vielleicht müssen Alternativen wie der Nahverkehr attraktiver gestaltet werden? Im Idealfall könnten sich verstopfte Straßen damit erübrigen, wie dieses GIF anschaulich zeigt.

Die Autobranche – zwischen Krise und Boom

Dass sich etwas an den Mobilitätskonzepten in Deutschland ändern muss, ist nicht erst seit diesem Jahr bekannt. Doch die Pandemie hat – wie fast jeden Bereich unseres Lebens – auch die Mobilitätsbranche durcheinandergebracht. Während Automobilzulieferer und Hersteller Stellen abbauen und die Verkaufszahlen für Verbrenner sinken, boomen E-Autos – sicher auch dank politischer Maßnahmen (WELT). Auch wenn sich der Antrieb verändert, bleibt das Auto weiterhin beliebt und ändert am Straßenbild wenig. Experten glauben sogar, dass die Straßen im Winter voller werden, denn wegen COVID-19 meiden viele Menschen den Nahverkehr (FAZ). Um künftig eine Plattform für Mobilitätskonzepte zu bieten und Best-Practice-Lösungen für Mobility Hubs und smartes Parkraummanagement zu liefern, hat sich nun das „Forum Mobilität in Deutschland“ (FMiD) gegründet (Elektronik automotive) – wir sind gespannt, was daraus entsteht.

TikTok – Verboten oder nicht verboten, das ist hier die Frage

Natürlich gab es im September neben Klima und Mobilität auch andere Themen. Die Debatte um TikTok, die bereits Teil unserer Nachrichtenzusammenfassung im August war, ging zum Beispiel in die nächste Runde. Präsident Trump will Apple und Google verbieten, die App weiterhin zum Download anzubieten. Diese Anordnung von oben sollte eigentlich am 28.09. in Kraft treten. Per Gerichtsentscheid dürfen die Tech-Riesen TikTok nun aber doch erstmal weiter anbieten. Allerdings könnten am 12. November weitere Beschränkungen des Handelsministeriums in Kraft treten, die die Situation massiv verändern dürften. Um das Verbot abzuwenden, ist der Verkauf an ein US-Unternehmen weiterhin im Gespräch. So würden die Daten der Millionen amerikanischen Nutzer, nicht länger Gefahr laufen, in die Hände der chinesischen Regierung zu gelangen. Weitere Informationen finden Sie auf Spiegel.de.

25 Jahre Ebay und 100 Tage Corona-Warn-App

Abschließend gibt es noch etwas zu feiern. Am 2. September feierte Ebay seinen 25. Geburtstag. Der erste Artikel ging am folgenden Tag vor 25 Jahren über den virtuellen Verkaufstresen. Ein kaputter Laser-Pointer für 14,83 Dollar. Das daraus ein milliardenschweres Unternehmen werden sollte, ist schwer vorstellbar. Doch die Idee war gut und zahlte sich aus. Wir wünschen weiterhin alles Gute. Die ganze Geschichte gibt es auf Stern.de.

Und auch unsere Corona-Warn-App konnte ein kleines Jubiläum feiern. 100 Tage ist die App mittlerweile im Einsatz und wurde mehr als 18 Millionen Mal heruntergeladen. Entwickler und die Bundesregierung bewerten die App als Erfolg (bundesregierung.de). Im Herbst soll sie auch länderübergreifend in 11 EU-Staaten funktionieren und im Ausland vor möglichen Infektionen warnen, wie t-online.de berichtet.

Und damit läuten wir das letzte Quartal des Jahres ein. Denken Sie daran, in weniger als 100 Tagen ist Weihnachten und am 3.Oktober feiern wir 30 Tage Deutsche Einheit. Es bleibt also spannend.

Wie bitte? Schon wieder ein Monat vorbei? Geht es Ihnen auch so, dass dieses Jahr trotz oder gerade wegen Corona nur so an Ihnen vorbeizieht? Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie vor leeren Regalen standen und weit und breit kein Klopapier zu finden war? Nein, das war nicht gestern. Das Ganze ist bereits vier Monate her. Kaum zu glauben, aber es ist auch schon ein halbes Jahr vergangen, seit  sich der erste Deutsche mit dem Virus infiziert hat. In der Zwischenzeit ist wohl bei jedem von Ihnen viel passiert, auch wenn sich das im Homeoffice-Alltag vielleicht manchmal gar nicht so anfühlt. Da neben all den Veränderungen im Berufs- und Privatleben vielleicht nicht mehr so viel Zeit bleibt, den Überblick über das aktuelle Geschehen zu behalten, kommen hier die wichtigsten Meldungen der Tech-Branche von uns zusammengefasst.

Zuckerberg weiter unter Druck

Der Juli startete bereits fulminant. Bereits im Juni hatte die Kampagne #StopHateForProfit Unternehmen dazu aufgerufen, keine Werbung mehr auf Facebook zu schalten. Am 30. Juni hatten bereits 135 Unternehmen zugesagt, darunter Adidas, Coca-Cola und Levi’s, wie unter anderem BASIC Thinking berichtete. In der Zwischenzeit haben immer mehr Unternehmen eine Werbepause gegen den Hass eingelegt, scrollen Sie sich doch mal durch die Liste. Auch Dax-Konzerne wie SAP, Volkswagen und Henkel sind vertreten. Da Facebook seinen Gewinn hauptsächlich aus Werbeeinnahmen generiert, sollte man meinen, dass die Kampagne den Social-Media-Riesen ziemlich unter Druck setzt. Bislang hat Zuckerbergs Unternehmen aber nur zu einer der zehn Forderungen zugestimmt, die die Organisatoren Facebook gestellt hatten, wie meedia.de und USA Today berichteten. Wir sind gespannt, wie und ob es im August weitergeht.  

Wenn die Warn-App nicht warnt

SAP, die Deutsche Telekom sowie Gesundheitsminister Jens Spahn dürften in den vergangenen Tagen ebenfalls nicht ganz so ruhig geschlafen haben. Nach einem Bericht von Bild, dass die Corona-Warn-App bei Android-Smartphones sich im Sparmodus deaktiviert, zeigten Recherchen der Tagesschau das die App auch auf vielen iPhones nicht richtig funktioniert. Eigentlich soll die Corona-App im Hintergrund laufen, auch wenn sie nicht geöffnet ist. Doch die Aktualisierung wird vom Betriebssystem nicht aufgerufen und kann die Nutzer nicht rechtzeitig darüber informieren, dass sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. SAP, Telekom sowie Apple hüllten sich zunächst in Schweigen. Keine kluge Taktik in einer Situation, die von allen Transparenz erfordert, erklärt das Handelsblatt. Bleibt zu hoffen, dass die Updates nun alle Probleme beheben konnten und die App im Ernstfall das tut, was sie soll: warnen!

Lohnt sich der Weg?

Um das Kundenerlebnis zu optimieren, kündigte die Deutsche Post in diesem Monat an, Menschen, die bei E-Mail-Diensten wie web.de oder GMX Kunde sind, ihre Post künftig zu digitalisieren. Zunächst sollen lediglich Briefumschläge also Foto per Anhang im elektronischen Postfach der Nutzer landen, bevor der physische Brief zu Hause eintrifft. 2021 sollen dann Briefinhalte folgen, sofern die Empfänger das explizit wünschen, wie t3n berichtete. Wenn es Ihnen so geht, wie mir und Sie zunächst daran zweifeln, ob man diesen Dienst wirklich braucht, denken Sie vielleicht an Ihren nächsten Urlaub, in dem Sie nicht jeden Tag zum Briefkasten gehen können. Auch im Homeoffice helfen die Ankündigungen, denn so kann man entspannt entscheiden, ob man die paar Meter bis zum Briefkasten wirklich auf sich nehmen muss… 

Mehr Flexibilität für die kommenden 12 Monate 

Und wo wir doch schon mal beim Homeoffice sind: Schon im Mai kündigte Twitter Heimarbeit „für immer“ an. Nun äußerte sich Google als ein weiterer Tech-Gigant zur derzeitigen Situation und den Entwicklungen für ArbeitnehmerInnen. MitarbeiterInnen müssen einem Bericht des Wall Street Journals zufolge erst zum Sommer 2021 wieder ins Büro zurückkehren. Zuvor war Ende 2020 vorgesehen. Der Konzern möchte seinen MitarbeiterInnen mehr Flexibilität einräumen. In Anbetracht der undurchsichtigen Situation eine respektvolle Geste, gerade denen gegenüber, die Beruf und Familie vereinen müssen. Weiter Informationen finden Sie auf heise.de.

Das wars schon wieder für diesen Monat, doch der August wird sicher ebenso spannend. Wenn Sie solange nicht warten wollen und Ihre täglich Dosis Tech und Kommunikations-News brauchen, folgen Sie uns einfach auf LinkedIn. Dort gibt es tägliche Updates und Entwicklungen der Branche von uns für Sie auf den Punkt gebracht. 

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