Der November 2020: Was für ein Monat, in was für einem Jahr! Schon seit Beginn der Pandemie, vor allem aber seit dem ersten Lockdown, überschlagen sich die Nachrichten regelrecht. Gefühlt wurde im November jedoch noch eine Schippe draufgelegt. Neben allen gesellschaftspolitischen Themen – Lockdown, Querdenker, US-Wahl, um nur einige zu nennen – rücken zahlreiche Nachrichten in den Hintergrund. Da zurzeit allerdings auch viel im Bereich Technologie und Kommunikation passiert, haben wir auch in diesem vollen November wieder das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Covid-19-Impfstoff, der Durchbruch?

Wie könnte es anders sein, aber natürlich steht Corona weiterhin im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Diesmal allerdings mit positiven Neuigkeiten. Eine Meldung von Biontech/Pfizer über einen Corona-Impfstoff hat die Welt aufatmen lassen. Moderna und AstraZeneca folgten. Das hatte selbstverständlich direkte Auswirkungen – nicht nur auf das eigene Wohlbefinden. So berichtete beispielsweise t3n über ein Feuerwerk an den Börsen. Während Tui oder Lufthansa zulegten, sanken Stay-at-home-Aktien wie Zoom. Doch wir sollten nicht zu früh in Euphorie verfallen. Auch wenn die Zeichen positiv stehen, gilt es noch viele Hürden zu überwinden. Besonders der Transport der Impfdosen stand in der zweiten Novemberhälfte im Zentrum der Berichterstattung – unter anderem Transport liefert weitere Informationen.

Black Friday, Start oder Ende des Weihnachtsgeschäfts?

Transport ist ein gutes Stichwort – auch in Bezug auf Weihnachtsgeschenke. Corona-bedingt brummt das Online-Geschäft noch stärker als im vergangenen Jahr. It-daily.net berichtet sogar vom „digitalsten Weihnachten aller Zeiten“. ExpertenInnen befürchteten allerdings schon im Oktober, dass es dadurch zu Lieferengpässen kommen könnte (Business Insider). Also was tun? So früh wie möglich bestellen. Laut einer Umfrage von Idealo wollen in diesem Jahr nur noch 4 % bis zur letzten Woche vor den Feiertagen mit ihren Weihnachtseinkäufen warten. 2019 gaben noch 49 % an, erst in der Woche vor Heiligabend das letzte Geschenk zu besorgen.

Gut, dass der November der Shopping-Monat schlechthin ist. Singles Day, Black Friday, Cyber Monday, sie alle sorgen dafür das die Kassen klingeln. In einem Artikel fasst WuV zusammen, wie das Kaufverhalten der Deutschen am Black Friday aussah und wem der Tag zu Rekordumsätzen verhalf. Es sieht ganz danach aus als hätte DHL weiterhin gut zu tun. Schon 5 Wochen vor Jahresende hat die Deutsche Post mit 1,6 Milliarden Paketen bereits mehr zugestellt als im Vorjahr – Black Friday und die Adventszeit noch nicht eingerechnet (CIO).

Elon Musk auf der Überholspur

Die Online-Shopping-Tage spielen großen E-Commerce-Anbietern in die Hände. Die Auswertungen von Amazon liegen nicht vor, allerdings wird Jeff Bezos mit seinem Gigakonzern auch in diesem Monat wieder großen Gewinn eingefahren haben – in der Krise ein Dauerzustand für den reichsten Mann der Welt. Den Rang ablaufen wird ihm so schnell wohl niemand. Auch wenn Elon Musk im November Bill Gates auf den dritten Platz im Ranking der Superreichen verwies (im Tesla überholt es sich wohl gut), hat Bezos noch genügend Vorsprung – tageschau berichtete. Aber wer weiß, was als nächstes passiert, schließlich greift Musk regelrecht nach den Sternen. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX schickte im November zum ersten Mal eine Crew zur ISS. Mehr dazu auf Welt.de. Und Raketen sind ja bekanntlich etwas schneller als Autos.

Konsolenkrieg: Playstation oder Xbox?

Bei Musk bleiben in diesem Jahr wohl keine (materiellen) Wünsche offen. Anders sieht es da vielleicht bei Gamern aus. Sowohl Sony als auch Microsoft haben ihre neuen Konsolen veröffentlicht. Ob die Xbox Series X oder Playstation 5 unterm Weihnachtsbaum liegen soll, muss jeder selbst entscheiden. Wer noch etwas Hilfe benötigt, findet beispielsweise auf mobiFlip oder golem einen Vergleich

KI löst biologisches Puzzle

Und noch ein weiteres Gigaunternehmen darf im Monatsrückblick nicht fehlen. Dem Google Tochterunternehmen Deep Mind ist mit seinem KI-Programm Alpha Fold gelungen, vorherzusagen, wie sich Aminosäureketten zu einem funktionellen Biomolekül falten. Damit hat Google es nach eigenen Aussagen geschafft, ein jahrzehntelanges Problem der Biologie zu lösen. Diese Technologie könnte die zukünftige Erforschung von Krankheiten und die Entwicklung neuer Therapien und Medikamente revolutionieren. Die Süddeutsche Zeitung liefert weitere Informationen.

Von Gaming über Shopping, im All und auf der Straße und besonders auch in der Medizin – ohne Technologie kommt man heute schnell an Grenzen. Das hat der November allemal unter Beweis gestellt. Wir sind gespannt, was der Dezember bringt. Hoffentlich aber für alle eine besinnliche Adventszeit mit vielen positiven und spannenden Nachrichten.

Wie bitte? Schon wieder ein Monat vorbei? Geht es Ihnen auch so, dass dieses Jahr trotz oder gerade wegen Corona nur so an Ihnen vorbeizieht? Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie vor leeren Regalen standen und weit und breit kein Klopapier zu finden war? Nein, das war nicht gestern. Das Ganze ist bereits vier Monate her. Kaum zu glauben, aber es ist auch schon ein halbes Jahr vergangen, seit  sich der erste Deutsche mit dem Virus infiziert hat. In der Zwischenzeit ist wohl bei jedem von Ihnen viel passiert, auch wenn sich das im Homeoffice-Alltag vielleicht manchmal gar nicht so anfühlt. Da neben all den Veränderungen im Berufs- und Privatleben vielleicht nicht mehr so viel Zeit bleibt, den Überblick über das aktuelle Geschehen zu behalten, kommen hier die wichtigsten Meldungen der Tech-Branche von uns zusammengefasst.

Zuckerberg weiter unter Druck

Der Juli startete bereits fulminant. Bereits im Juni hatte die Kampagne #StopHateForProfit Unternehmen dazu aufgerufen, keine Werbung mehr auf Facebook zu schalten. Am 30. Juni hatten bereits 135 Unternehmen zugesagt, darunter Adidas, Coca-Cola und Levi’s, wie unter anderem BASIC Thinking berichtete. In der Zwischenzeit haben immer mehr Unternehmen eine Werbepause gegen den Hass eingelegt, scrollen Sie sich doch mal durch die Liste. Auch Dax-Konzerne wie SAP, Volkswagen und Henkel sind vertreten. Da Facebook seinen Gewinn hauptsächlich aus Werbeeinnahmen generiert, sollte man meinen, dass die Kampagne den Social-Media-Riesen ziemlich unter Druck setzt. Bislang hat Zuckerbergs Unternehmen aber nur zu einer der zehn Forderungen zugestimmt, die die Organisatoren Facebook gestellt hatten, wie meedia.de und USA Today berichteten. Wir sind gespannt, wie und ob es im August weitergeht.  

Wenn die Warn-App nicht warnt

SAP, die Deutsche Telekom sowie Gesundheitsminister Jens Spahn dürften in den vergangenen Tagen ebenfalls nicht ganz so ruhig geschlafen haben. Nach einem Bericht von Bild, dass die Corona-Warn-App bei Android-Smartphones sich im Sparmodus deaktiviert, zeigten Recherchen der Tagesschau das die App auch auf vielen iPhones nicht richtig funktioniert. Eigentlich soll die Corona-App im Hintergrund laufen, auch wenn sie nicht geöffnet ist. Doch die Aktualisierung wird vom Betriebssystem nicht aufgerufen und kann die Nutzer nicht rechtzeitig darüber informieren, dass sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. SAP, Telekom sowie Apple hüllten sich zunächst in Schweigen. Keine kluge Taktik in einer Situation, die von allen Transparenz erfordert, erklärt das Handelsblatt. Bleibt zu hoffen, dass die Updates nun alle Probleme beheben konnten und die App im Ernstfall das tut, was sie soll: warnen!

Lohnt sich der Weg?

Um das Kundenerlebnis zu optimieren, kündigte die Deutsche Post in diesem Monat an, Menschen, die bei E-Mail-Diensten wie web.de oder GMX Kunde sind, ihre Post künftig zu digitalisieren. Zunächst sollen lediglich Briefumschläge also Foto per Anhang im elektronischen Postfach der Nutzer landen, bevor der physische Brief zu Hause eintrifft. 2021 sollen dann Briefinhalte folgen, sofern die Empfänger das explizit wünschen, wie t3n berichtete. Wenn es Ihnen so geht, wie mir und Sie zunächst daran zweifeln, ob man diesen Dienst wirklich braucht, denken Sie vielleicht an Ihren nächsten Urlaub, in dem Sie nicht jeden Tag zum Briefkasten gehen können. Auch im Homeoffice helfen die Ankündigungen, denn so kann man entspannt entscheiden, ob man die paar Meter bis zum Briefkasten wirklich auf sich nehmen muss… 

Mehr Flexibilität für die kommenden 12 Monate 

Und wo wir doch schon mal beim Homeoffice sind: Schon im Mai kündigte Twitter Heimarbeit „für immer“ an. Nun äußerte sich Google als ein weiterer Tech-Gigant zur derzeitigen Situation und den Entwicklungen für ArbeitnehmerInnen. MitarbeiterInnen müssen einem Bericht des Wall Street Journals zufolge erst zum Sommer 2021 wieder ins Büro zurückkehren. Zuvor war Ende 2020 vorgesehen. Der Konzern möchte seinen MitarbeiterInnen mehr Flexibilität einräumen. In Anbetracht der undurchsichtigen Situation eine respektvolle Geste, gerade denen gegenüber, die Beruf und Familie vereinen müssen. Weiter Informationen finden Sie auf heise.de.

Das wars schon wieder für diesen Monat, doch der August wird sicher ebenso spannend. Wenn Sie solange nicht warten wollen und Ihre täglich Dosis Tech und Kommunikations-News brauchen, folgen Sie uns einfach auf LinkedIn. Dort gibt es tägliche Updates und Entwicklungen der Branche von uns für Sie auf den Punkt gebracht. 

Es wäre falsch, den Nachrichtenrückblick diesen Monat mit etwas anderem als dem tragischen Mord an George Floyd zu beginnen. Die schockierenden Nachrichten aus den USA haben uns eines gezeigt: Rassismus ist noch immer ein allgegenwärtiges Problem. Die neue Aufmerksamkeit und Präsenz des Themas haben auch Tech-Unternehmen zum Handeln aufgerufen und Facebook und Co. werden zur Rechenschaft gezogen. Zahlreiche Werbekunden boykottieren die Social-Media-Plattformen, da diese nicht konsequent gegen hassorientierte Aussagen vorgehen. HandelsblattWELT und Horizont geben einen Überblick. Mit der Initiative #StopHateForProfit fordern die Unternehmen die sozialen Medien dazu auf, Verantwortung für Posts zu übernehmen und konsequenter und transparenter gegen Rassismus vorzugehen. Facebook kündigte bereits Änderungen an, die Skepsis jedoch bleibt, so SZ. Auch LinkedIn blieb von rassistischen Vorwürfen nicht verschont. Als Reaktion färbte das Karrierenetzwerk sein Logo schwarz, WuV klärt auf. Auch Software ist in der Kritik rassistisch zu handeln. Die Fehlerquote von Gesichtserkennungen ist bei asiatischen oder dunkelhäutigen Personen bis zu 100-mal höher. Der Spiegel berichtet. 

Die Medienpräsenz von Covid-19 ist weiterhin stark. Seit dem 15. Juni ist die Corona-App in Deutschland im Einsatz. Eine Woche später verzeichnete sie 13 Millionen Downloads. Tagesschau erklärt, was bei einem positiven Testergebnis passiert. CHIP zeigt, wie man die Nutzung der Corona-App in der eigenen Umgebung testen kann. Denn je mehr Menschen die App installiert haben, desto mehr Schutz bietet sie. Alles datenkonform und anonym. Während die Technologie den Datenschutz wahrt, werden aktuell zahlreiche Restaurants und Cafés dafür kritisiert, genau dies nicht zu tun. Datenschützer kommen auf golem zu Wort.  

Google dagegen geht einen Schritt Richtung Datenschutz. Das Unternehmen, das von den Daten seiner Nutzer lebt, kündigte nun Verbesserung in seiner Datennutzung an. Gespeicherte Daten werden jetzt automatisch nach 18 Monaten gelöscht. Ist die Löschung der Daten nicht gewünscht, müssen Google-Nutzer dies aktiv einstellen. Mehr dazu auf t3n.  

Als erstes DAX-Unternehmen, meldete Wirecard im Juni Insolvenz an. Schon im vergangenen Jahr, gab es Berichte über finanzielle Ungereimtheiten im Unternehmen. Wirtschaftsprüfer sprechen nun von umfassendem Betrug. Auf Capital findet sich die Historie des Zahlungsdienstleisters.  

Dürfen Influencer auf Social Media Produkte empfehlen ohne den Post als Anzeige zu kennzeichnen, wenn sie dafür nicht bezahlt werden? Diese Frage kam im Verfahren gegen Cathy Hummels auf. Der Verband Sozialer Wettbewerb klagte auf Schleichwerbung, denn es bestehe eine bezahlte Partnerschaft, die es zu kennzeichnen gilt. Die Influencerin hat nun in zweiter Instanz gegen den Verband Sozialer Wettbewerb e.V. gewonnen. Mehr dazu gibt es auf heise.de

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