Schätzungen zufolge gibt es weltweit zwischen 3,2 und 37,8 Millionen Social-Media-Influencer*innen. Das sind Millionen von Menschen, die auf ihre persönliche Marke (auch Personal Brand) setzen, um Follower zu gewinnen, sich lukrative Verträge zu sichern und die Interaktionen auf ihren jeweiligen Plattformen zu erhöhen. Obwohl viele von uns bei Menschen, die sich selbst als „Influencer*innen“ oder „Content Creator*innen“ bezeichnen, die Nase rümpfen oder sie belächeln, lässt sich nicht leugnen, dass diejenigen, die ihr Personal Branding richtig betreiben, damit ausgesprochen erfolgreich sind und die Lorbeeren ernten.

Ein gutes Beispiel dafür ist Logan Paul. Der US-Amerikaner hat bereits im Alter von 10 Jahren damit begonnen, Videos zu drehen. Sein Erfolg auf YouTube und Vine hat ihn berühmt gemacht. Im Alter von nur 27 Jahren ist er bereits 35 Millionen Dollar schwer. Nicht gerade wenig für ein „paar Videos“ und eine starke persönliche Marke, oder?

Im Zeitalter der Digitalisierung (apropos, hat jemand nach der Arbeit Lust auf ein virtuelles Bier?) könnten Unternehmen vielleicht doch ein oder zwei Sachen von den Personen lernen, die mit ihrem persönlichen Online-Markenauftritt so erfolgreich sind. Sieht man mal genauer hin, unterscheidet sich die Pflege der Personal Brand gar nicht so sehr von der Pflege einer starken Unternehmensmarke. In beiden Fällen geht es schließlich darum, mit Trends Schritt zu halten, relevante Inhalte zu produzieren und die Zielgruppe anzusprechen.

Für Forbes hat Goldie Chan ihre 10 goldene Regeln für das Personal Branding ausgearbeitet. 3 davon finde ich besonders relevant – auch für Unternehmen:

  1. Setzen Sie einen Schwerpunkt
  2. Seien Sie authentisch
  3. Seien Sie konsistent

Warum ein Fokus, Authentizität und Konsistenz für das Personal Branding so wichtig sind

Wir alle wissen, dass Technologie das Marketing fortwährend revolutioniert. Vieles lässt sich bereits automatisieren und Daten geben Marketingexpert*innen tiefe Einblicke in ihre Zielgruppen. Doch nicht alles kann der Technologie überlassen werden. Sie müssen einen Schwerpunkt setzten. Sie müssen wissen, wie Sie sich online verkaufen wollen und was Ihre Botschaften wirklich aussagen sollen.

Generell berichten Influencer*innen eher positiv über ihr Leben. Oft verherrlichen sie ihre Lebensumstände sogar, indem sie Fotos und Posts bearbeiten (hallo Filter!) und ihr Leben damit für Außenstehende perfekt und unerreichbar erscheint. Diese Posts sind zwar schön anzuschauen, können aber dazu führen, dass sich bei den Follower*innen ein Gefühl von „die“ und „ich“ entwickelt. Wenn das, was Sie posten, keinen Bezug zu Ihrer Zielgruppe hat, bauen Sie nur eine oberflächliche Verbindung zu Ihren Follower*innen auf.

Viele Influencer*innen haben das erkannt und verzichten teilweise oder gänzlich auf Filter und Photoshop. Sie zeigen ihr Leben stattdessen so, wie es ist – ungefiltert, das Gute und das Schlechte. Diese authentischeren Beiträge machen aus dem „sie“ und „ich“ ein „uns“. Beim Personal Branding geht es auch immer darum, dass Ihre Follower*innen sich leicht mit Ihren Beiträgen identifizieren können und sie dazu einladen, sich an Diskussionen und einem offenen Austausch zu beteiligen.

Was können Unternehmen also für sich mitnehmen?

Vor allem eines: dass sich Ehrlichkeit und Authentizität auszahlen. Wenn eine Marke nicht transparent ist, werden Kund*innen zögern, Ihrem Unternehmen zu vertrauen, besonders wenn es noch unbekannt ist. Denn das Risiko enttäuscht zu werden (oder Schlimmeres), ist einfach zu groß. So wichtig Ästhetik und Image auch sein mögen, Unternehmen sollten sich bei ihrer Kundenansprache nicht allein auf diese Punkte verlassen.

Auf dem Weg in die digitale Zukunft können Unternehmen viel von Influencer*innen und Content Creator*innen lernen. Sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen müssen ihre Marke fokussiert, authentisch und konsistent aufbauen und weiterentwickeln. Sie müssen wissen, wer zur Zielgruppe zählt und wie diese am besten angesprochen wird. Halten Sie Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke doch einmal den Spiegel vor und prüfen Sie genau, was Sie wirklich sagen und zeigen. Wenn Ihnen nicht gefällt, was Sie sehen, kann es sich wirklich lohnen, in der wunderbaren Welt der Influencer*innen nach kreativer Inspiration für Ihr Personal Branding zu suchen!

Sie wollen noch mehr zum Thema Personal Branding erfahren? In unserem Beitrag Das “Ich” als Marke – Tipps für den Aufbau der Personal Brand finden Sie weitere Infos und Anregungen.

Unsere 11 Top-Listen des Jahres 2021

Zahlen, Fakten und Analysen sind wichtige Bestandteile einer guten Content-Strategie. Der Blick nach hinten hilft deshalb häufig auch für die Planung nach vorne. Und für alle, die aus dem Rückblick für die Zukunft lernen wollen (oder nur Spaß an Jahreszusammenfassungen haben), hier ein (vorerst) letzter Blick zurück in das Jahr 2021 auf ein paar interessante, überraschende und ungewöhnliche Rankings*. Anschnallen, es geht los.

*vornehmlich aus Deutschland

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Von Faulheit und Fails

Das Top-Thema Cyber Security wird uns auch in Zukunft weiterhin begleiten. Wehe dem, der ein schwaches Passwort zur Sicherung seines Twitter-, E-Mail- oder gar Bank-Accounts verwendet. Derartige ‚Einladungen‘ knackt der Profi innerhalb von Sekunden.



Die häufigsten Passwort-Sünden des Jahres 2021

Platz 1: 123456

Platz 2: 123456789

Platz 3: 12345678

Ohne Worte! Nicht ganz. Das schlechte Passwort, das am vierthäufigsten verwendet wurde, lautet „Passwort“. Wortwörtlich.

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Erstmals überholt TikTok Google 2021 bei den Seitenaufrufen

Platz da, Google!

Unglaublich, aber wahr: 2021 hat TikTok Google vom Thron gestoßen. Zumindest in Sachen Seitenaufrufe. Cloudfare listet jährlich die beliebtesten Domains. 2020 noch auf Platz 7, ist TikTok 2021 der unbestrittene Platz 1. Sicherlich auch ein Pandemie-Profiteur, denn in tristen Zeiten verlangt es den Menschen nach lustigen, nachdenklichen, herzergreifenden und – letztlich – unterhaltsamen Videos, inklusive Soundtrack.


Die Top-Webseiten 2021

1.           TikTok.com

2.           Google.com

3.           Facebook.com

4.           Microsoft.com

5.           Apple.com

6.           Amazon.com

7.           Netflix.com

8.           YouTube.com

9.           Twitter.com

10.         WhatsApp.com

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Corona und Crypto

Hashtags sind das Schmieröl der Kommunikation auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram, TikTok, LinkedIn & Co. Jede Plattform hat seine eigenen Regeln, aber eins gilt für alle: #Hastags steigern Auffindbar- und Sichtbarkeit und damit auch das so wichtige Engagement der Community.


Die Top 10 der Hashtags auf Twitter

1             #corona

2             #bitcoin

3             #laschet

4             #impfung

5             #cdu

6             #btw21

7             #nft

8             #twitch

9             #berlin

10          #merkel


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Tolle Tweets teilen

Oder auch Neudeutsch: retweeten. Wer die meisten Retweets verzeichnen konnte? Drei politische Forderungen machen im Superwahl-, Corona- und Fußballjahr 2021 das Rennen.

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Youtuber Rezo meldet sich zur Bundestagswahl wieder zu Wort



Am häufigsten geteilte Tweets 2021

1.           YouTuber und Polit-Influencer Rezo

2.           Brief an die Bundesregierung vom Twitter-Nutzer René Engel

3.           Kevin Albrecht mit seinem Aufruf Farben der Regenbogenflagge zum EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn zu tragen

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What’s hot im Hier und Jetzt?

Was wird wo genau jetzt gesucht? Trend-Suchen sind die „hot topics“ des Augenblicks: Abrufbar in Echtzeit und nach Regionen filterbar. Bei sinnvoller Nutzung können sie wertvolle Informationen für Marketing und Suchmaschinenoptimierung liefern. So kann man beispielsweise die „content freshness“ der eigenen Inhalte überprüfen und alte Inhalte gegebenenfalls aktualisieren. Auch ein Rädchen im großen SEO-Getriebe.

Was hier und jetzt heiß ist, findet man hier. Was 2021 heiß war hier:


Meistgesuchten Begriffe bei Google

1.           EM 2021

2.           Bundestagswahl 2021

3.           Corona

4.           Bundesliga

5.           Olympia


Häufigste Schlagzeilen Suchbegriffe 2021

1.           Bundestagswahl 2021

2.           Corona

3.           Zapfenstreich Merkel

4.           Afghanistan

5.           Israel

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Wieso, weshalb, warum?

Besonders beliebte und häufige Longtail-Suchen sind Fragen. Die Suchenden wollen wissen, wie etwas funktioniert oder warum etwas so ist, wie es ist. Antworten finden Sie dann meist, häufig, manchmal auf Google.



Warum-Fragen

1.           Warum geht Whatsapp nicht?

2.           Warum trägt Rüdiger eine Maske?

3.           Warum ist Dieter Bohlen nicht mehr bei DSDS?

4.           Warum geht Roblox nicht?

5.           Warum ist der Himmel gelb?

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Zwei Trends sind stärker als einer: Spieleplaltform Roblox trifft auf Netflix Serien-Hype Squid Game


Was-Fragen

1.           Was kostet ein PCR-Test?

2.           Was ist das Kuba-Syndrom?

3.           Was ist mit Whatsapp los?

4.           Was ist 2G plus?

5.           Was bedeutet rawr?


Wie-Fragen

1.           Wie lange ist ein Schnelltest gültig?

2.           Wie alt ist die Queen?

3.           Wie lange dauert ein PCR-Test?

4.           Wie alt ist Thomas Gottschalk?

5.           Wie alt ist Helene Fischer?

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Auf der Meta-Ebene

Im Metaverse hat sich 2021 einiges getan. Hier aber mal die Highlight-Themen der Social-Media-Plattformen nach Unternehmensaussage.

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Top Themen auf Facebook und Instagram (in no particular order / in keiner bestimmten Reihenfolge)

•             Bundestagswahl

•             Fußball (EM und DFB Pokal)

•             Corona und impfen

•             Umweltschutz

•             Der Berliner Flughafen

•             LGBTIQ+.

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Bewegtbild des kleinen Mannes

Ob im Blog-Post, Social-Media-Kommentar oder Group-Chat: GIFs (gifs oder jifs?) sind das Next-Level-Emoji der lockeren Kommunikation. Auch wenn unter 30-jährige dem Trend wohl bereits abschwören. Die Plattform Giphy listet die Top-Favoriten aus 2021.

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Baby Yoda tanzt sich auf Platz 10 der Giphy-Charts 2021


Die 10 beliebtesten GIFs des Jahres

1.           Langeweile bei The Office

2.           Der müde Kater Tom

3.           Schock beim British Bake off

4.           Trauriger Pikachu

5.           Zwinkerer von Agnes Harkness (ein Disney+-Serien Charakter)

6.           „Happy Birthday“ von Peppa Pig

7.           The Weekend beim Superbowl

8.           Daphne Bridgerton

9.           Tanzendes Küken

10.         Happy Baby Yoda

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Was denken Sie? Sind diese Listen spannend, interessant, nützlich oder schlicht amüsant?

Welche Top-Listen fehlen? Welche würden Sie sich wünschen? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare.

Ich überspringe das derzeit übliche Intro. Ich brauche niemandem zu sagen, welchen Einfluss COVID-19 auf uns hat: Alle Unternehmen stehen heute vor Herausforderungen – und eine davon ist Geld.

Jede Nachrichtenseite und jeder Gesprächspartner hat eine Geschichte über ein Unternehmen parat, das z. B. Personal reduziert, Lieferanten gekündigt oder Budgets gekürzt hat. Kürzungen werden in allen Unternehmen und allen Abteilungen vorgenommen, und leider sind auch Marketing und Kommunikation davon nicht ausgenommen. Aber es gibt Möglichkeiten, Ihr Budget zu schützen oder zumindest dafür zu sorgen, dass die Kürzung weniger aggressiv ausfällt.

Vor kurzem nahm ich an der ersten virtuellen Konferenz der MarComms Group der PRCA teil. In ihr wurden viele gute Tipps gegeben, wie man dem Vorstand und der Managementebene demonstrieren kann, welchen Mehrwert Marketing und Kommunikation bieten. Die Ratschläge kamen von Chris Fiorillo, CMO von Infosys Consulting, Chris Hall von Shallcross Partners, Carey Trevill, Interim-CEO der British Promotional Merchandise Association, und Nick Jones, Marketingdirektor der International SOS Group.

Hier sind die Top-Tipps für alle Marketer und Kommunikatoren da draußen:

Demonstrieren Sie tiefgehendes Geschäftsverständnis:

Wenn sich der Vorstand auf die Rentabilität konzentriert, zeigen Sie, dass Sie mehr für weniger tun können, zeigen Sie, dass Sie einfallsreich sind, zeigen Sie, wie Sie effektiver arbeiten können. Wenn der Vorstand Wachstum anstrebt, zeigen Sie, dass Sie sich auf Lead-Generierung, Kundenbindung usw. konzentrieren. Wenn Sie zeigen, dass Ihr Marketing-Fokus vollständig auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist, bedeutet dies, dass die Kürzung Ihre Ressourcen weniger wahrscheinlich ist.

Stellen Sie Verbindungen her:

Treten Sie aus Ihrer Marketing-Blase heraus. Stellen Sie intern stärkere Verbindungen her. Gibt es einen Weg, wie Sie näher an die Finanzabteilung herankommen können? Wenn das nicht möglich ist, dann vielleicht an die Menschen, die Einfluss auf die Finanzen haben, zum Beispiel das Führungsteam im Vertrieb oder andere Führungskräfte der Geschäftsführungsebene. Sie wollen, dass andere Sie unterstützen, um Ihr Budget zu behalten, dann müssen Sie ihnen klar machen, dass sie ohne Marketing nicht erfolgreich sein können.

Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit:

Eine Möglichkeit, den Vorstandsmitgliedern oder anderen Führungskräften näher zu kommen, besteht darin, Ihr Profil nach außen hin zu schärfen und den Mehrwert direkt zu zeigen. Wahrscheinlich tun Sie dies bereits, indem Sie Experten und Führungskräfte als die Gesichter des Unternehmens positionieren, aber schauen Sie sich auch Ihren Vorstand an und fragen Sie sich: Wer könnte sichtbarer sein? Wie oben erwähnt, schaffen Sie sich so intern mehr Verbündete.

Versuchen Sie nicht, sich zu verstecken:

Wenn mich keiner sieht, dann spricht man auch nicht über mich. Das ist ein Trugschluss. Alle Kosten stehen in der GuV, und es wird eine Diskussion über Ihr Budget geben, falls dies noch nicht geschehen ist. Seien Sie proaktiv und denken Sie an Lösungen, die sowohl für Sie als auch für das Unternehmen funktionieren. In der gegenwärtigen Situation wird sich das Finanzteam derzeit auf den Cashflow konzentrieren, so dass es vielleicht Möglichkeiten gibt, jetzt etwas zu bewirken und später zu zahlen. Wenn Sie beispielsweise mit einer PR-Agentur zusammenarbeiten, können die Zahlungsbedingungen 30-60 Tage betragen, d. h. Ergebnisse heute, Zahlung im folgenden Monat. Es geht darum, Kosten in einem akzeptablen Rahmen zu halten.

Mehr für weniger:

Machen Sie das meiste richtig und erledigen Sie es schnell. Lassen Sie sich nicht von Perfektionismus bremsen. Die verfügbare Zeit ist geschrumpft – die Zeit für Veränderungen ist heute, diese Woche, jetzt – also vergessen Sie Pläne, die acht Wochen in die Zukunft reichen. Nutzen Sie bestehende Inhalte neu, in anderer Form und mehrfach. Seien Sie kreativ.

Es gibt Anzeichen dafür, dass diese Rezession im Vergleich zu vergangenen Rezessionen eher kurz, aber dafür heftig sein wird. Jetzt ist die Zeit für Marketing und Kommunikation. Denn wenn erst einmal der Aufschwung kommt, wird das auch schnell für Wachstum sorgen. Mit durchgängigen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten sind sie gut vorbereitet und können jede Gelegenheit nutzen.

Ist es an der Zeit, Ihre Reputation zu formen?

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