Der Aufbau einer krisensicheren Reputation

Die wirtschaftliche Lage derzeit, ist nicht die, die wir uns immer erträumt haben. Angesichts einer Inflation, die seit über 70 Jahren nicht mehr so hoch war wie jetzt, sind sich viele Unternehmen sehr unsicher über ihre Zukunft. Sogar einige der größten Tech-Unternehmen weltweit, kämpfen mit den momentanen wirtschaftlichen Turbulenzen. Meta beispielsweise mussten 13% ihrer Belegschaft kündigen, aber auch andere müssen den Personalbestand reduzieren.

Doch auch wenn wir uns gerade in schwierigen Zeiten befinden, die Pflege der Reputation Ihres Unternehmens ist weiterhin essenziell. Denn ein guter Ruf sorgt dafür, dass Menschen Ihrer Marke treu bleiben und auch Ihre Stakeholder auf Ihrer Seite sind, selbst wenn die Umstände ungemütlich werden.

Alle Unternehmen, die es erfolgreich durch die Pandemie geschafft haben, haben eine Sache gemeinsam: sie haben sowohl intern als auch extern stets großen Wert auf den Ruf ihres Unternehmens gelegt.

Hier sind ein paar Aspekte, denen Sie Aufmerksamkeit schenken sollten, wenn Sie eine starke Reputation aufbauen wollen:

Interessengruppen einbinden

Manifestieren Sie ihre Reputationsarbeit in Ihre Unternehmenskultur, damit wirklich alle Mitwirkenden, die große Bedeutung davon verinnerlicht haben. Denn die Reputation bezieht sich auf das komplette Unternehmen und ist nicht nur Teil der Unternehmensspitze. In der IT-Abteilung wäre es beispielsweise der sichere Schutz der Vermögenswerte des Unternehmens. Denn Verbraucher:innen wollen auf keinen Fall, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Für die Personalabteilung ist es auf der anderen Seite wichtig als gute Arbeitgebende angesehen zu werden.

Stechen Sie hervor

Nicht jedes Unternehmen kann wie Tesla oder Meta sein – das bedeutet aber nicht, dass Sie nicht rausstechen können. Fast alle Unternehmen haben etwas Besonderes, über das gesprochen werden sollte. Finden Sie heraus, was Ihre Besonderheit ist, und nutzen Sie sie, um sich mit Ihren Mitarbeitenden und Kund:innen zu verbinden. Eine innovative, widerstandsfähige und agile Reputation, hilft dabei Interessensgruppen miteinzubeziehen und gegenüber Aktionär:innen einen „Halo-Effekt“ erzeugen.

Ganzheitliche Reputation

Ihre internen Stakeholder sind natürlich wichtig, aber für eine ganzheitliche Reputation müssen Sie Alle Interessengruppen im Blick haben. Wenn Sie sich mit Ihrem Ruf im Allgemeinen auseinandersetzen, müssen Sie alle wichtigen Aspekte berücksichtigen: Ihre Führungskräfte, Ihren Presseauftritt, ihre Teilnahme an relevanten Gesprächen und viele andere Dinge können sich auf Ihren Ruf auswirken. Es gibt so viele Anlaufstellen und Sie sollten sich mit jeder einzelnen davon befassen.

Blicken Sie über den Tellerrand hinaus

Es ist entscheidend, dass Sie in Ihre Mitarbeitenden, Lieferant:innen, Kund:innen oder Dritte investieren und es wird sich auf lange Sicht auszahlen. Zusätzlich sollten Sie Ihre internen Richtlinien prüfen, ebenso die Ihrer Partner:innen. Es ist zwar mühsam, stellt aber sicher, dass Sie gut aufgestellt sind. Handlungen sagen nun mal mehr als Worte, deshalb sollten Sie veraltete Strukturen ersetzen oder Partnerschaften, die nicht mehr mit den Werten Ihres Unternehmens übereinstimmen oder Ihrer Reputation zu Schaden kommen könnte, beenden.

Lektion in PR-Messaging: Alles eine Frage der Balance

Der sogenannte ‘Shock Value’ wird in Filmen und Serien dazu genutzt starke Reaktionen bei den Zuschauer:innen zu erzeugen. Nur die Herangehensweisen unterscheiden sich hier je nach Genre. Bei Horrorfilmen funktioniert es über die bekannten Schockmomente oder brutal gestaltete Szenen. In romantischen Komödien vielleicht durch einen herzzerreisende Plot Twists. Bei immer mehr (Streaming-)Serien, wie zum Beispiel ‘House Of The Dragon’ (ich freue mich jede Woche auf die neue Folge!) ist der Shock Value meist die Sprache selbst. Bezeichnend: Eine harte, ungeschminkte Wortwahl und die häufige Verwendung von besonders drastischen Schimpfwörtern.

Bei der Nutzung von Schimpfwörtern scheiden sich seit jeher die Geister, manche nutzen sie wie selbstverständlich in ihrem Wortschatz, andere eben nicht. Aber die übermäßige Verwendung von beispielsweise sexistischen Schimpfworten kann meiner Meinung nach auch ein Drehbuch entwerten. Wenn man derartige Begriffe gelegentlich einstreut, werden die Dialoge vielleicht etwas pikanter, aber wenn man sie regelmäßig nutzt, verlieren sie ihren Schockwert und nerven nur noch.

Warum rede ich darüber? Kommunikationsprofis sind Meister der Worte – wir entscheiden bewußt wie, wann und wo wir welche Begriffe verwenden und was wir damit ausdrücken wollen. Es ist wichtig, große, kraftvolle Worte zu verwenden, damit die Menschen aufhorchen, aber es bedarf einer sorgfältigen Balance, um eine Wirkung zu erzielen.

Die Botschaften auf den Punkt bringen

Es ist wichtig, sich mit Ihrer Botschaft und Ihren Key-Messages zu befassen, denn nur so wählen Sie auch die richtigen Worte, um die Beschreibung Ihres Unternehmens prägnant auf den Punkt zu bringen und eine einheitliche Tonalität und Charakteristik des Unternehmens zu schaffen – letztlich Ihre Corporate Language. Und die kluge Wortwahl ist der Unterschied zwischen dem Einschalten Ihres ‘Publikums’ und dem Abschalten oder, schlimmer noch, der aktiven Abneigung gegen Sie (das will niemand!).

Der Ausgangspunkt für jedes Unternehmen ist die Wettbewerbsanalyse und deren Unternehmenssprache. Stellen Sie sich dann folgende Fragen:

  • Heben wir uns ab?
  • Sind wir über unsere digitalen Kanäle hinweg konsistent? (Lesen Sie unseren Blog und finden Sie heraus wie Sie TikTok und LinkedIn in Ihre Unternehmenskommunikation integrieren können)
  • Beschreiben unsere Mitarbeitenden unser Unternehmen einheitlich?
  • Passen Wortwahl, Stil und Ton zu unserem Unternehmen?
  • Machen wir einen guten Eindruck und nehmen Kund:innen uns positiv wahr?

Auf das Wesentliche reduzieren

Das Messaging, von dem ich hier spreche, gilt für Ihre Kommunikation – nicht für Werbung. Denken Sie daran, dass Sie keinen Slogan erstellen, sondern Ihr Unternehmen klar und prägnant beschreiben wollen. Am besten ist es, dies zunächst in drei Sätzen zu formulieren – was tut Ihr Unternehmen (und für wen), warum ist es anders und welche Vorteile bringt es Ihren Kund:innen? Ihre Antworten auf diese Fragen sind der Grundpfeiler für Ihre Botschaft. Es lohnt sich also, Zeit darauf zu verwenden und Begriffe sowie Satzstruktur sorgfältig auszuwählen.

Und denken Sie daran:

  • Vermeiden Sie Jargon (oder verwenden Sie ihn sehr vorsichtig, wenn es sich um ein Wort handelt, das Ihre Kund:innen häufig verwenden)
  • Seien Sie glaubwürdig und stehen Sie zu Ihrem Unternehmen. (Sie wollen wissen, wie glaubwürdig Ihr Unternehmen nach Außen erscheint? Lesen Sie unseren Leitfaden zum Reputationsmanagement)
  • Zeigen Sie auch, dass sie Ihre Behauptungen untermauern können
  • Stellen Sie einen Bezug zu den Bedürfnissen Ihrer primären Zielgruppe her.

An Ihre Zielgruppe anpassen

Diese drei Grundpfeiler bilden Ihr Fundament. Sobald Sie dieses haben, müssen Sie sich Gedanken über Ihre Zielgruppen machen – d. h. wie können Sie die Botschaft für bestehende und neue Kund:innen anpassen? Wie sieht es mit bestehenden und künftigen Mitarbeitenden aus? Achten Sie auch hier darauf, dass Sie alles, was Sie sagen, belegen können.

Shock Value – Alles eine Frage der Balance

Sie haben jetzt eine kommunikative Basis, Sie haben Argumente, Sie haben die maßgeschneiderten Versionen, und jetzt müssen Sie sicherstellen, dass das alles so eingesetzt wird, dass es auch eine Wirkung zeigt. Im ersten Schritt müssen Sie die Kommunikation über alle Kanäle hinweg einheitlich gestalten – digital und physisch. Der zweite Schritt besteht darin, die Worte mit ‘Shock Value’ zu definieren und sicherzustellen, dass sie in den richtigen Momenten eingesetzt werden. Wie in Filmen können Worte mit ‘Shock Value’ dazu dienen, die Aufmerksamkeit einer Person zu erregen, oder einen bestimmten Punkt hervorzuheben. Seien Sie einfach schlauer als die Drehbuchautoren von ‘House of the Dragon’, wenn es um die Reaktion Ihres Publikums geht! (Denn wenn Sie eins nicht wollen, dann ist es mit Ihrer Wortwahl nerven 😉

In 15 Sekunden zu neuen Kunden 

TikTok ist nur ein Mittel zum Zeitvertrieb für die Generation Z? Ganz im Gegenteil. Mit dem richtigen Know-how können Unternehmen die Videosharing-Plattform erfolgreich für Ihr Reputation Shaping nutzen.  

Die Kurzvideo-App TikTok ist in aller Munde. Marketingteams feiern die App, weil sie schnell und einfach kreative Clips für eine Marke drehen können und Teil einer großen Community werden. Eine eindrucksvolle Reichweite gibt es extra dazu. Doch wer bucht über das TikTok-Video einen CRM-Workshop? Wer schaut einen lustigen Clip und fragt im Anschluss Halbleitertechnik an? Ist der Hype ums TikTok Marketing heiße Luft? Oder kann es tatsächlich der richtige Ort für Consulting, HR-Softwares oder IT-Dienstleistungen sein? 

Was hat Tiktok im B2B- Bereich zu bieten?  

Kurzgesagt ist TikTok eine Video-Sharing-Plattform. Nutzer:innen haben die Möglichkeit, sich auf der Videoplattform Kurzvideos anzusehen und auch selbst erstellte Kurzvideos hochzuladen. Mittlerweile ist TikTok die sich am schnellsten verbreitende mobile App der Welt. Sie ist nach eigenen Angaben in insgesamt 75 Sprachen verfügbar und erfreut sich weltweit einer wachsenden Zahl von Nutzern:innen. Aber nicht nur die Generation Z ist auf der Trend-Plattform vertreten, immerhin sind mehr als 31% über 25 Jahre alt. TikTok lebt von Inhalten, die viele Konsument:innen ansprechen – wie Inspiration, Wissensaustausch oder Comedy. 

KI wird eingesetzt, um nutzergenerierte Inhalte auf einzelne Nutzer zuzuschneiden, die sie dann auf ihrer personalisierten For You Page (FYP) finden. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, auf der FYP zu erscheinen, wird häufig das Hashtag #foryou oder sogar #fyp verwendet. Denn auch Hashtags helfen, auf TikTok Aufmerksamkeit zu erregen. 

In der Theorie ist es also so: Mit dem richtigen Format bauen Sie sich einen Expertenstatus auf und werden direkt über die App angefragt – sei es, dass Menschen bei Ihnen arbeiten wollen, oder Ihre Leistungen und Produkte anfragen. Um den Expertenstatus zu erlangen, braucht es insbesondere eine starke Content-Idee, einen guten Texter für die Skripte und einen Content Creator, der das TikTok am Ende produziert. 

Gleich und gleich gesellt sich gern

Haben Sie Unternehmen als Zielgruppe, die ihr Angebot vor allem an junge Menschen richten, sind diese vermutlich schon auf TikTok vertreten? Mit der Plattform haben Sie also die Möglichkeit, genau diese Unternehmen ebenfalls zu erreichen. Vermutlich werden Sie sogar Pluspunkte sammeln, denn es zeigt, dass Sie die Zielgruppe Ihrer Kund:innen verstehen.  

Grundsätzlich kann jedes Unternehmen auch auf TikTok für unterschiedliche Zielgruppen Fuß fassen. Wenn man seine Zielgruppe kennt, weiß man bereits, welche Inhalte Aufmerksamkeit erzeugen und wie man die Nutzer:innen an die Marke bindet. Als B2B-Marke können Sie zum Beispiel TikTok nutzen, um ihnen einen Einblick in die Herstellung Ihrer Produkte zu geben. Die Plattform bietet auch die Möglichkeit, Ihre Mitarbeitenden zum Mitreden und Mitmachen zu bewegen. Noch besser ist es, wenn Sie Ihren Fachexpert:innen die Führung übernehmen lassen und ihnen erlauben, eine Frage-Antwort-Runde auf der App zu moderieren. 

Potenzielle Neukund:innen oder neue Mitarbeitende können die Marke somit über TikTok kennenlernen. Beziehen Sie die Community mit ein und nutzen Sie die Plattform, um sich als modernes Unternehmen zu präsentieren, das ständig neue Chancen nutzt. 

Bewerber:innen da suchen, wo man sie auch findet!

Die Altersgruppe, die bei TikTok hauptsächlich aktiv ist, besetzt in den seltensten Fällen Führungspositionen in einem Unternehmen. Sie steht noch am Anfang ihres beruflichen Lebens. Die Nutzer:innen befinden sich überwiegend in der Ausbildung oder absolvieren ein Studium. 

Alter der TikTok Nutzer:innen in Deutschland (https://www.start.io/audience/tiktok-users-in-germany)

Diese Umstände machen sie für Unternehmen im B2B-Bereich auf zwei Arten interessant: Einerseits können Sie Ihr Unternehmen bei potenziellen Arbeitnehmer:innen und Azubis bekannt machen – schließlich sind sie die Unternehmer von morgen – andererseits beeinflusst man mit den Beiträgen automatisch das Kaufverhalten der Zielgruppe. 

Nicht nur für junge Menschen 

TikTok ist zwar vor allem bei der jüngeren Generationen beliebt, doch auch die für den B2B-Bereich relevante Altersgruppe ist vertreten. In den 25 % der 25-34-jährigen sowie den 6 % der 35-44-jähren globalen TikTok-Konsument:innen stecken mit Sicherheit auch Entscheider:innen, die Sie gern von Ihren Produkten oder Dienstleistungen überzeugen wollen. Jedoch stellt sich weiterhin die Frage, wie sich die B2B-Branche in dieser Spaß-App etablieren kann. 

Während Networking als eine Kerntaktik im B2B-Marketing zwar wahrscheinlich eher auf anderen Plattformen, wie LinkedIn, stattfindet heißt das nicht, dass TikTok nicht zum effektiven Netzwerken genutzt werden kann. 

Lokal- oder Branchenspezifische Hashtags können verwendet werden, um mit anderen Fachleuten und potenziellen Kund:innen in Kontakt zu treten.  

Als Erstes durchstarten  

TikTok ist im B2B-Bereich noch weitgehend unbekannt. Ist Ihr Unternehmen auf TikTok vertreten, gibt es noch wenig Konkurrenz und damit einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil.  

Hier noch ein paar weitere Tipps, wie auch Sie auf der Plattform erfolgreich werden:  

  • Stellen Sie Ihre Werbeabsichten nicht in den Vordergrund. 
  • TikTok ist schnelllebig, was heute passiert ist morgen (fast) schon vergessen.  
  • Achten Sie auf die Aussagen Ihrer Videos. Sie wollen zwar viral gehen, jedoch aus positiven Gründen. (Sie wollen mehr dazu wissen? Lesen Sie gern unseren Blogbeitrag zu Cancel Culture
  • Nur wer selbst aktiv ist, kann die App auch verstehen.  
  • Haben Sie Spaß und machen Sie mit. Vielleicht werden Sie der nächste große Social Media Hit!   

Und noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Es braucht jemanden im Unternehmen, der die Plattform und die Zielgruppe versteht, sonst wird es schnell peinlich. TikTok hat einen ganz eigenen Humor, den viele außerhalb der Plattform nicht verstehen. Das führt auch dazu, dass trendbasierte Videos schnell lächerlich werden, wenn man zu lange braucht, um diese zu posten oder wenn der Trend falsch verstanden wird. Auch lange interne Approval Prozesse sind hier schwierig. Vertrauen Sie ihren Social Media Teams und erlauben Sie ihnen sich auszuprobieren – ein Following entsteht nicht über Nacht.  

TikTok kann Teil einer 360 Grad Unternehmenskommunikation sein und somit Teil des Reputations Managements. Wir unterstützen Sie gern mit Trainings und Guidelines für Social Media Teams – oder bei Ihrer Stratgeischen Planung. 

Was Internationale PR mit einer Patchworkfamilie gemeinsam hat und was sie zum Gelingen braucht

Sie wundern sich sicher jetzt? Patchworkfamilie und Internationale PR in einem Satz. Jede:r die oder der schon einmal international zusammengearbeitet hat, weiß, dass es manchmal eine Herausforderung darstellt, denn es gibt viele Hürden zu bewältigen, damit eine Zusammenarbeit auch gelingt: Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und unterschiedliche Medienlandschaften. Wenn verschiedene Agenturen aufeinandertreffen, ist es eigentlich nicht anders, als wenn Patchworkfamilien plötzlich zusammengewürfelt werden: auch hier treffen unterschiedliche Charaktere mit einer eigenen Familienhistorie und womöglich noch aus einer anderen Kultur aufeinander und müssen plötzlich auf „happy family“ machen.

Agenturen, die international zusammenarbeiten sollen, brauchen die gleiche Zuwendung und ein Fingerspitzengefühl, wie Familien und ihre Mitglieder, die plötzlich zusammengeworfen werden und ein harmonisches Ganzes ergeben sollen. Ein Team Spirit entsteht nicht von ungefähr, umso wichtiger ist es, dass Sie intern jemanden haben, der das Managen übernimmt und für steten Kontakt und Austausch auf Augenhöhe zwischen allen Partneragenturen sorgt. 

Was für eine große Herausforderung Internationale PR bedeuten kann, zeigt allein die Tatsache, dass es 195 Länder gibt, in denen mehr als 7.000 Sprachen und unzählige Dialekte gesprochen werden. Von den unterschiedlichen Kulturen und marktspezifischen Eigenheiten nicht zu sprechen.

Seit mehr als 30 Jahren unterstützt Firefly Kunden dabei ihre Kommunikation und PR europaweit und global auf- und umzusetzen. Wir wissen, wie schwierig es ist, wenn Agenturen aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen zusammentreffen und zusammengeworfen werden – wie eine Patchworkfamilie. Aber was macht es so schwierig Kommunikationsstrategien und -Maßnahmen grenzüberschreitend zu planen, zu steuern und zu koordinieren? Wie stellen Sie sicher, dass die Zusammenarbeit international ein Erfolg wird?

Hier fünf Tipps, die Sie beachten sollten:

1. Head of Coordination

Ganz wichtig ist es, dass Sie eine:n zentrale:n Ansprechpartner:in bestimmen, der oder die das Weitergeben von relevanten Unternehmens Updates und Informationen an alle Agenturen koordiniert und alle Agenturen managt. Wichtig ist: Agenturen brauchen idealerweise eine:n zentrale:n Ansprechpartner:in, ganz genauso wie in Familien, wo der Vater oder die Mutter die Rolle der oder des Familien-Manager:in übernimmt und alle Familienaktivitäten koordiniert und plant.

2. One Team: One Goal.

Schaffen Sie eine gute Atmosphäre, wenn Sie mit mehreren verschiedenen Agenturen zusammenarbeiten und bedenken Sie, dass diese womöglich auch internationaler aufgestellt sind und eventuell miteinander konkurrieren. Wichtig ist es, regelmäßig deutlich zu machen, dass alle am gleichen Strang ziehen und vor allem, dass alle von den Erfolgen in anderen Märkten profitieren. Wenn zwei Familien zusammenschmelzen und zu einer werden, gibt es zu Beginn immer Konkurrenz, Unklarheiten und viele Machtkämpfe – erst, wenn alle Familienmitglieder merken, dass ihnen ihre Position nicht streitig gemacht wird, kehrt Ruhe ein.

3. Integrative Arbeitsweise

Die Umsetzung von Kommunikationsstrategien und Programmen muss immer integrativ gesteuert – d. h. unternehmensintern und nicht von Agenturseite – werden, denn nur so wird aus den nationalen Kommunikationsaktivitäten auf den verschiedenen Märkten ein internationales Ganzes. Gleichzeitig sollte auch eine Flexibilität gewahrt werden, denn Märkte funktionieren unterschiedlich und Inhalte müssen entsprechend angepasst werden.

4. Wichtige Entscheidungen treffen

Der Erfolg von Internationaler PR hängt nicht nur von externen Rahmenbedingungen und internen Einflussfaktoren ab, sondern auch von der Internationalisierungs-strategie, die das jeweilige Unternehmen verfolgt. Das heißt die Kommunikation und PR richtet sich immer nach dem Unternehmenstyp (international, multinational, transnational oder global). Im Umkehrschluss heißt das, dass die Planung, Koordination und Kontrolle von Internationaler PR-Arbeit immer aufwendiger wird, je geringer standardisiert und zentralisiert ein Unternehmen und die interne und externe Kommunikation aufgebaut ist. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Mütter und Väter einer Patchworkfamilie idealerweise am gleichen Strang ziehen und kohärent handeln und kommunizieren, dann gibt es auch weniger Chaos und die Richtung ist stets klar.

5. Synergiepotentiale schaffen

Fördern Sie die Zusammenarbeit von den jeweiligen lokalen Agenturen, denn eine gute Internationale PR kann nur durch eine gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten und der Rückkopplung von Knowhow entstehen, d. h. Inhalte, Storylines, Pitches u.v.m. sollten mit anderen Märkten geteilt werden.

Wir bei Firefly haben Standorte in München, London und Paris und arbeiten seit nun mehr als 30 Jahren regelmäßig mit unseren Partneragenturen aus der ganzen Welt zusammen. Wir stellen sicher, dass die europaweite und internationale PR und Kommunikation für unsere Kunden und Partneragenturen erfolgreich ist. Daher kennen wir die alltäglichen Herausforderungen nur allzu gut, aber umso mehr wissen wir über das Potenzial, dass sich durch eine gute marktübergreifende Kommunikation und PR für unsere Kunden erschließt.

Das hört sich für Sie im ersten Moment vielleicht nach sehr viel (extra) Arbeit an, doch lohnt es sich, diese einfach anzugehen. Am Anfang braucht es selbstverständlich ein bisschen bis jedes (Familien-)Mitglied seinen Platz gefunden hat und sich gesehen und wertgeschätzt fühlt, aber danach ist es „fast“ ein Selbstläufer.

Ganz nach dem Motto „One Team. One Goal“ können Agenturen, die Team Spirit besitzen und quasi zu einer Patchworkfamilie werden, gemeinsam Großes für ihre Kunden bewegen.

Falls Sie Interesse an Internationaler PR haben und nicht wissen, wie sie es angehen sollen, stehen wir gerne beratend an Ihrer Seite.

Weiterführende Links:

Schätzungen zufolge gibt es weltweit zwischen 3,2 und 37,8 Millionen Social-Media-Influencer*innen. Das sind Millionen von Menschen, die auf ihre persönliche Marke (auch Personal Brand) setzen, um Follower zu gewinnen, sich lukrative Verträge zu sichern und die Interaktionen auf ihren jeweiligen Plattformen zu erhöhen. Obwohl viele von uns bei Menschen, die sich selbst als „Influencer*innen“ oder „Content Creator*innen“ bezeichnen, die Nase rümpfen oder sie belächeln, lässt sich nicht leugnen, dass diejenigen, die ihr Personal Branding richtig betreiben, damit ausgesprochen erfolgreich sind und die Lorbeeren ernten.

Ein gutes Beispiel dafür ist Logan Paul. Der US-Amerikaner hat bereits im Alter von 10 Jahren damit begonnen, Videos zu drehen. Sein Erfolg auf YouTube und Vine hat ihn berühmt gemacht. Im Alter von nur 27 Jahren ist er bereits 35 Millionen Dollar schwer. Nicht gerade wenig für ein „paar Videos“ und eine starke persönliche Marke, oder?

Im Zeitalter der Digitalisierung (apropos, hat jemand nach der Arbeit Lust auf ein virtuelles Bier?) könnten Unternehmen vielleicht doch ein oder zwei Sachen von den Personen lernen, die mit ihrem persönlichen Online-Markenauftritt so erfolgreich sind. Sieht man mal genauer hin, unterscheidet sich die Pflege der Personal Brand gar nicht so sehr von der Pflege einer starken Unternehmensmarke. In beiden Fällen geht es schließlich darum, mit Trends Schritt zu halten, relevante Inhalte zu produzieren und die Zielgruppe anzusprechen.

Für Forbes hat Goldie Chan ihre 10 goldene Regeln für das Personal Branding ausgearbeitet. 3 davon finde ich besonders relevant – auch für Unternehmen:

  1. Setzen Sie einen Schwerpunkt
  2. Seien Sie authentisch
  3. Seien Sie konsistent

Warum ein Fokus, Authentizität und Konsistenz für das Personal Branding so wichtig sind

Wir alle wissen, dass Technologie das Marketing fortwährend revolutioniert. Vieles lässt sich bereits automatisieren und Daten geben Marketingexpert*innen tiefe Einblicke in ihre Zielgruppen. Doch nicht alles kann der Technologie überlassen werden. Sie müssen einen Schwerpunkt setzten. Sie müssen wissen, wie Sie sich online verkaufen wollen und was Ihre Botschaften wirklich aussagen sollen.

Generell berichten Influencer*innen eher positiv über ihr Leben. Oft verherrlichen sie ihre Lebensumstände sogar, indem sie Fotos und Posts bearbeiten (hallo Filter!) und ihr Leben damit für Außenstehende perfekt und unerreichbar erscheint. Diese Posts sind zwar schön anzuschauen, können aber dazu führen, dass sich bei den Follower*innen ein Gefühl von „die“ und „ich“ entwickelt. Wenn das, was Sie posten, keinen Bezug zu Ihrer Zielgruppe hat, bauen Sie nur eine oberflächliche Verbindung zu Ihren Follower*innen auf.

Viele Influencer*innen haben das erkannt und verzichten teilweise oder gänzlich auf Filter und Photoshop. Sie zeigen ihr Leben stattdessen so, wie es ist – ungefiltert, das Gute und das Schlechte. Diese authentischeren Beiträge machen aus dem „sie“ und „ich“ ein „uns“. Beim Personal Branding geht es auch immer darum, dass Ihre Follower*innen sich leicht mit Ihren Beiträgen identifizieren können und sie dazu einladen, sich an Diskussionen und einem offenen Austausch zu beteiligen.

Was können Unternehmen also für sich mitnehmen?

Vor allem eines: dass sich Ehrlichkeit und Authentizität auszahlen. Wenn eine Marke nicht transparent ist, werden Kund*innen zögern, Ihrem Unternehmen zu vertrauen, besonders wenn es noch unbekannt ist. Denn das Risiko enttäuscht zu werden (oder Schlimmeres), ist einfach zu groß. So wichtig Ästhetik und Image auch sein mögen, Unternehmen sollten sich bei ihrer Kundenansprache nicht allein auf diese Punkte verlassen.

Auf dem Weg in die digitale Zukunft können Unternehmen viel von Influencer*innen und Content Creator*innen lernen. Sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen müssen ihre Marke fokussiert, authentisch und konsistent aufbauen und weiterentwickeln. Sie müssen wissen, wer zur Zielgruppe zählt und wie diese am besten angesprochen wird. Halten Sie Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke doch einmal den Spiegel vor und prüfen Sie genau, was Sie wirklich sagen und zeigen. Wenn Ihnen nicht gefällt, was Sie sehen, kann es sich wirklich lohnen, in der wunderbaren Welt der Influencer*innen nach kreativer Inspiration für Ihr Personal Branding zu suchen!

Sie wollen noch mehr zum Thema Personal Branding erfahren? In unserem Beitrag Das “Ich” als Marke – Tipps für den Aufbau der Personal Brand finden Sie weitere Infos und Anregungen.

Unsere 11 Top-Listen des Jahres 2021

Zahlen, Fakten und Analysen sind wichtige Bestandteile einer guten Content-Strategie. Der Blick nach hinten hilft deshalb häufig auch für die Planung nach vorne. Und für alle, die aus dem Rückblick für die Zukunft lernen wollen (oder nur Spaß an Jahreszusammenfassungen haben), hier ein (vorerst) letzter Blick zurück in das Jahr 2021 auf ein paar interessante, überraschende und ungewöhnliche Rankings*. Anschnallen, es geht los.

*vornehmlich aus Deutschland

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Von Faulheit und Fails

Das Top-Thema Cyber Security wird uns auch in Zukunft weiterhin begleiten. Wehe dem, der ein schwaches Passwort zur Sicherung seines Twitter-, E-Mail- oder gar Bank-Accounts verwendet. Derartige ‚Einladungen‘ knackt der Profi innerhalb von Sekunden.



Die häufigsten Passwort-Sünden des Jahres 2021

Platz 1: 123456

Platz 2: 123456789

Platz 3: 12345678

Ohne Worte! Nicht ganz. Das schlechte Passwort, das am vierthäufigsten verwendet wurde, lautet „Passwort“. Wortwörtlich.

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Erstmals überholt TikTok Google 2021 bei den Seitenaufrufen

Platz da, Google!

Unglaublich, aber wahr: 2021 hat TikTok Google vom Thron gestoßen. Zumindest in Sachen Seitenaufrufe. Cloudfare listet jährlich die beliebtesten Domains. 2020 noch auf Platz 7, ist TikTok 2021 der unbestrittene Platz 1. Sicherlich auch ein Pandemie-Profiteur, denn in tristen Zeiten verlangt es den Menschen nach lustigen, nachdenklichen, herzergreifenden und – letztlich – unterhaltsamen Videos, inklusive Soundtrack.


Die Top-Webseiten 2021

1.           TikTok.com

2.           Google.com

3.           Facebook.com

4.           Microsoft.com

5.           Apple.com

6.           Amazon.com

7.           Netflix.com

8.           YouTube.com

9.           Twitter.com

10.         WhatsApp.com

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Corona und Crypto

Hashtags sind das Schmieröl der Kommunikation auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram, TikTok, LinkedIn & Co. Jede Plattform hat seine eigenen Regeln, aber eins gilt für alle: #Hastags steigern Auffindbar- und Sichtbarkeit und damit auch das so wichtige Engagement der Community.


Die Top 10 der Hashtags auf Twitter

1             #corona

2             #bitcoin

3             #laschet

4             #impfung

5             #cdu

6             #btw21

7             #nft

8             #twitch

9             #berlin

10          #merkel


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Tolle Tweets teilen

Oder auch Neudeutsch: retweeten. Wer die meisten Retweets verzeichnen konnte? Drei politische Forderungen machen im Superwahl-, Corona- und Fußballjahr 2021 das Rennen.

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Youtuber Rezo meldet sich zur Bundestagswahl wieder zu Wort



Am häufigsten geteilte Tweets 2021

1.           YouTuber und Polit-Influencer Rezo

2.           Brief an die Bundesregierung vom Twitter-Nutzer René Engel

3.           Kevin Albrecht mit seinem Aufruf Farben der Regenbogenflagge zum EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn zu tragen

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What’s hot im Hier und Jetzt?

Was wird wo genau jetzt gesucht? Trend-Suchen sind die „hot topics“ des Augenblicks: Abrufbar in Echtzeit und nach Regionen filterbar. Bei sinnvoller Nutzung können sie wertvolle Informationen für Marketing und Suchmaschinenoptimierung liefern. So kann man beispielsweise die „content freshness“ der eigenen Inhalte überprüfen und alte Inhalte gegebenenfalls aktualisieren. Auch ein Rädchen im großen SEO-Getriebe.

Was hier und jetzt heiß ist, findet man hier. Was 2021 heiß war hier:


Meistgesuchten Begriffe bei Google

1.           EM 2021

2.           Bundestagswahl 2021

3.           Corona

4.           Bundesliga

5.           Olympia


Häufigste Schlagzeilen Suchbegriffe 2021

1.           Bundestagswahl 2021

2.           Corona

3.           Zapfenstreich Merkel

4.           Afghanistan

5.           Israel

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Wieso, weshalb, warum?

Besonders beliebte und häufige Longtail-Suchen sind Fragen. Die Suchenden wollen wissen, wie etwas funktioniert oder warum etwas so ist, wie es ist. Antworten finden Sie dann meist, häufig, manchmal auf Google.



Warum-Fragen

1.           Warum geht Whatsapp nicht?

2.           Warum trägt Rüdiger eine Maske?

3.           Warum ist Dieter Bohlen nicht mehr bei DSDS?

4.           Warum geht Roblox nicht?

5.           Warum ist der Himmel gelb?

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Zwei Trends sind stärker als einer: Spieleplaltform Roblox trifft auf Netflix Serien-Hype Squid Game


Was-Fragen

1.           Was kostet ein PCR-Test?

2.           Was ist das Kuba-Syndrom?

3.           Was ist mit Whatsapp los?

4.           Was ist 2G plus?

5.           Was bedeutet rawr?


Wie-Fragen

1.           Wie lange ist ein Schnelltest gültig?

2.           Wie alt ist die Queen?

3.           Wie lange dauert ein PCR-Test?

4.           Wie alt ist Thomas Gottschalk?

5.           Wie alt ist Helene Fischer?

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Auf der Meta-Ebene

Im Metaverse hat sich 2021 einiges getan. Hier aber mal die Highlight-Themen der Social-Media-Plattformen nach Unternehmensaussage.

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Top Themen auf Facebook und Instagram (in no particular order / in keiner bestimmten Reihenfolge)

•             Bundestagswahl

•             Fußball (EM und DFB Pokal)

•             Corona und impfen

•             Umweltschutz

•             Der Berliner Flughafen

•             LGBTIQ+.

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Bewegtbild des kleinen Mannes

Ob im Blog-Post, Social-Media-Kommentar oder Group-Chat: GIFs (gifs oder jifs?) sind das Next-Level-Emoji der lockeren Kommunikation. Auch wenn unter 30-jährige dem Trend wohl bereits abschwören. Die Plattform Giphy listet die Top-Favoriten aus 2021.

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Baby Yoda tanzt sich auf Platz 10 der Giphy-Charts 2021


Die 10 beliebtesten GIFs des Jahres

1.           Langeweile bei The Office

2.           Der müde Kater Tom

3.           Schock beim British Bake off

4.           Trauriger Pikachu

5.           Zwinkerer von Agnes Harkness (ein Disney+-Serien Charakter)

6.           „Happy Birthday“ von Peppa Pig

7.           The Weekend beim Superbowl

8.           Daphne Bridgerton

9.           Tanzendes Küken

10.         Happy Baby Yoda

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Was denken Sie? Sind diese Listen spannend, interessant, nützlich oder schlicht amüsant?

Welche Top-Listen fehlen? Welche würden Sie sich wünschen? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Kommentare.

Ich überspringe das derzeit übliche Intro. Ich brauche niemandem zu sagen, welchen Einfluss COVID-19 auf uns hat: Alle Unternehmen stehen heute vor Herausforderungen – und eine davon ist Geld.

Jede Nachrichtenseite und jeder Gesprächspartner hat eine Geschichte über ein Unternehmen parat, das z. B. Personal reduziert, Lieferanten gekündigt oder Budgets gekürzt hat. Kürzungen werden in allen Unternehmen und allen Abteilungen vorgenommen, und leider sind auch Marketing und Kommunikation davon nicht ausgenommen. Aber es gibt Möglichkeiten, Ihr Budget zu schützen oder zumindest dafür zu sorgen, dass die Kürzung weniger aggressiv ausfällt.

Vor kurzem nahm ich an der ersten virtuellen Konferenz der MarComms Group der PRCA teil. In ihr wurden viele gute Tipps gegeben, wie man dem Vorstand und der Managementebene demonstrieren kann, welchen Mehrwert Marketing und Kommunikation bieten. Die Ratschläge kamen von Chris Fiorillo, CMO von Infosys Consulting, Chris Hall von Shallcross Partners, Carey Trevill, Interim-CEO der British Promotional Merchandise Association, und Nick Jones, Marketingdirektor der International SOS Group.

Hier sind die Top-Tipps für alle Marketer und Kommunikatoren da draußen:

Demonstrieren Sie tiefgehendes Geschäftsverständnis:

Wenn sich der Vorstand auf die Rentabilität konzentriert, zeigen Sie, dass Sie mehr für weniger tun können, zeigen Sie, dass Sie einfallsreich sind, zeigen Sie, wie Sie effektiver arbeiten können. Wenn der Vorstand Wachstum anstrebt, zeigen Sie, dass Sie sich auf Lead-Generierung, Kundenbindung usw. konzentrieren. Wenn Sie zeigen, dass Ihr Marketing-Fokus vollständig auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist, bedeutet dies, dass die Kürzung Ihre Ressourcen weniger wahrscheinlich ist.

Stellen Sie Verbindungen her:

Treten Sie aus Ihrer Marketing-Blase heraus. Stellen Sie intern stärkere Verbindungen her. Gibt es einen Weg, wie Sie näher an die Finanzabteilung herankommen können? Wenn das nicht möglich ist, dann vielleicht an die Menschen, die Einfluss auf die Finanzen haben, zum Beispiel das Führungsteam im Vertrieb oder andere Führungskräfte der Geschäftsführungsebene. Sie wollen, dass andere Sie unterstützen, um Ihr Budget zu behalten, dann müssen Sie ihnen klar machen, dass sie ohne Marketing nicht erfolgreich sein können.

Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit:

Eine Möglichkeit, den Vorstandsmitgliedern oder anderen Führungskräften näher zu kommen, besteht darin, Ihr Profil nach außen hin zu schärfen und den Mehrwert direkt zu zeigen. Wahrscheinlich tun Sie dies bereits, indem Sie Experten und Führungskräfte als die Gesichter des Unternehmens positionieren, aber schauen Sie sich auch Ihren Vorstand an und fragen Sie sich: Wer könnte sichtbarer sein? Wie oben erwähnt, schaffen Sie sich so intern mehr Verbündete.

Versuchen Sie nicht, sich zu verstecken:

Wenn mich keiner sieht, dann spricht man auch nicht über mich. Das ist ein Trugschluss. Alle Kosten stehen in der GuV, und es wird eine Diskussion über Ihr Budget geben, falls dies noch nicht geschehen ist. Seien Sie proaktiv und denken Sie an Lösungen, die sowohl für Sie als auch für das Unternehmen funktionieren. In der gegenwärtigen Situation wird sich das Finanzteam derzeit auf den Cashflow konzentrieren, so dass es vielleicht Möglichkeiten gibt, jetzt etwas zu bewirken und später zu zahlen. Wenn Sie beispielsweise mit einer PR-Agentur zusammenarbeiten, können die Zahlungsbedingungen 30-60 Tage betragen, d. h. Ergebnisse heute, Zahlung im folgenden Monat. Es geht darum, Kosten in einem akzeptablen Rahmen zu halten.

Mehr für weniger:

Machen Sie das meiste richtig und erledigen Sie es schnell. Lassen Sie sich nicht von Perfektionismus bremsen. Die verfügbare Zeit ist geschrumpft – die Zeit für Veränderungen ist heute, diese Woche, jetzt – also vergessen Sie Pläne, die acht Wochen in die Zukunft reichen. Nutzen Sie bestehende Inhalte neu, in anderer Form und mehrfach. Seien Sie kreativ.

Es gibt Anzeichen dafür, dass diese Rezession im Vergleich zu vergangenen Rezessionen eher kurz, aber dafür heftig sein wird. Jetzt ist die Zeit für Marketing und Kommunikation. Denn wenn erst einmal der Aufschwung kommt, wird das auch schnell für Wachstum sorgen. Mit durchgängigen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten sind sie gut vorbereitet und können jede Gelegenheit nutzen.

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